4K - Sinnvoll oder nicht? BenQ SW321c vs. EIZO CS2740 vs. Dell UP2720Q

  • Ich möchte gerne meinen EIZO 2420 durch einen größeren Monitor ersetzen.

    Ich habe mir dazu extra auch einen neuen Schreibtisch von Ergotopia gekauft, der elektrisch höhenverstellbar ist und vor allem mit 80 Tiefe tiefer ist als mein jetziger (nur 60cm).


    Was ich mir davon erhoffe? Modernere Anschlussmöglichkeiten => USB-C; natürlich mehr Auflösung d.h. eine bessere Darstellung; mehr Arbeitsfläche.


    Mein Rechner ist ein 6-Core Mac Mini 2018.


    Nun habe ich meine Auswahl auf die oben genannten Modelle eingegrenzt. Gearbeitet werden soll, neben den üblichen Arbeite unter Microsoft Word mit Capture One 20 zur Bildbearbeitung. Ich bin Hobbyfotograf, verdiene also mein Geld nicht mit dem Fotografieren. Dennoch möchte für etwaige Ausdrucke doch rsh genau als möglich arbeiten.


    Welchen der oben genannten Monitore würdet ihr aus welchen Gründen empfehlen oder selbst nehmen?

    Welcher würde aus welchen Gründen rausfallen?


    Der BenQ scheint wirklich sehr gut zu sein, für einen Hobbyfotografen wie mich vielleicht schon zu gut.

    Der Dell gefällt mir optisch am besten (das ist einer der Hauptpunkte, die mich an meinem jetzigen EIZO doch etwas stören). Aber ein Freund, der in Bildbearbeitung fit ist, meinte, dass DELL im Bereich Bildbearbeitung keinen guten Ruf genieße und nicht unbedingt erste Wahl ist. Gilt das auch für den genannten UP2720Q? Und wenn ja, was ist kritisch zu sehen?


    Was meint ihr, habt ihr einen Favoriten?

  • Da zu den Monitoren bisher keiner was sagen konnte, noch eine Anschlussfrage.


    Ist denn nun 4k für die Bildbearbeitung wirklich sinnvoll bzw. vorteilhaft? Da der Weg wohl bei allen Herstellern dorthin geht, gehe ich davon aus, dass ja.


    Ich könnte aber anstatt eines teuren 4k EIZOS etc. jetzt auch einen spürbar günstigeren 27 Zoll (oder gar 32?) ohne 4k kaufen. Gute Idee?

  • Ich finde 4K hängt von der Bildschirmdiagonalen ab. Bei 27 Zoll ist WQHD nach meiner Meinung völlig ausreichend. Also Optik und Bildqualität passen nicht wirklich zusammen. Die optimale Technik kann man eben nicht in einem extrem flachen Monitor mit frameless Design reinquetschen.


    Ich denke der CS2731 von EIZO sollte für Deine Zwecke der richtige Monitor sein. Den CS2740 kannst Du nativ ja nicht nutzen und musst skalieren. Und ich finde die Skalierung selbst unter Windows 10 und diversen Programmen immer noch gewöhnungsbedürftig.

  • Danke Andi! Ja, der CS2731 scheint mir schon sehr gut zu sein.

    Aber wäre der BenQ denn nicht "besser" oder zumindest in Hinblick auf einige Kriterien die bessere Wahl? Die 32 Zoll sollten bei 4k schon besser sein.

  • Wenn du es "besser" haben willst - im Hinblick auf den schon vorhanden Eizo 2420 dann bleibt nur ein CS2731, CS2740 oder im 32" Bereich eben ein NEC PA311D.


    Besser geht immer aber das ist eine Frage des Preises - wobei bei dir eh ein Eizo steht und alles andere außer EIZO oder NEC wäre ein Rückschritt und Kompromiss denn du mit anderen Herstellern eingehen würdest....

  • Also besser ist der BenQ in keinem Fall, er ist größer und beim Preis hat er auch Vorteile. Aber wenn dir die Hardwarekalibrierung sehr wichtig ist, dann würde ich zum EIZO greifen. Wenn Du lieber 32 Zoll mit 4K willst, dann probiere doch den BenQ. Mediafrost wird mich gleich wieder runterputzen, aber wenn der BenQ dann nicht Deinen Ansprüchen entspricht, ist eine Rücksendung an den Verkäufer möglich. Und wenn Du mit dem Monitor zufrieden bist, dann um so besser.


