Posts by Timur

    Zum Glitzern des Eizo S2111W und dessen Ursache gibt es einen ausführlichen Abschnitt im PRAD Test. Nach meiner Auffassung entsteht das Glitzern grundsätzlich nicht durch die verwendete Paneltechnik, sondern wird höchstens dadurch begünstigt. Das Glitzern stammt von der verwendeten Antireflektionsbeschichtung! Je rauher die Oberflächenbeschichtung, desto mehr Licht wird nicht nur beim Reflektieren, sondern auch bei der Lichtausgabe des Panels selbst gestreut. Diese Streuung führt wahrscheinlich durch Interferenzen (sich überlagernde Lichtwellen) zum Glitzereffekt, zudem sinkt dadurch der Kontrast und Schärfe, dafür spiegelt die Oberfläche weniger. Seht Euch mal den Test an, dort ist ein Foto von der Streuung des Eizo S2111W (VA mit Glitzern) gegenüber einem VP2330 (VA ohne Glitzern) dargestellt.

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    Original von Zappelphillipbin jetzt schon seit einiger Zeit im Netz und in verschiedenen Geschäften auf der Suche, was der Unterschied zwischen dem Kontrast und dem dynamischen Kontrast ist! Es wird nirgendswo so richtig erklärt (in den Geschäften haben die meist überhaupt keine Ahnung :(
    ich habe das bisher so verstanden, dass der dynamische Kontrast die kurzzeitige höchstleistung im Kontrast angibt, aber ist dann der eigentliche Kontrast (der konstante Kontrast) viel niedriger???


    Kontrast ist der Unterschied zwischen hellster Farbe (Weiß) und dunkelster Farbe (Schwarz). Beim "dynamischen Kontrast" ändert sich die Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung und die Farbwerte werden auch verändert, und zwar über die Zeit.


    Das heißt z.B.:


    Bei 100% Helligkeit ist Weiß 300 cd/m² hell und Schwarz 0,5 cd/m², dann ist der Kontrast 300/0,3=1000:1 (nicht ganz exakte Rechnung, für die Techniker unter uns).


    Beim dynamischen Kontrast variiert nun die Helligkeit innerhalb von mehreren Sekunden, sagen wir mal 3 Sekunden. Zum hellsten Zeitpunkt ist Weiß wieder 300 cd/m² und Schwarz 0,3 cd/m². Zum dunkelsten Zeitpunkt wurde die Helligkeit vom dynamischen Kontrast auf 50% gesenkt, Weiß ist 150 cd/m² (ich weiß, sind keine echten 50%) und Schwarz ist 0,2 cd/m², dann ist der Kontrast zum dunkelsten Zeitpunkt 750:1.


    Der Hersteller rechnet dann aber so, dass innerhalb der 3 Sekunden der hellste Wert bei 300 cd/m² und der dunkelste Wert bei 0,2 cd/m², ergibt 300/0,2=1500:1 dynamischen Kontrast.


    Das kann mal ganz nett sein, ist aber eben nur eine dynamische Helligkeitsregelung, keine Kontrastregelung. Allerdings werden oftmals gleichzeitig die Farben selbst noch verändert, so dass das Bild kontrastreicher wirkt. Bei dunklen Bildern werden z.B. alle Farbstufen in der Intensivität angehoben. Da Weiß aber nicht heller als Weiß werden kann, sind davon nur alle darunter liegenden Farbstufen betroffen, dabei werden jedoch die hellsten Stufen einfach durch Weiß ersetzt, das Bild wirkt kontrastreicher, aber die Anzahl der Farben sinkt.


    Sieh dazu mal in den PRAD Test zum Eizo S2111W, dort ist es anhand von Bildern erklärt. Schau Dir im Test erst den Abschnitt zur "Farbsättigung" an, dort findest Du Bilder, was genau passiert, wenn man die Sättigung über 100% steigert (genau das macht der dynamische Kontrast).

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    Original von NimsikiIm Moment besitze ich keinen, den werde ich mir aber auch anschaffen.
    Gedacht habe ich dabei an den GretagMacbeth EyeOne Display LT oder den LaCie BlueEye Pro V4. Welcher der Beiden wäre eher anzuraten?


