Hitachi, Sony und Toshiba bilden Allianz zur Panelherstellung

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Mit einer Dreier-Allianz begegnen die drei japanischen Elektronikkonzerne Hitachi , Sony und Toshiba dem stärker werdenden Druck auf dem Markt für kleine und mittlere Displays. Dieser Schritt ist eine Reaktion auf Ankündigungen der Konkurrenz, mit hohen Investitionen den Markt für Smartphone- und Tablet-Bildschirme besetzen zu wollen.

Dreibund: Japans TV-Hersteller bündeln Wirtschaftskraft und Kompetenz. (Logos: Sony, Toshiba, Hitachi)

Laut Sony-Pressemitteilung bündelt der strategische Zusammenschluss Technologie, Kompetenz und Produktionskapazität der beteiligten Unternehmen. Die Herstellung besagter Panel soll unter dem Dach der Innovation Network Corporation Japan (INCJ) geschehen, einer Partnerschaft mit öffentlichem und privatem Part, in der Staat und Wirtschaft zusammenarbeiten.

Für umgerechnet 1,82 Milliarden Euro übernimmt die Mitte 2009 gegründete Investitionsgesellschaft 70 Prozent der stimmberechtigten Aktien des neuen Unternehmens. Hitachi, Sony und Toshiba erhalten jeweils ein Zehnprozentpaket der Firma mit dem Arbeitstitel NewCo (New Corporation).

An vorderster Stelle steht die Aufstockung der Produktionskapazitäten. Finanziert wird dieser Ausbau von der etwa 8,2 Milliarden Euro schweren INCJ, allerdings ist das Ausmaß der geplanten Investments noch unbekannt. Parallel dazu soll die Effizienz der bereits vorhandenen Kapazität erhöht werden. Maßgeblich dafür ist die Neubesetzung des Top-Managements von NewCo, dessen Auswahl von der Investitionsgesellschaft vorgenommen wird.

Noch diesen Herbst wollen die Konzerne ihre Unterschrift unter die Allianz-Verträge setzen, die Vollendung der Integration der jeweiligen Unternehmenssparten ist im Frühjahr 2012 geplant.

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