China will LCD-Industrie mit 15 Mrd. Dollar retten

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Die wegen großen Absatzproblemen und Überkapazitäten ins Straucheln geratene chinesische LCD-Panelindustrie soll eine Finanzspitze in der Höhe von 100 Mrd. Yuan (etwa 14,63 Mrd. Dollar) von der chinesischen Regierung erhalten. Wie das Branchenportal DigiTimes unter Berufung auf informierte Personen schreibt, soll sich das Mrd.-schwere Konjunkturpaket vor allem auf die Errichtung einer hochmodernen Produktionsstätte zur Herstellung sogenannter 7G- oder darüber hinaus gehender LCD-Panels beziehen. Langfristiges Ziel sei es, die nationale Wirtschaft zu stimulieren, um einen unnötigen Arbeitsplatzabbau zu verhindern und durch technologische Marktführerschaft Wettbewerbsvorteile zu erzielen.

Dass sich die chinesische Regierung den Sorgen und Nöten der getroffenen Panel-Industrie sowohl finanziell als auch ökonomisch annimmt, trifft bei den betroffenen LCD-Konzernen auf offene Ohren. Laut dem chinesischen Informationsportal cnYes.com zufolge erhoffen sich vor allem Schwergewichte wie die BOE Technology Group oder Info Vision Optronics von den Geldern erhebliche Entlastungen.

Wie das Blatt weiter berichtet, soll die unter dem Schirm der Regierung entstehende Fabrik in Zusammenarbeit mit den Herstellern in Form von Joint Ventures gebaut und geführt werden. Info Vision Optronics hat bereits 2008 mit der Planung einer eigenen 7.5G-Einheit begonnen. Ersten Erkenntnissen nach wurden diese ausgearbeiteten Vorhaben der Regierung schon zur internen Prüfung vorgelegt.

Aber auch BOE Technology Group war Ende vergangenen Jahres mit der chinesischen Regierung in Gesprächen über die Realisierung bzw. Unterstützung eines 8G-Vorhabens. Taiwanesische Equipment-Hersteller sollen ersten Gerüchten nach bereits damit begonnen haben zu fragen, welche Spezifikationen die 7.5G- und 8G-Produktionslinien haben sollen. Die Maßnahmen der Regierung hätten somit auch tiefgreifende Auswirkungen auf die gesamte Zulieferindustrie. (pressetext.de)

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