Flüssigkeit macht Handschuh Touchscreen-fähig

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»AnyGlove« ermöglicht die Touchscreen-Funktion auf Smartphones auch mit Handschuhen. Nur ein paar Tropfen des Mittels auf den Fingern des Handschuhs reichen aus, um problemlos auch in der kalten Jahreszeit mit den Mitmenschen in Kontakt zu bleiben. Die Flüssigkeit muss jedoch zuerst eintrocknen, bevor sie Touchscreen-freundlich ist und wirkt für jede Art von Handschuh. Das Fläschchen ist für jeden, der auch in der Kälte nicht ohne Handy überleben kann, für umgerechnet rund zwölf Euro erhältlich.

„AnyGlove“ ermöglicht warme Telefonate auch im Schnee (Bild: pte)

„Ich würde dieses Produkt als Spielerei bezeichnen. Es hat bestimmt einen netten Marketing-Effekt. Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass es den Markt revolutionieren wird“, so Torsten Gerpott, Experte für Telekommunikationswirtschaft an der Mercator School of Management. Für Menschen, die ihr Smartphone häufig parat haben müssen, wie zum Beispiel Geschäftsleute, spiele jedoch nicht die Touchscreen-Funktion eine Rolle, sondern vielmehr eine ungestörte Umgebung.

„Zum einen stehen Geschäftsleute nicht ständig im Freien, sondern halten sich vielmehr in geschlossenen Räumen auf. Außerdem müssen die Nummern heute ohnehin nicht mehr eingegeben werden, da sie sowieso unter den Kontakten gespeichert sind. Wichtiger ist, dass zum Beispiel Nebengeräusche die Gespräche nicht stören“, so der Spezialist.

Die Forschung habe bereits viele Fortschritte in Bezug auf Touchscreen-Innovationen gemacht. Ob dieses spezielle Mittel wirklich wirksam ist, lässt sich aber noch nicht prognostizieren. „Marketing und Realität müssen nicht immer konvergieren“, so der Fachmann.

Es stellt sich die Frage, ob es nicht empfehlenswerter ist, vielmehr Handy-freie Zeiten zu haben als permanent erreichbar zu sein. „Jeder soll selbst frei für sich festlegen, wann und wie oft er sein Handy nutzen möchte“, sagt er. Es könnte laut dem Experten dennoch von Vorteil sein, sich zu bestimmten Zeiten zurückzunehmen und sich unter anderem mit der Familie zu beschäftigen. „Das ist jedoch eine individuelle Entscheidung“, schließt Gerpott ab.

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