Samsung-Notebooks: Weniger Aufträge an Zulieferer

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Taiwanesische Zulieferer für Notebook-Komponenten leiden unter den abnehmenden Auftragsvolumen seitens des Elektronikriesen Samsung. Wie DigiTimes berichtet, blieben die Bestellungen zwischen Juni und Oktober dieses Jahres um 60 Prozent hinter den Erwartungen zurück. Auch die Auslieferungen von Apples iMac werden mit 50 Prozent geringer beziffert als noch ein Jahr zuvor.

Experten gehen davon aus, dass die Absatzzahlen für Samsung-Notebooks die prognostizierten Werte für dieses Jahr nicht erreichen werden. In ihren Schätzungen gehen sie von einem Rückgang von 800.000 Stück gegenüber dem Vorjahr aus. So sollen nur mehr rund 13 Mio. Laptops weltweit über den Ladentisch gehen.

Samsung ATIV Book 9 Plus (Bild: Samsung)

Auch Entscheidungen anderer Notebook-Hersteller sorgt für Kopfzerbrechen bei den taiwanesischen Hightech-Zulieferern. So musste Winstron im Oktober einen Umsatzeinbruch von fast 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr hinnehmen, weil sich Lenovo und Acer dazu entschieden haben, wieder mehr selbst zu produzieren.

Insgesamt verzeichnete die gesamte Branche der ODMs (Original Design Manufacturer) im Monat Oktober einen Rückgang. Ein ODM stellt von anderen Unternehmen in Auftrag gegebene, jedoch zum Teil selbst entwickelte Produkte her, die letztlich unter dem Markennamen des Auftraggebers verkauft werden. Über 90 Prozent der Laptops weltweit werden auf diese Weise in Taiwan hergestellt.

Aber nicht alle taiwanesischen Zulieferer mussten mit Verlusten kämpfen. So bezifferte das ODM-Unternehmen Inventec zuletzt, eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr um 18,69 Prozent erreicht zu haben. In diesem Jahr beabsichtigt das Unternehmen insgesamt 20 Mio. Notebooks, unter anderem für Hewlett-Packard, Toshiba, Acer und Fujitsu-Siemens, auszuliefern.

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