    Zu den Geräten kann ich nicht viel sagen, außer, dass das Lacie wohl ein GretagMacbeth Eye One Pro 2 mit eigener Lacie Software ist. Tomshardware und Behardware nutzen beide diese Kombination. Ich denke sie ist gut.


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    Solange ich ihn nicht habe, werde ich folgende Methode wählen, die sicherlich nicht das gelbe vom Ei ist, für den Anfang aber erstmal reichen sollte...
    ->


    Denke dabei aber an die Zimmerbeleuchtung/Tageslicht. Der Print sieht unter jedem Licht anders aus. Halte den Print nicht direkt neben den Monitor, sondern strahlt die gerade eingestellte Farbtemperatur des Monitors auf den Print ab. Die Methode ist zudem nur geeignet, um den Weißpunkt einigermaßen anzugleichen, die Gammawerte wirst Du in eigenen Tonkurben (evtl. Grafikkarte) anpassen müssen. Beide Monitore bringen aber Hardware-Gamma mit, welches recht genau arbeitet.



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    Im Moment habe ich in der Kamera sRGB eingestellt, kann es auf AdobeRGB umstellen.


    Sofern Du keine Möglichkeit hast das erweiterte Farbspektrum (Grün und Türkis) des AdobeRGB Raums zu nutzen, sprich keinen hochwertigen Drucker oder entsprechendes Labor, bringt AdobeRGB Dir keinerlei Vorteile. Zumal auch der NEC den AdobeRGB Raum nicht komplett abdeckt (siehe Bild 1 und 2 Farbraumvergleich unten).


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    Definiere mal bitte "groß genug".
    Am Schreibtisch bis zur Wand, an die ich den Monitor stelle, sind es hier so gut 100cm. Ich weiß nur nicht wie weit der Monitor von der Wand ragt, wenn man ihn ganz nach hinten schiebt.


    Ich empfehle mindestens eine Armlänge (70cm), bei so großen Pixeln wie dem 26" darf es auch ruhig bis zur Wand sein. Im Zweifelsfall stelle lieber die Schriften größer (Anzeige->Darstellung->Schriftgröße für Menüs, Symbole und Dialoge). Je weiter der Monitor bei großer Schrift weg steht, umso besser für die Augen (ständiges Nahsehen strengt die Augenmuskeln an, führt eher zu Altersweitsicht und Kopfschmerzen). Falls Du Wert auf 1:1 Darstellung am Bildschirm legst, dann könntest Du evtl. mal die DPI-Einstellung (eigentlich PPI) anpassen. Siehe dazu folgenden Beitrag von mir:


    Anleitung: Originalgetreue Darstellung von Dokumenten (z.B. DIN A4) Seiten auf TFTs


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    Beim Eizo habe ich wegen der oft kritisierten Homogenität echte Bedenken. Habe hier von Leuten gelesen, die ihn deswegen wieder zurück schickten. Also muss es sich dabei um einen tatsächlich wahrnehmbaren Wert handeln.
    Und die fehlende Pivotfunktion lässt mich da auch stark grübeln...


    Die Pivotfunktion vermisst man bei den großen Ausmaßen nicht mehr allzuoft, ist aber natürlich ein nützliches Extra. Die Homogenitätsprobleme der Eizos sind da schon gravierender. Ich empfehle den PRAD Test zum S2111W durchzulesen, dort wird sehr detailiert auf das Problem eingegangen. Es gibt aber auch Userberichte, die nach Geräteaustausch oder von vornherein keine Probleme haben.


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    Gibts denn neben dem NEC und dem EIZO keinen anderen sehr gut brauchbaren Monitor für die Bildbearbeitung? 24" sind mir dabei schon sehr lieb, denn die 1920x1200px finde ich schon sehr brauchbar. Bevor ich unter 1200px etwas hole, würde ich liebe einen non Widescreen kaufen.


    Natürlich die Grafiklinie von Eizo, mit deutlich hochwertigerer Technik als beim S2411W, aber die kosten viel Geld. Ansonsten ist der NEC sicher ein sehr guter Monitor, man muss eben nur die Tücken der Kalibrierung in den Griff bekommen. Das ist machbar, nur etwas zeit- und versuchsaufwendiger. Man muss die zu intensiven Farbtöne absenken, indem man die Sättigung der entsprechenden Farben reduziert (Siehe Bild 3 und 4, Grün, Gelb, Rot und Türkis sind intensiver als bei sRGB). Dazu ist aber Trial and Error notwendig, also Senken, Messen, korrigieren, nochmal Messen, usw...

