8.5th-OLED-Gen: Abschied von dünnen Metallplatten
Der südkoreanische Hersteller LG stellt die Produktion seiner 8.5th-Gen-OLED-Panels um. Anstelle des klassischen Fine-Metal-Mask-Prozesses (FMM) kommt künftig eine patentierte und proprietäre Technologie namens FLiPP zum Einsatz. Letzteres steht für „FMM-Less innovative Pixel Patterning“.

Laut LG haltbarer, heller und energieeffizienter
Durch den Verzicht auf dünne und löchrige Metallplatten, die dafür sorgen, dass die organischen Leuchtdioden an die gewünschten Positionen auf der Substratbasis gelangen, soll der Materialeinsatz bis zu 64 Prozent effizienter werden. Zugleich verspricht LG dank FLiPP eine 1,6-mal höhere Spitzenhelligkeit, eine 2,4-mal längere Lebensdauer und eine 13 Prozent reduzierte Leistungsaufnahme.
Geeignet für Display-Größen von 1 bis 100 Zoll
FLiPP soll mit den aktuellen RGB-WOLED-Panels von LG kombiniert werden und sei theoretisch unabhängig von der Display-Größe einsetzbar. Zwischen 1 und 100 Zoll wäre dem Unternehmen zufolge alles denkbar. Profitieren könnten also AR- und VR-Brillen genauso wie Smartwatches, Tablets, PC-Monitore und Fernsehgeräte. Bei großformatigen Bildschirmen reiche im Übrigen eine Substratbasis aus – im FMM-Prozess muss sie geteilt werden.
PRAD-Einschätzung
LG ist nicht der erste OLED-Panel-Hersteller, der den konventionellen FMM-Prozess mit einer effizienteren Methode ersetzt. Ähnliches geschieht beispielsweise im OLED-Druckverfahren, also beim Inkjet-Printing, wie es etwa TCL praktiziert (wir berichteten). FLiPP könnte absehbar ebenfalls für hellere, günstigere und langlebigere LG-WOLED-Panels sorgen, die trotzdem energiesparsamer sind.
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