Meko: leichter Quartalseinbruch auf dem europäischen Monitormarkt

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Laut dem aktuellen Display-Cast-Bericht hat der europäische Monitormarkt im dritten Quartal 3,6 Prozent eingebüßt. Als Vergleichsbasis dient der Zeitraum Juli bis August 2009. Ermittelt wurde die Negativquote vom britischen Marktforschungsunternehmen Meko, ein Schwesterunternehmen von Displaysearch.

Auf den ersten Blick mag die Entwicklung auf dem europäischen Monitormarkt seit dem zweiten Quartal 2010 versöhnlich stimmen – die Zuwachsrate beträgt immerhin stattliche 12,5 Prozent. Leider ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Zahlen im Vergleichszeitraum des Vorjahres besser waren. Generell wird ein Absatzrückgang im traditionell absatzstarken dritten Quartal immer als schlechtes Zeichen angesehen. Während der Monitormarkt 2009 noch leicht zugelegt hat, wurde der Weltmarkt für Monitorpanels Displaysearch zufolge in diesem Jahr durch Überkapazitäten negativ beeinflusst.

Rückläufig: Im dritten Quartal zeigt sich Europas Monitormarkt nicht von seiner besten Seite. (Bild: Meko)

Die Meko-Analytiker rechnen jedoch damit, dass die Monitorabsätze sich im vierten Quartal wieder deutlich erholen. Sie hoffen darauf, dass die Konsumenten zum Weihnachtsgeschäft auf Schnäppchenjagd gehen. Nicht wenige dürften versucht sein, geplante, aber nicht umgesetzte Einkäufe in dieser Zeit nachzuholen. Insgesamt rechnen die Experten für 2010 mit einem mäßigen Zuwachs auf dem europäischen Monitormarkt.

Der russische Markt hat im dritten Quartal aus Sicht der Marktforscher den größten Zuwachs erlebt. Laut Meko werden die hohen Wachstumsraten in den kommenden Monaten allerdings nicht mehr realisierbar sein. Im Gegensatz dazu hat der französische Markt enttäuscht: Vor allem der Bildungsmarkt zeigte zum Schulbeginn eine schlechte Performanz, weshalb Quartal drei gegenüber dem vorherigen Quartal insgesamt negativ abschneidet.

Der Quartalsrückgang in Jahresfrist kam nicht sonderlich überraschend für die Meko-Marktforscher, hatten sie doch einen Einbruch um 3,5 Prozent vorhergesagt. Azhar Mohd-Hashim, Experte für Desktopmonitore, kommentiert: „Die Quartalsergebnisse sind für Hersteller und Industrie gleichermaßen enttäuschend. Beide Seiten hatten gehofft, die Zahlen von 2009 zu übertreffen.“ Seiner Meinung nach handelt es sich aber nur um einen kurzfristigen Einbruch – bis Jahresende sieht er den Markt wieder im Aufwind.

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