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Tablet-Gaming knackt Zwei-Mrd.-Marke bis 2014

Technisch hochgezüchtete Tablet-Computer wie das kürzlich von Apple vorgestellte neue iPad-Modell etablieren sich zunehmend als brauchbare Nutzungsalternative für Games-Enthusiasten. Wie ein aktueller Bericht des britischen Marktforschungsunternehmens Juniper Research prognostiziert, wird der Markt für Tablet-Gaming in den kommenden Jahren einen gewaltigen Boom erleben: Die entsprechenden Umsätze, die 2011 noch bei 491 Mio. Dollar (370 Mio. Euro) lagen, sollen bis 2014 durch die Decke gehen und auf einen Rekordwert von 3,1 Mrd. Dollar (2,3 Mrd. Euro) nach oben klettern.

Trend: das iPad als Gaming-Plattform (Foto: flickr.com/Rob Boudon)

„Tablet-Computer bieten Gamern im Vergleich zu einem Handy eine Reihe von klaren Nutzungsvorteilen: Sie verfügen über einen größeren Bildschirm mit einer höheren Auflösung, einen stärkeren Prozessor und bessere Steuerungsmöglichkeiten“, erklärt Videospiel-Experte Hans Solar. Aber nicht nur aus technischer, sondern auch aus inhaltlicher Sicht seien die Touchscreen-Geräte mittlerweile für Videospieler interessant geworden. „Die Hersteller bemühen sich, die Angebotspalette an Tablet-Games schnell zu erweitern“, so Solar.

Ob die sehr optimistische Prognose von Juniper Research tatsächlich Realität werden wird, ist laut Solar im Moment aber noch schwer zu beurteilen: „Die Entwicklung des Tablet-Gaming-Marktes wird entscheidend davon abhängen, wie schnell die entsprechenden Endgeräte bei den Usern Verbreitung finden.“ Die britischen Marktforscher gehen jedenfalls fest von einem starken Aufwärtstrend aus: „Tablet-Computer sind die perfekten Geräte, um mobile Videospiele zu nutzen“, zitiert der Guardian die Autorin des Berichts, Charlotte Miller.

Ein gewichtiger Faktor in diesem Zusammenhang soll vor allem die Brieftasche der Nutzer sein, die bei Tablet-Besitzern offenbar generell praller gefüllt ist als beim durchschnittlichen Handy-User. „Tablet-Käufern steht in der Regel ein größeres Einkommen zur Verfügung, was dem Tablet-Gaming-Markt eine überaus lukrative Perspektive beschert“, meint Miller. Dieser Trend soll sich auch nach 2014 fortsetzen. „Bis 2016 wird dieser Bereich beinahe ein Drittel des gesamten Umsatzvolumens im Mobile-Gaming-Sektor ausmachen“, schätzt Juniper Research.

Dass Videospiele schon heute eine der beliebtesten Anwendungsfelder auf Tablet-Rechnern darstellen, beweist ein im April 2011 vorgelegter Google-Bericht. Demnach nutzen bereits 84 Prozent der Besitzer der portablen Touchscreen-Computer Spiele auf ihren Endgeräten. Diese liegen damit in der User-Gunst noch vor dem Suchen von Informationen (78 Prozent), der Abwicklung des E-Mail-Verkehrs (74 Prozent) und dem Konsum von Nachrichten (61 Prozent). (pressetext)

Andreas Roth

... ist Geschäftsführer der PRAD ProAdviser GmbH & Co. KG und darüber hinaus Chefredakteur von PRAD. Er stellte im März 2002 die Internetseite Prad.de mit dem Schwerpunkt Display Technologie online. Privat gilt er als absoluter Serienjunkie und Netflix Fan.

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