80 Mio. Euro Miese: Krise bei Toshiba reißt nicht ab

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Der krisengeschüttelte japanische Technologiekonzern Toshiba muss nach dem Bilanzskandal nun auch noch deutliche Verluste im Segment Computer und TV verkraften. Wie der Tokioter Konzern heute mitgeteilt hat, beläuft sich der Fehlbetrag für das Quartal April bis Juni auf umgerechnet rund 80 Mio. Euro. Zum Vergleich: Noch ein Jahr zuvor stand an dieser Stelle ein Plus von 350 Mio. Euro. Auch der Umsatz sank um fünf Prozent auf 9,9 Mrd. Euro.

Toshiba-Rechner: Konzern verharrt in der Krise (Foto: toshiba.com)

Die aktuell vorgelegten Geschäftszahlen verheißen nichts Gutes für das Großunternehmen sowie sein Management. Branchenbeobachter erwarten, dass die Erwartungen an Toshiba-Konzernchef Masashi Muromachi, der erst im Juli dieses Jahres das Ruder übernommen hatte, weiter wachsen dürften. Hisao Tanaka, sein CEO-Vorgänger, war zusammen mit anderen hochrangigen Managern des Unternehmens zurückgetreten, nachdem herauskam, dass Toshiba viele Jahre die Gewinne in seiner Bilanz zu hoch ausgewiesen hatte.

Ob Muromachi hingegen langfristig für eine Politur des stark in Mitleidenschaft geratenen Images von Toshiba sorgen kann, bleibt derzeit offen. Dennoch hat der neue CEO angekündigt, für einen umfassenden Kulturwandel im Konzern zu sorgen. Vor diesem Hintergrund sollen schlecht performende Bereiche wie das defizitäre Geschäft mit Computern und Fernsehern umfassend auf den Prüfstand und letztlich auch von Grund auf restrukturiert werden. (pte )

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