Vervielfachung der Speicherpreise seit 2025
Die verschiedenen Krisen auf der Welt ließen seit 2025 vor allem die Speicherpreise massiv ansteigen. Kostete ein DDR5-5600-Kit mit 32 GB gegen Mitte letzten Jahres noch um die 85 Euro, muss man nun mindestens 350 Euro hinblättern – also mehr als die Vierfache. So bald scheint sich auch noch keine echte Entspannung der Preissituation abzuzeichnen, denn selbst vereinzelte Sonderangebote liegen weit über dem Niveau des frühen Vorjahres.

HUDIMM soll die Preissituation entschärfen
Die Speicherhersteller wollen nun mit abgespeckten RAM-Modulen Abhilfe schaffen. Das sogenannte HUDIMM („Half UDIMM“) weist anstelle von zwei 32-Bit-Subchannels, wie sie bei herkömmlichen DIMM-Modulen zum Einsatz kommen, nur einen Subchannel auf. Dadurch fällt die Hälfte der DRAM-Chips weg, was die Produktionskosten massiv senken soll. Allerdings muss man natürlich auch mit der halben Bandbreite leben.
BIOS-Updates für Intel-Platinen von MSI
Die HUDIMM-Module passen in die normalen DDR5-DIMM-Slots von Mainboards, jedoch ist bislang nur für Exemplare mit Intel-Chipsatz eine BIOS-seitige Unterstützung vorgesehen. MSI hat für seine Intel-Hauptplatinen der Serien 600, 700 und 800 vor Kurzem neue BIOS-Versionen herausgegeben, die Kompatibilität mit HUDIMM herstellen. Während Modelle wie das MEG Z890 Godlike und das PRO B860-P Wi-Fi bereits versorgt wurden, schauen beispielsweise Besitzer des B860 Gaming Plus Wi-Fi oder des B760 Gaming Plus Wi-Fi noch in die Röhre. Dies dürfte sich laut MSI in Kürze ändern.
Konkrete Verkaufspreise sind zum kommenden DDR5-HUDIMM übrigens noch nicht durchgesickert. Derweil soll es absehbar auch SO-HUDIMM für Laptops geben.
PRAD-Einschätzung
HUDIMM dürfte vor allem im Budget- und Office-Segment seine Abnehmer finden. Wer hochgezüchtete Gaming-Rechner betreibt oder anderweitig auf jedes bisschen Mehrleistung angewiesen ist, wird wahrscheinlich weiterhin zu den teureren DIMM-Modulen greifen (müssen). Eine Entspannung der Speicherpreise kann HUDIMM höchstwahrscheinlich erreichen, aber von dem Preisniveau, das bis Mitte 2025 vorherrschte, wird man noch einige Zeit weit entfernt bleiben. AMD rechne frühestens 2028 mit einer verbesserten Liefersituation. Wer sich vor dem starken Preisanstieg mit ausreichend RAM und Festspeicher eindeckte, kann sich glücklich schätzen.
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