Telekom will Deutschlands größtes Cloud-Rechenzentrum bauen

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Die Deutsche Telekom errichtet in Sachsen-Anhalt auf einer Fläche von 150.000 Quadratmetern ein neues Rechenzentrum. Heute wird in Biere im Salzlandkreis der Grundstein gelegt für das mit einer Fläche von 30 Fußballfeldern „größte Rechenzentrum Deutschlands“.

Der Neubau soll gemeinsam mit einem schon bestehenden Rechenzentrum in Magdeburg ein Zwillingsrechenzentrum bilden. An beiden Standorten werde nach Fertigstellung eine Fläche von „nahezu acht Fußballfeldern“ allein für die Rechentechnik zur Verfügung stehen.

„In Magdeburg betreibt T-Systems heute schon das größte Rechenzentrum Ostdeutschlands“, erklärte der Konzern. Bei der Inbetriebnahme des Zwillingsstandortes in Biere im Jahr 2014 geht es um die „weltweit stark steigende Nachfrage nach Cloud-Diensten“. Der Typ Twincore-Rechenzentrum, wie er jetzt in Sachsen-Anhalt entsteht, wird als hochsicher bezeichnet, weil der Zwilling im Fall einer Störung sofort einspringen soll. T-Systems hat nach eigenen Angaben 22 Rechenzentren dieses Typs für Cloud-Dienste im Einsatz.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU): „Die Telekom gehört in Sachsen-Anhalt zu den wichtigsten Arbeitgebern.“ Rund 750 Mitarbeiter beschäftigt T-Systems im Rechenzentrum in Magdeburg. Mit dem Ausbau zu einem Twincore-Rechenzentrum speziell für Cloud-Dienste sollen 100 Arbeitsplätze in Biere und weitere 30 Jobs in Magdeburg entstehen.

Eine Unternehmensgruppe, bestehend aus Hannover Leasing als Investor sowie Ed. Züblin und der M+W als Bauarbeitsgemeinschaft, errichtet den Neubau, der vom Land Sachsen-Anhalt mit einem zweistelligen Millionen-Euro-Betrag gefördert wird. Die Finanzierung erfolgt über ein Bankenkonsortium unter Führung der Bayern LB. Die Telekom-Sparte T-Systems wird das Rechenzentrum nach Fertigstellung anmieten.

„Wir hätten das Rechenzentrum theoretisch auch in Norwegen oder Kanada errichten können“, sagte T-Systems-Geschäftsführer Ferri Abolhassan laut einem Bericht des MDR. Für Biere hätten die „Personalkosten“ und staatliche Förderungen gesprochen. Der Konzern werde selbst dort „im niedrigen dreistelligen Millionenbereich“ investieren.

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