    Wenn Du kein Kalibrierungsgerät Dein Eigen nennst, solltest Du eher zum Eizo greifen. Der größere Farbraum des NEC will nämlich erstmal gezähmt werden. Nur wenn die von Dir genutzten Internet-Anbieter für Foto-Ausdruck/Belichtung auch tatsächlich in Adobe-RGB auswerten und drucken, lohnt sich der NEC in Sachen Farbraum. Nach meinem Wissen werten die meisten (fast alle!) Labore keine Farbprofile von digitalen Aufnahmen aus, sondern entwickeln alles in sRGB! Da der NEC aber kein vernünftiges voreingestelltes sRGB-Profil mitbringt, kommst Du ums kalibrieren, samt kompliziertem Verkleinern des Farbraums über die 6-Achsen-Farbkontrolle nicht herum (Senken der Sättigung, nicht Senken der RGB-Werte).


    Falls Du allerdings in AdobeRGB fotografierst, den NEC darauf kalibrieren kannst und ein Fotolabor an der Hand hast, welches das Farbprofil auch auswertet und entsprechend drucken kann, dann lohnt sich der NEC. Der letzte Schritt kann alternativ wegfallen, wenn Du natürlich auch in AdobeRGB unter Photoshop bearbeiten und danach selbst in sRGB für das Labor wandeln. Darin sehe ich aber keinen Vorteil. Dann doch eher in RAW schießen, den entsprechenden Dynamic-Vorteil bei der Nachbearbeitung ausnutzen, und hinterher in den Zielfarbraum wandeln. Falls Du Dir einmal die Arbeit machst den NEC auf sRGB zu kalibrieren, dann hast Du natürlich auch ein super Gerät, das mit seinem IPS Panel auch bessere Blickwinkel Werte mitbringen sollte. Allerdings sollte Dein Arbeitsabstand groß genug gewählt sein, da die niedrige Pixeldichte (grobere Pixel) und größere Ausdehnung der Fläche (größere Blickwinkel zu den Seiten) negativ zum Tragen kommt.


    Der NEC ist ein guter Monitor mit großem Farbraum, den effektiv zur Arbeit zu nutzen (statt sich nur über knallige Farben zu freuen) ist aber mit Mehraufwand verbunden. Zumindest der Eizo S2111W lag hier im Test bei Werkeinstellungen und sRGB-Profil schon ganz brauchbar am sRGB-Farbraum, der S2411W sollte da nicht schlechter sein. Mit Kalibrierungs-Gerät kann man ihn leicht dorthin perfektionieren (man sollte evtl. die Rot- und Gelb-Sättigung per 6-Achsen-Kontrolle leicht senken).

    Ich denke nicht, dass das etwas mit Overdrive zu tun hat, das würde technisch auch wenig Sinn machen. Ich habe diverse Overdrive Panel ohne so Effekte gesehen. Es kann natürlich sein, dass der Hersteller sowas macht, um Schlierenunschärfe zu kaschieren.


    Auf der anderen Seite habe ich Panel gesehen, die eine solche Schärfe Funktion für native Auflösungen mitbringen, sowie für interpolierte. Das entspricht der Schärfefunktion des Grafikkartentreibers (zumindest bei NVidia), mit dem Unterschied, dass die Monitore meist auch noch eine Unschärfemaske anbieten. Mittlere Werte sollten eigentich zu neutraler Darstellung führen, diese könnte allerdings durch Cleartype beeinflusst werden.


    Sieh Dir mal den PRAD Test zum Eizo S2111W an, dort findest Du drei Beispielbilder für Unschärfe, Schärfe und normale Darstellung.

    Ich denke nicht, dass es verschwindet. Ruf am besten den Support an und lass das Gerät austauschen. Evtl. machst Du mal ein Foto für uns und den Support, dann kann man es besser beurteilen.