    In welchem Farbraum willst Du denn überhaupt arbeiten? Denn der SW321C hat zwar USB-C, aber keinen erweiterten Farbraum, kann also Adobe RGB nicht zu 99 % darstellen. BenQ setzt hier auf DCI-P3. Und der Monitor hat nur eine Helligkeit von 250 cd/m², nicht ganz zeitgemäß. Getestet haben wir den Monitor allerdings noch nicht. Haben wir aber vor, wenn uns ein Testgerät zur Verfügung gestellt wird.

  • Mediafrost wird mich gleich wieder runterputzen, aber wenn der BenQ dann nicht Deinen Ansprüchen entspricht, ist eine Rücksendung an den Verkäufer möglich. Und wenn Du mit dem Monitor zufrieden bist, dann um so besser.

    Sicher nicht denn genau dafür ist der Widerruf gedacht! :)


    Wenn man aber mal einen EIZO oder NEC hatte dann sollte man dabei auch bleiben denn alle anderen Hersteller stinken gegen diese Beiden eben ab und bisher sind alle wieder bei EIZO oder NEC gelandet.


    Letztendlich musst du die Entscheidung selber treffen.

  • Danke Euch beiden!


    Ich arbeite im Adobe RGB Farbraum. Natürlich alles nur im Hobbybereich, weshalb ich mich mit manchen Dingen schwer in der Beurteilung tue. Möglicherweise ist der BenQ auch schon überdimensioniert für mich, auch was dessen Qualitäten angeht. Andererseits bin ich von meinem EIZO schon sehr angetan.

    Deswegen ja auch die Überlegung doch auf einen 2731 zurückzugreifen. Aber der wäre ohne 4K. Man muss wohl ca. 90 cm weg sitzen, um ein „Retina-Erlebnis“ zu haben, d.h. Die Pixel loszuwerden. So weit sitze ich natürlich nicht weg. Eher ca. 50 cm.


    Denn der SW321C hat zwar USB-C, aber keinen erweiterten Farbraum, kann also Adobe RGB nicht zu 99 % darstellen. BenQ setzt hier auf DCI-P3. Und der Monitor hat nur eine Helligkeit von 250 cd/m², nicht ganz zeitgemäß. Getestet haben wir den Monitor allerdings noch nicht. Haben wir aber vor, wenn uns ein Testgerät zur Verfügung gestellt wird.

    Also das mit dem Farbraum, sprich nicht 99% bei Adobe RGB überrascht mich jetzt. Ist dem wirklich so? Ich dachte, das kann er! Deswegen noch mal die Rückfrage, ob Du Dir da sicher bist.


    Die Helligkeit dagegen sollte bei einem Monitor zur Bildbearbeitung dagegen weniger ein Problem sein, oder? Man arbeitet ohnehin eher zwischen 80-180 cd/m2. außerdem kann ich jederzeit abdunkeln.

    Ich bin sehr gespannt auf Euren Test. Aber auch der 27 Zoll 4k hat, bis auf die Ausleuchtung, doch sehr gut bei Euch angeschnitten. Der SW321c hat hier angeblich noch deutlich drauf gelegt, weshalb ich mir nicht vorstellen kann, dass ihr zu einem schlechten Ergebnis kommen werdet.


    Aber: Im Prinzip würde ich schon gerne bei EIZO bleiben. Auch wenn es ein teurer Spaß ist. Aber da weiß ich, was ich habe. Nur: ich hätte in der Tat gerne 4K. Bei 27 Zoll soll es nur skaliert gehen, also kein Arbeitsflächengewinn, 32 Zoll ist bei EIZO zu teuer.
    Den NEC muss ich mir anschauen.


    Und 27 Zoll ohne 4k scheint in der heutigen Zeit wohl fraglich. Wird nicht besser sein als mein jetziger 2420, schätze ich.


