AGF: Digitalisierungsgrad bei 54 Prozent, noch immer 16,5 Millionen Analog-Haushalte

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54 Prozent aller deutschen TV-Haushalte verfügen über einen Digitalreceiver. Das besagen aktuelle Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) , einem Zusammenschluss von ARD, ZDF, ProSiebenSat.1 und RTL zur Fernsehzuschauerforschung.

Damit sind 19,4 der insgesamt knapp 36 Millionen Haushalte in der Lage, ihr Fernsehprogramm digital zu empfangen. Die Zahl derjenigen Nutzer, die noch ein analoges TV-Signal beziehen, liegt rechnerisch immer noch bei 16,6 Millionen.

Bereits über einen Zeitraum von zehn Jahren misst die AGF die Digitalisierungsquote. (Logo: AGF, Bild: Sharp)

Den Zuwachs – noch im Sommer 2011 waren die Digital-Gucker in der Minderzahl – führt die AGF auf Aufklärungskampagnen zurück, in denen Hersteller, Sender und Provider darauf hinweisen, dass am 30. April 2012 die analoge Verbreitung des TV-Signals per Satellit ausläuft. Entgegen anders lautender Spekulationen dürften in deutschen Kabelnetzen in den nächsten Jahren noch immer analoge Signale verfügbar sein.

Im sogenannten Fernsehpanel, das 5.640 Haushalte mit etwa 13.000 Personen erfasst, ermitteln die Marktforscher die Zahl der digitaler Receiver bzw. TV-Geräte mit integriertem Digitaltuner. Die teilnehmenden Haushalte werden auf 36 Millionen Einheiten mit rund 72 Millionen Personen ab drei Jahren hochgerechnet, somit steht einer der Panel-Haushalte stellvertretend für 6.000 bundesdeutsche Haushalte. 2001 lag die Digitalisierungsquote bei etwa sechs, 2003 bei 8,8 Prozent. Künftig will der Zusammenschluss auch die Nutzung von IPTV erfassen.

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