Dithering

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Dithering ist eine Technologie, um bei begrenzter Farbtiefe (z.B. 256 Farben) Mischfarben durch dicht beieinander liegende Punkte unterschiedlicher Färbung zu erzeugen. Wenn durch eine begrenzte Farbpalette ein Farbton eigentlich nicht dargestellt werden kann, so ist es möglich durch Kombination von Farben aus der zur Verfügung stehenden Farbpalette, den fehlenden Farbton zu erzeugen (Mischfarbe).

Im PC Bereich sind 16,7 Millionen Farben Standard, was 8Bit pro RGB-Farbe entspricht und damit 256 Abstufungen der Farben rot, grün und blau. Einige TN-Panels konnten dagegen nur 6Bit pro RGB-Farbe darstellen, was 64 Abstufungen der Farben rot, grün und blau entspricht und damit sind nur 262 144 Farben darstellbar.

Die Panelhersteller greifen deswegen zu einem Trick, sie setzen die Dithering-Technologie ein um die Farbpalette zu erweitern, in dem sie die 262 144 Farben so kombinieren, das wesentlich mehr Farbtöne erzeugt werden können.

Schaubild Pixel und Sub-Pixel

Ein Pixel bei TFTs besteht aus drei Sub-Pixeln für rot, grün und blau, durch verschiedene Intensitäten dieser drei Farben wird ein Farbton erzeugt. Bei Dithering werden benachbarte Pixel entsprechende Farbwerte aus der darstellbaren Farbpalette so zugewiesen, das der Eindruck eines neues Farbtons entsteht, der sonst nicht erzeugt und somit auch nicht dargestellt werden könnte.

Schaubild Dithering und Jeansmuster-Effekt
Schaubild Dithering und Jeansmuster-Effekt

Dabei gibt es komplexe Verteilungen nach denen die Grundfarben zueinander angeordnet werden, sonst kann es zu Farbrauschen, auch Dithering-Rauschen genannt, kommen. Negative Effekte sind dabei leider nie ganz auszuschließen, so kann es z.B. zu dem als Jeansmuster bekannt gewordenen Effekt kommen.

Bei TN Panels die nur 6Bit pro RGB-Farbe anzeigen können, kann so die eigentliche Farbpalette von 262 144 Farben mit Hilfe von Dithering auf 16,2 Millionen anzeigbare Farben vergrößert werden.

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... ist Geschäftsführer der PRAD ProAdviser GmbH & Co. KG und darüber hinaus Chefredakteur von PRAD. Er stellte im März 2002 die Internetseite Prad.de mit dem Schwerpunkt Display Technologie online. Privat gilt er als absoluter Serienjunkie und Netflix Fan.

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