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TESTBERICHT: Dell U2415 Teil 8


Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim Dell U2415 messen wir mit 1,1 Millisekunden eine extrem kurze Signalverzögerung. Die halbe mittlere Bildwechselzeit ist mit 5,2 Millisekunden ebenfalls sehr kurz, insgesamt macht das ausgezeichnete 6,3 Millisekunden.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des Dell U2415 arbeitet mit White LED und leuchtet kontinuierlich. Der Vergleich im Diagramm zeigt: Sowohl bei voller als auch bei reduzierter Einstellung der Helligkeit wird der Lichtstrom nicht unterbrochen, wie das bei PWM-Backlights der Fall wäre. Deshalb entstehen auch keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flackern).

LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung.

Subjektive Beurteilung

Der Dell U2415 wird primär als Office-Gerät beworben. Seine schnelle Reaktionszeit macht ihn aber auch zu einem absolut tauglichen Gaming-Monitor, der nicht nur Gelegenheitsspieler zufriedenstellen dürfte. Im Praxistest waren bei Spielen und Videos keine ungewöhnlichen Nachzieheffekte oder Bewegungsunschärfen zu sehen.

Sound

Der Dell U2415 besitzt zwar einen kleinen Beeper für den Tastensound, aber keine dedizierten Lautsprecher. Optional ist die Dell-Soundleiste AC511 ab 30 EUR im Online-Versand erhältlich. Sie bietet 2,5 Watt Gesamt-Ausgangsleistung und wird einfach an der Unterseite des Rahmens angedockt.

DVD und Video

HD-Zuspieler wie Blu-ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen können direkt an die HDMI-Buchse des U2415 angeschlossen werden, der Ton wird an den Kopfhörerausgang weitergeleitet – auch via DisplayPort. Spezielle Multimedia-Features wie etwa Bild in Bild, TV-Tuner oder 3D-Wiedergabe bietet der U2415 nicht. Dafür ist – dank der guten Blickwinkelstabilität – der Filmspaß auch mit mehreren Zuschauern gewährleistet.

Der U2415 bietet eine Voreinstellung für Filme (Bildmodus "Film") an, die aber merklich kühler als die HDTV-Norm abgestimmt ist. Der Modus dürfte trotzdem so manchem gefallen, da zugleich die Farben etwas kräftiger wirken. In diesem Modus ist auch der "dynamische Kontrast" aktiv, der aber auf Wunsch abgeschaltet werden kann. Ferner können hier – im Gegensatz zum Modus "Standard" – zusätzlich Farbton und Sättigung geregelt werden.

Für alle, die eine möglichst natürliche, der Intention des Regisseurs entsprechende Wiedergabe bevorzugen, empfiehlt sich aber auch hier der sehr gut auf den sRGB-Farbraum abgestimmte Standardmodus, da der Farbraum der HDTV-Norm in etwa dem sRGB-Farbraum entspricht.

In dieser Konfiguration und der Helligkeitseinstellung 45 haben wir ein HD-Video am PC betrachtet. Der U2415 zeigt dabei ein sehr scharfes Bild mit kräftigen und natürlich wirkenden Farben, auch Hauttöne werden gut dargestellt. Der Schwarzwert und der Bildkontrast sind gut. In dunklen wie in hellen Szenen ist die Detailzeichnung gut. Nachzieheffekte bei schnellen Szenen traten nicht auf. Die Blickwinkelneutralität ist wie bereits beschrieben sehr gut.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Der U2415 besitzt zwei HDMI-Anschlüsse, beide sind MHL-fähig und können auch für die Zuspielung von Smartphones/Tablets genutzt werden. Diesen Anschluss haben wir auch für die Verbindung mit dem Blu-ray-Player genutzt.

Die Videowiedergabe kann laut Handbuch in 480i, 480p, 576i, 576p, 720p, 1.080i und 1.080p erfolgen. Die Wiedergabe von Halbbildmaterial in 1.080i klappte im Kurztest einwandfrei und war von der progressiven Darstellung kaum zu unterscheiden. Auch die für die Blu-ray-Wiedergabe wichtige Bildwiederholfrequenz 24Hz kann entgegengenommen werden. Die Wiedergabe wirkte ausgesprochen flüssig.

Wie bereits im Kapitel "Interpolation" beschrieben, bietet der U2415 aber keine Option für eine seitengerechte Darstellung von 16:9-Material an. Die Einstellmöglichkeiten im OSD für das Längen-/Seitenverhältnis beschränken sich auf 16:10, 4:3 und 5:4.

Die wichtigen 1.080p- und 720p-Signale werden somit verzerrt wiedergegeben und Gesichter unnatürlich in die Länge gezogen. Für eine qualitätsorientierte Zuspielung von externen Geräten wie zum Beispiel einem BD-Player ist das eigentlich ein K.o.-Kriterium.

1.080p: Links via DisplayPort, rechts via HDMI.

Eigenartigerweise wird bei der Zuspielung via DisplayPort trotz eingestellten 16:10-Formats automatisch ein unverzerrtes 16:9-Bild angezeigt. Am HDMI-Anschluss, wo es bei der Zuspielung von ConsumerGeräten darauf ankommt, ist das jedoch nicht der Fall und führt zwangsläufig zu einer Abwertung in dieser Kategorie.

Wer seine Videos vom PC aus via Software-Player zuspielt, den braucht das natürlich nicht zu kümmern, da die Skalierung dann sowieso von der Playersoftware durchgeführt wird. Es wäre trotzdem schön, wenn Dell diesen offensichtlichen Fehler bei der Umsetzung der Entwicklungsvorgabe zeitnah korrigiert oder besser gleich generell eine Option für seitenrichtige Darstellung im OSD anbietet. Von diesem Problem abgesehen, sind die Wiedergabequalitäten des U2415 nämlich sehr gut.

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