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REPORTAGE: Inputlag Teil 25


Selbst mit den in diesem Test vorhandenen Mitteln ist die Bestimmung der reinen internen Verarbeitungszeit bis zur elektrischen Ansteuerung des Transistors nicht möglich gewesen, da hierfür die Tastspitzen direkt im Monitor an die Leitungen zu den einzelnen Transistoren des Panels hätten angelötet werden müssen.

Daher müssen wir uns damit zufrieden geben die mit dem Fotoempfänger aufgenommenen Helligkeitswerte als Referenz heranzuziehen.

Aber welcher Punkt ist nun der entscheidende? Bei Überschreitung von 50 Prozent der maximalen Intensität, da man dort wohl auch mit dem bloßen Auge eine deutliche Veränderung des Inhaltes wahrnehmen kann, oder doch erst bei Erreichen der vollen 100 Prozent? Oder wäre eventuell der erste Punkt angebracht, an dem eine Veränderung detektierbar ist?

Um die Unterschiede darzustellen, haben wir am Samsung 2494HM alle diese Werte aufgenommen und sogar noch weiter getrennt. Wenn, wie im letzten Bild gezeigt, nicht gleich das Maximum erreicht wurde, so wurde auch noch die Position des ersten Maximalwertes herangezogen. Somit erhielten wir für den 2494HM eine Maximalabschätzung für den Input Lag, inklusive der Reaktionszeit des Monitors, in der nur die Zeitpunkte berücksichtigt wurden, bei denen das erste Mal die maximal mögliche Intensität erreicht wurde.

Maximalabschätzung des Input Lags.

Hinzu kommt eine Minimalabschätzung, bei der die ersten Maxima herangezogen wurden, die eine Intensität über 50 Prozent zeigten.

Minimalabschätzung des Input Lags.

Und dann natürlich auch noch der Versuch den reinen Input lag, also möglichst ohne den Faktor Reaktionszeit festzuhalten, aufzunehmen. Dies ist im Graphen des Oszilloskops der Zeitpunkt, an dem die ersten Anzeichen einer steigenden Intensität festgehalten wurden.

Der Zeitpunkt der ersten Helligkeitsänderung kann näherungsweise den Input Lag ohne Reaktionszeit des Monitors angeben.

Für die anderen Monitore wurde es aufgrund des enormen Aufwandes bei der Bestimmung des ersten Maximums auf beide Arten belassen. Drei völlig unterschiedliche Möglichkeiten wurden anhand des Samsung Monitors gezeigt, genauere nachträgliche Tests erscheinen erst dann sinnvoll, wenn ein einheitliches Verfahren mit fest definierten Messgrößen etabliert wurde.

Ergebnisse

Monitor Input Lag [ms] inkl. Reaktionszeit Input Lag [ms] Maximal-abschätzung Input Lag [ms] Minimal-abschätzung Input Lag [µs]ohne Reaktionszeit
NEC 1.920 x 1.200 27±5 - - -
Samsung 1.600 x 1.080 6±2 6±2 5±2 625±37
Iiyama 18±6 21±5 15±5 -
ViewSonic 27±5 31±3 23±1 -

Tatsächliche Werte des Input Lags.

Die Fehler ergeben sich aus der Standardabweichung über die jeweiligen Messreihen. Für jeden Monitor wurden ca. 50 Messwerte gesammelt, eine Automatisierung war hier leider wieder nicht möglich.

Für den NEC war es möglich die Messung an die Überschreitung eines Schwellenwertes des Signals, welches über den optischen Sensors zugespielt wurde, einzurichten. Dieser lag bei ungefähr 90 Prozent der maximalen Intensität.

Die Werte der anderen Monitore setzen sich in der ersten Spalte aus allen ermittelten Werten der Input Lag Messungen inklusive der Reaktionszeit zusammen.

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