    Stell auch sicher, dass der Monitor nicht selbst zu farbstichig eingestellt ist. Ansonsten ist das einer der Hauptnachteile von TFT mit so großen Pixeln. Ich empfehle, dass Du Dich weiter vom Gerät weg setzt, dann sollte das Problem weniger stark auftreten bzw. bei genügend Abstand ganz verschwinden. Ist eh besser für die Augen und die Blickwinkel zu den Rändern werden kleiner.

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    Original von MarvilIch habe eine "Leadtek WinFast A6600 GT TDH" drin! Was meinst du denn mit "verpackt" ? Die Auflösung oder oder diesen Schwarzwert?


    Damit meine ich, ob die Karte Deine Spiele auch noch bei der hohen Auflösung ruckelfrei darstellen kann.

    Wenn Deine Grafikkarte das verpackt, dann lieber größer. Zum Vergleich:


    300 cd/m² mit 850:1 = 0,35 cd/m² Schwarzwert
    300 cd/m² mit 600:1 = 0,5 cd/m² Schwarzwert


    1440 x 900 = 1296000
    1680 x 1050 = 1764000


    Ansonsten nach Ergonomie des Gehäuses oder evtl. Schlierenbildung/Lag entscheiden.

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    Original von lemonstreLeider ist es so, dass bei S-PVA Panel die Farben zwar relativ Blickwinkelstabil sind, aber leider der Gamma Wert sich bereits bei sehr kleinen Blickwinkeländerungen verschiebt. Nach links fällt der Gammawert ab nach rechts steigt er an. Das macht sich natürlich im besonderen bei Widescreen Panel sehr negativ bemerkbar. Je grösser und breiter der Schirm desto stärker die Blickwinkeländerung zum Rand und umso stärker der Effekt.


    Die von uns gemessene Verschiebung/Verteilung des Gamma-Wertes wurde allerdings mit einem Colorimeter gemessen, welches absolut senkrecht auf dem Panel angebracht wird. Sie ist also unabhängig vom Blickwinkel! Selbst wenn man frontal auf das Panel sieht, ist die Tonwertverteilung Links anders als Rechts.

    Mist, da hab ich doch glatt den Editieren Button gedrückt, statt antworten. Sorry Below. Also die Antwort auf Deine Frage haste jetzt, nur die Frage ist futsch... :O


    Die Frage war, wie man bei einer 8800GTX in Zusammenarbeit mit einem 22" die Interpolation im Grafikkartentreiber ändern kann. Dieser stellt nämlich immer wieder auf seine eigene Skalierung um, obwohl Monitorskalierung gewählt wurde.

    Hehe, hatte ich schonmal im internen Administrator Board. Hier nochmal der Wortlaut und das entsprechende Bilder:


    Ich habe mittlerweile herausgefunden, dass die dynamische Spaltenbreite im Opera immer dann Ärger macht (in der Breite komprimiert wird), wenn Scripting deaktiviert ist. Mit aktiviertem Scripting wird die Breite nur kurzzeitig komprimiert und dann sofort auf volle Fensterbreite vergrößert. Dadurch dass die Spalten erst komprimiert werden und danach vergrößert, ist der Seitenaufbau im Opera langsamer als in anderen Browsern. Beim alten Design ist das alles nicht passiert, an irgendwas scheint Opera sich zu verschlucken.


    Beim IE 6 und Firefox 2 gibt es hingegen auch mit deaktiviertem Scripting keine entsprechenden Probleme. Ich werde die Probleme mal an Opera melden.

    Opera zeigt leider auch immer noch die falsche Breite an sobald Scripting deaktiviert wird. Und auch mit Scripting ist es etwas unangenehm immer erst die Spalten vergrößert zu sehen, da sich dadurch der Bildaufbau verzögert.

    Ich würde mal den Grafikkartentreiber deinstallieren, und testen ob die Auflösung ohne Treiber richtig dargestellt wird. Evtl. ist ja der Treiber schuld? Welche Auflösung zeigt das OSD an? Es kann außedem helfen die Timing-Formula im Treiber zu ändern bzw. nur einmal zu bestätigen. Ich hatte auch Probleme mit 1600 x 900 (wurde auf Vollbild skaliert), einmal Timing-Formula manuell gewählt, seitdem funktioniert alles wie es soll.