Hardware nach Diebstahl zerstören: „Kill Switch“-Technologie spart fast zwei Mrd. Euro

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Ein integrierter „Kill Switch“, mit dem sich aus der Ferne zum Beispiel gestohlene Smartphones, Tablets oder Notebooks komplett unbrauchbar machen lassen, könnte Diebstähle künftig unattraktiv machen. Einer Erhebung der Creighton University zufolge könnten auf diese Weise 2,6 Mrd. Dollar (1,8 Mrd. Euro) eingespart werden. Auf Seiten der Hersteller gibt es jedoch Vorbehalte.

Handy am Ohr: „Kill Switch“ gegen Langfinger (Foto: pixelio.de, MSB Music Group)

Obwohl Politik und Strafverfolgungsbehörden bereits seit Jahren für die Implementierung der „Kill Switch“-Funktion auf den mobilen Geräten eintreten, weigern sich die Produzenten bislang hartnäckig. Ein leichtes Eingeständnis gibt es dann aber doch. Denn die meisten modernen Smartphones erlauben es den Besitzern, entweder zumindest ihre Daten zu löschen oder den aktuellen Standort des Geräts zu bestimmen.

Fachleute sind sich indes in dem Punkt darüber einig, dass die Möglichkeit einer kompletten Deaktivierung, die sich selbst von Insidern nicht mehr rückgängig machen lassen würde, zu einer Bewusstseinsveränderung in der Öffentlichkeit führen würde. In der Folge, so hofft man jedenfalls, würden sich Smartphone-Diebstähle nicht länger lohnen, denn die Geräte wären dann für die Diebe in jedem Fall komplett nutzlos.

Die standardmäßige Einführung der „Kill Switch“-Technologie bekommt auch vor dem Hintergrund der finanziellen Schäden eine Relevanz. Laut aktuellen Erhebungen zufolge werden allein in den USA jedes Jahr rund 580 Mio. Dollar ausgegeben, um gestohlene Mobiltelefone zu ersetzen. Der Mobilfunk-Branchenverband CITA lehnt einen vollständigen Kill Switch für die mobilen Alleskönner bisher übrigens kategorisch ab. (pte )

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