LED-Chiphersteller befürchten Umsatzeinbußen bei den September-Ergebnissen

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Die LED-Chiphersteller Epistar, Formosa Epitaxy und Tekcore rechnen erneut mit gesunkenen Septembereinnahmen. Schuld daran sei die sinkende Nachfrage an den LED-Beleuchtungsmodulen für TVs, berichtet die Digitimes. Voraussichtlich sollen sich die Bruttospannen im dritten Quartal um etwa fünf Prozent verringert haben, weil Bestandteile wie Saphirsubstrat oder Spezialgase sich um die Hälfte verteuert haben oder knapp geworden sind.

Saphirsubstrat, im ersten Quartal bei maximal 13 US-Dollar, verteuerte sich zuletzt auf bis zu 30 US-Dollar. (Bild: Tekcore)

Epistar rechnet damit, dass sich die Unternehmenseinnahmen im Oktober wieder erhöhen, wenn Kapazitätsanpassungen in diversen Bereichen abgeschlossen sind und die Produktion wieder auf normalem Level läuft. Den November sieht das Unternehmen als kritischste Zeit im Herbst. Ein früherer Indikator sei der chinesische Nationalfeiertag am 1. Oktober: Gute Verkaufszahlen würden helfen, die Jahresendnachfrage in Europa und den USA zu beflügeln. Marktbeobachter gehen davon aus, dass Epistars Einnahmen im Oktober um zehn Prozent auf umgerechnet 44,3 Millionen Euro sinken. Das dritte Quartal soll insgesamt um bis zu zehn Prozent besser dastehen als Quartal zwei und sich auf umgerechnet 130,58 Millionen Euro verbessern.

Bei den September-Einnahmen wird Tekcore Einbußen um bis zu zwanzig Prozent hinnehmen müssen, womit sich die Erlöse bei etwa fünf Millionen Euro einpegeln. Die Einnahmen des dritten Quartals werden nach einem zehnprozentigen Zuwachs auf circa 16,3 Millionen geschätzt. Im vierten Quartal soll die Versorgungslage mit produktionsnotwendigen Komponenten gut sein, was sich förderlich auf den Absatz auswirken dürfte.

Dank Nachfragetief im LED-BLU-Bereich und Lieferengpässen bei den Komponenten sieht Formosa Epitaxy ebenfalls schwarz für die September-Ergebnisse. Selbst wenn die Nachfrage an Beleuchtungsmodulen im vierten Quartal zunimmt, weil die Hersteller neue Modelle auf den Markt bringen, soll das keine Auswirkungen auf das Segment der kleinen bis mittelgroßen Displays haben. Ergo wird der September einen Einbruch um zehn Prozent mit sich bringen. Quartal drei soll sich jedoch insgesamt um zehn Prozent auf 34,97 Millionen Euro steigern.

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