Apple: Klage wegen App-Kostenfallen für Kinder

0
44

Das Geschäft mit Smartphone-Apps hat sich für Apple zu einer regelrechten Goldgrube entwickelt. In den USA hat sich der Konzern nun aber den Zorn mehrerer Eltern zugezogen, die vor einem Gericht im Bundesstaat Kalifornien eine Sammelklage gegen den IT-Riesen eingereicht haben. Hintergrund der Aufregung sind sogenannte „Bait-Apps“, die Apple in seinem App Store anbietet. Hinter den Anwendungen verstecken sich Spiele wie „Smurfs‘ Village“, die nach Ansicht der Kläger darauf abzielen, Kinder und Jugendliche zum Kauf von virtuellen In-App-Gegenständen zu verleiten und so sehr schnell zu Kostenfallen für User werden.

App-Streit: In-App-Käufe werden zur Kostenfalle (Foto: flickr.com/apdk)

„Unter den vielen tausend Apps, die Apple zum Kauf anbietet, finden sich auch viele Spiele für Kinder und Jugendliche“, zitiert der Telegraph aus den entsprechenden Gerichtsakten die Position der Ankläger. Viele der betreffenden Titel seien speziell dafür entwickelt worden, um junge User zum Einkaufen zu verleiten. „Diese Spiele werden oft gratis angeboten, machen bewusst in höchstem Maße abhängig und tendieren dazu, die Kinder zum Kauf von virtueller Spielwährung zu verleiten“, so der Vorwurf.

In der Praxis scheint diese fadenscheinige Geschäftsstrategie der App-Entwickler gut aufzugehen. So würden in einigen Fällen für einzelne Transaktionen Summen von bis zu 100 Dollar oder mehr verlangt, schildern die erzürnten Eltern laut Anklageschrift. Einige Eltern berichten sogar davon, dass sie sich innerhalb kurzer Zeit mit App-Store-Rechnungen von mehreren hundert Dollar konfrontiert gesehen haben.

Als Hauptproblem orten die Kläger den zu schwachen Passwortschutz für App-Einkäufe in Apples App Store. Diese sind 15 Minuten nach der ersten Installation auch ohne die neuerliche Eingabe eines Codes uneingeschränkt möglich. „Hier liegt die Hauptgefahr für unbeabsichtigte Einkäufe“, resümieren die verärgerten Eltern. (pressetext)

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen