Marktforscher sehen starken Wandel im Umweltbewusstsein der Display-Industrie

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Das texanische Marktforschungsunternehmen DisplaySearch hat in seinem neusten Report für das vergangene Jahr 2008 einen Anteil umweltfreundlicher Flachbildschirme in Höhe von 20 Prozent des Gesamtmarktes ausgelieferter Bildschirme ausgemacht. Für die weitere Entwicklung wird den Angaben zu Folge mit einer Steigerung auf 70 Prozent bis 2012 und 100 Prozent bis 2014 gerechnet.

In der neu erstellten Marktanalyse widmete man sich ganz den Aspekten „grüner“ Technologie in Flachbildschirmen und untersuchte hierbei im speziellen gesetzliche Umweltschutzvorgaben, Stromspartechnologien, umweltfreundliche Komponenten, Einsparung von Energie im Herstellungsprozess, sowie Bestrebungen zur Vereinfachung der Panelstruktur der drei Haupttechnologien im Flachbildschirmbereich: TFT LCD, OLED und Plasma.

Um als „grüne“ Flachbildschirme zu gelten nennt DisplaySearch die Kriterien: umweltfreundliche Komponenten und Materialien; verringerter Stromverbrauch mittels neuer Komponenten oder Technologien; Konformität mit Umweltschutzvorgaben wie z.B. Schadstoffentsorgung; Produktionsprozesse die den Energie- und Materialienbedarf senken; voll- oder teilweise Recyclebarkeit nach Ende der Nutzungsdauer; Verwendung umweltfreundlicher Konzepte bei Produktdesign, Verpackungsmethoden oder -materialien.

Als Gründe für das aufkeimende Ökologiebewusstsein der Hersteller und deren Zulieferer werden neben diversen Verpflichtungen und Umweltschutzrichtlinien eine teilweise Kostenreduktion (breiter Einsatz vorausgesetzt) sowie soziale Verantwortung und Willen zum gesellschaftlichen Engagement bezüglich Energiesparziele angeführt. Darüber hinaus spiele auch die Prävention zukünftiger Folgeschäden und etwaiger Klageansprüche von Kunden eine Rolle.

David Hsieh, Vizepräsident bei DisplaySearch und Autor des Reports, merkt zudem an, dass Energiesparen unabhängig von der Wirtschaftslage weltweit ein heißes Thema sei und Displays oftmals die Komponente mit dem höchsten Energieverbrauch aller elektronischen Produkte sei. Ziel des umfassenden Reports sei unter anderem auch mehr Bewusstsein für eine „grünere“ Display-Industrie zu schaffen.

Als eine auf natürliche Weise grüne Technologie hebt sich laut DisplaySearch in diesem Zusammenhang OLED hervor. Dies ergebe sich aufgrund der einfacheren Struktur, des reduzierten Materialbedarfs, und des geringeren Stromverbrauchs.

Der Report unterzieht zusätzlich die „grünen“ Bestrebungen und eingesetzten Technologien der 12 größten im Sektor tätigen Firmen Samsung, LG Display, AUO, CMO, CPT, Sharp, Sony, Lenovo, HP, Philips, Apple, Dell, Panasonic und LG Electronics, einer näheren Betrachtung.

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