CPT beklagt Panelauslastung für drittes Quartal

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Der taiwanesische LCD-Panelhersteller Chunghwa Picture Tubes (CPT) sieht es wegen der schwierigen Wirtschaftslage derzeit als unausweichlich, seinen Forecast für das kommende dritte Geschäftsquartal hinsichtlich der eigenen Auslastung nach unten zu korrigieren.

Wie das asiatische Branchenportal DigiTimes unter Berufung auf CPT-Vice-President James Wu berichtet, bedeute die aktuelle Kürzung der Auslastungsrate jedoch nicht, dass sich diese auch auf das gesamte Geschäftsjahr negativ auswirken wird. Angesichts der gesunkenen Nachfragesituation will der Panel-Konzern noch Ende dieser Woche entscheiden, zu welchem Maßnahmenpaket man greifen wird, um die Guidance neu ausrichten zu können.

Nachfrageflop belastet LCD-Panel-Hersteller (Foto: pc-creator.de)

„Da sich fast alle Unternehmen der Panel-Branche viel zu sehr auf den Markt mit digitalen Bilderrahmen, das sogenannte Picture-Frame-Segment, konzentriert haben, dieses sich aber sehr schlecht entwickelt hat, bestehen nun Überkapazitäten, die noch relativ lange den Markt belasten werden“, so Michael Wöginger, Vorstand der Actron AG , einem deutschen Vertriebshandel für elektronische Bauteile.

Laut dem Insider hat man sich sowohl bei den Erwartungen als auch bei den darauf aufbauenden Plänen „definitiv verspekuliert“. „Obwohl dieses Projekt gescheitert ist, rechne ich damit, dass sich die Branche mit der erhöhten Panel-Nachfrage in der Kampfklasse der Zehn-Zoll-EeePCs mittel- bis langfristig wieder aufrappeln wird. Damit können die Verluste aus nicht realisierten Picture-Frame-Projekten wieder wett gemacht werden“, fügt Wöginger hinzu.

Dem CPT-Manager zufolge macht sich die aktuelle Nachfrageschwäche nach LCD-Panels hingegen auch drastisch bei den für das dritte Quartal zu erwartenden Bestelleingängen bemerkbar. So schätzt das Unternehmen für die kommenden vier Monate, dass man aufgrund der konjunkturellen Absatzschwächen und den nach wie vor hohen Öl- und Rohstoffpreisen auch die Erwartungen hinsichtlich des Umsatzes anpassen muss.

Genauere Angaben, mit wie viel Einbußen das Unternehmen rechnet, wollte Wu im Rahmen eines Pressebriefings jedoch nicht bekannt geben. Vielmehr habe man vor, sich auf die Veröffentlichung konkreter Zahlen hinsichtlich der bestehenden Panel-Lagerbestände zu konzentrieren, verdeutlicht Wu. Neben der Windenergieanlagen- und Airline-Industrie dürfte sich aber auch die Energie- und Rohstoff-Preiskrise indirekt auch die auf Panel-Branche auswirken.

Zwar hätten sich über die vergangenen zwei Monate irrationale Panel-Preisreduktionen in der Branche ergeben. Daraus ableitend seien die führenden Unternehmen mit ihrem Ausblick in die Zukunft jedoch zu pessimistisch, beklagt Wu. Laut dem Bericht wolle CPT vorerst selbst eine interne Inventur der Bestände durchführen. Man nehme aber bereits an, dass sich ein entsprechender positiver Turnover schon innerhalb von nur 30 bis 35 Tagen einstellen wird. Unterdessen plant Konkurrent Innolux Display seine monatlichen Kapazitäten von 90.000 auf 60.000 Stück herunterzufahren.

Es wird damit gerechnet, dass sich die schwierige Wirtschafts- und damit verbundene Nachfragesituation mit höheren Überkapazitäten bis in die erste Hälfte des kommenden Jahres fortsetzen könnte, unterstreicht Innolux-Display-CFO Thomas Hsu. Obwohl Marktplayer HannStar Display derzeit nicht beabsichtigt, die geringen Überkapazitäten abzubauen, geht man davon aus, dass sich ein Turnover in nur 25 Tagen einstellen wird, so HannStar-Display-Vice-President Chih-Hao Chou. (pressetext.de)

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