    Also vielen Dank für Eure Hilfestellung! Klar, entscheiden muss und werde ich selbst. Aber erst muss man sich bei denen ein paar Tipps holen, die mehr wissen. Und ihr wisst eben mehr :)

  • Also das mit dem Farbraum, sprich nicht 99% bei Adobe RGB überrascht mich jetzt. Ist dem wirklich so? Ich dachte, das kann er! Deswegen noch mal die Rückfrage, ob Du Dir da sicher bist.

    Doch kann er, habe mich da wohl verlesen.

  • Ach ja: Was soll denn 17:10 bringen? Mir wäre 16:10 Recht. Aber 17:10?


    Und: Zum Dell gibt es keine Einschätzung?

    Naja, ist eben DCI Auflösung - geht nicht anders aber damit kann man sehr gut EBV und alles andere bewerkstelligen.


    Dell: Naja, kann mit NEC und EIZO nicht mithalten und haben in diesem Profisegment nichts verloren.

  • Okay, der CS2731 ist jetzt raus.


    Es soll 4K werden.


    Also entweder der BenQ SW321c oder der EIZO CS2420.


    Vielleicht hat ja noch jemand handfeste Argumente, die für den einen oder gegen den anderen sprechen.

  • Farbe oder Größe, glaube da musst Du Dir selber einmal die Karten legen. Mein Empfinden ist aber, wenn man 4K will, dann sollten es 32 Zoll sein. Kleiner ist dann ein Kompromiss, der gerade bei Bild / Videobearbeitung mich irgendwie gestört hat, gerade das hier auch schon angesprochene Thema Skalierung kann, je nach Programm ganz schön nerven. Und 24 Zoll vom Eizo, sicher ein gutes Gerät, doch bei der Fläche hätte ich immer die Frage, wohin mit dem Bild, wohin mit den Bearbeitungselementen. Einfach zu klein, außer man hat einen zweiten Monitor und kann ihn rein für das Bild verwenden.

    Und vermutlich hat Mediafrost recht mit seiner Einschätzung, aber man muss sich an die eigene Nase fassen, wie „professionell“ will man es für sich haben. Hier steht auch noch ein alter Eizo rum, immer noch ein gutes Bild, aber irgendwann zu klein geworden und nur FullHD, also umgestiegen, auf Dell u.a. und mir hat die Bildqualität für Medienbearbeitung absolut genügt. War ein 32 Zoll 4K Monitor, auch hier in Prad getestet, gibt es aber nicht mehr. Darum ist evtl. für Dich doch der BenQ geeignet.

  • Bei 4K musst du aber bei BenQ Kompromisse eingehen. Sofern du dazu nicht bereit bist bleibt nur noch der NEC PA311D - liegt aber preislich deutlich über beiden Geräten. Ist das Budget für den PA311D vorhanden dann kaufen. Sofern nicht dann entweder BenQ oder warten.


    27" würde ich mir persönlich nicht wirklich antun wollen bei UHD/4K.

  • Diese Frage musst du dir selber stellen und dementsprechend eine Gewichtung beimessen.


    Persönlich habe ich auch einen PA311D auf dem Tisch stehen obwohl ich den Monitor nicht wirklich benötige doch ich sitze den ganzen Tag davor und da kann es nicht gut genug sein und da ich keinerlei Kompromisse bereit bin einzugehen war das die einzige Option die noch preislich im Rahmen lag - der CG319X wäre Overkill gewesen.

  • Diese Frage musst du dir selber stellen und dementsprechend eine Gewichtung beimessen.

    Die Frage stelle ich mir ja :) Aber ich weiß nicht, inwiefern man beim Benq da einen Kompromiss bei 32 Zoll und 4K eingeht. Deswegen wäre ich natürlich sehr dankbar, wenn man das benennen kann. Wo konkret?


    klar, inwiefern es dann für mich eine Rolle spielt, kann nur ich beantworten (im Idealfall :))

  • Service/Garantie, HWK und Features vom Monitor selbst. Ausleuchtung; Homogenität.


    Ein paar Punkte wo man bei NEC oder EIZO sich keinerlei Gedanken machen muss wenn das Kleingeld vorhanden ist^^


    Selbst hast du doch einen 2420 von EIZO und solltest das doch nicht missen wollen oder?