Apple und Samsung trotzen Billig-Smartphones

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Der Handy-Markt wächst aktuellen Analysten-Zahlen zufolge ungebrochen, wobei das Smartphone-Segment zunehmend die treibende Kraft darstellt. Im zweiten Quartal 2013 waren von insgesamt 408 Mio. ausgelieferten Geräten bereits 52 Prozent Smartphones, so ABI Research. Die größten Hersteller sind nach wie vor Samsung und Apple, wie auch IDC bestätigt. Doch Billig-Hersteller machen zunehmend Druck und gewinnen unter anderem mit Android-Geräten für schnell wachsende Märkte an Boden. Im Herbst steht ein heißer Kampf um das Mittelklasse-Segment bevor, so die Prognosen.

Galaxy und iPhone: Die Konkurrenz wächst (Foto: gillyberlin, flickr.com)

„Trotz Bedenken, dass es eine Sättigung bei Premium-Smartphones gibt, haben sowohl Samsung als auch Apple bessere Ergebnisse gehabt als erwartet“, so ABI-Analyst Michael Morgan. Dank boomender Nachfrage hat Samsung demnach im zweiten Quartal 2013 knapp 44 Prozent mehr Smartphones verkauft als im Vergleichszeitraum 2012 – was sich perfekt mit den IDC-Statistiken deckt. Diesen zufolge hat auch Apple ein Fünftel mehr Geräte abgesetzt als vor einem Jahr – und doch ist das ein Zeichen, dass die Platzhirschen unter Druck geraten.

Die Nummer drei LG und Nummer vier Lenovo hatten sogar dreistellige Zuwachsraten, die Nummer fünf ZTE immerhin 57,8 Prozent mehr Geräte abgesetzt. Insgesamt ist der Smartphone-Markt IDC zufolge in der Vergleichsperiode um über 50 Prozent gewachsen. Auch kleinere Hersteller, die sich derzeit nicht unter den Top-5 finden, zählten zu den Gewinnern – im Schnitt mit plus 60,5 Prozent. So verweist IDC darauf, dass beispielsweise Alcatel und Huawei dank relativ günstiger Android-Geräte für Wachstumsmärkte wie Indien und China deutlich zulegen konnten.

Gerade im Highend-Segment haben Samsung und Apple einen sehr hohen Marktanteil, doch auch hier ist steigender Konkurrenzdruck zu erwarten. „Jüngste Gerätevorstellungen und bevorstehende Launches signalisieren, dass mehr Hersteller auf dieses Segment abzielen“, weiß Ramon Llamas, Research Manager bei IDC. Vergleiche zu Galaxy- und iPhone-Modellen werden dabei unvermeidlich sein. Doch auch im wachsenden Billig-Segment erwartet IDC eine heiße Schlacht. „Der Schlüssel für Anbieter wird sein, die Preise unten zu halten und doch Premium-Geräte und -Services anzubieten“, so Llamas.

ABI wiederum erwartet, dass sich Premium- und Billig-Hersteller zunehmend in der Mitte treffen werden. „Die zweite Jahreshälfte 2013 wird durch starken Wettbewerb geprägt sein, zwischen preislich aggressiven OEMs, die sich wegen höherer Margen in die Mittelklasse bewegen, während die Top-Hersteller auf der Suche nach weiterem Wachstum ihre Portfolios Richtung Mitte diversifizieren“, meint Jeff Orr, ABI Research Senior Practice Director. Das Analystenhaus erwartet, dass sich beispielsweise Huawei, ZTE und Lenovo in Richtung höherwertiger Marktsegmente orientieren und so weiter Druck machen. (pressetext)

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