ASUS öffnet Eeepad Transformer für Custom ROMs

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Der taiwanesische Elektronikhersteller ASUS hat ein Tool zum Entsperren des Bootloaders seines Tablets „Eeepad Transformer Prime“ veröffentlicht. Der Touchscreen-PC, der zu den aktuell leistungsfähigsten Mobilgeräten im Android-Segment zählt, kann nun von Community-Bastlern mit alternativen Portierungen des Betriebssystems bespielt und mit neuen Funktionen ausgestattet werden.

Die Veröffentlichung des Bootloader Unlockers erfüllt damit ein Versprechen, dass das Unternehmen gegenüber seinen Kunden Ende des vergangenen Monats gegeben hatte. Schon früher wurde mit dem Release eines offiziellen Updates auf Android 4 „Ice-Cream Sandwich“ eine weitere Zusage eingelöst.

Eee Pad: ASUS-Tablet nun offen für Custom ROMs (Foto: ASUS)

Die im Support-Bereich der Produktseite herunterladbare, 622 Kilobyte große APK ermöglicht den unproblematischen Zugriff auf die Fastboot-Funktion des Gerätes. Über diese ist es möglich, selbst angepasste Versionen von Android auf das Gerät aufzuspielen. Dies erlaubt in Zukunft der Nutzercommunity, kommende Android-Versionen mit dem Eee Pad Transformer Prime zu nutzen, selbst wenn ASUS diese nicht mehr offiziell unterstützt.

Die Benutzung des Entsperrprogramms setzt eine vorhergehende Installation der aktuellsten Betriebssystem-Updates voraus. Der Hersteller weist zudem auf den Verlust der Garantie durch das Bespielen mit einem nicht-offiziellen ROM hin. Die Firma hatte in den vergangenen Monaten zahlreiche Beschweren von Tablet-Nutzern erhalten, die gegen die Absicherung des Bootloaders protestiert hatten.

Damit sind nun Projekte wie CyanogenMod am Zug, die sich auf die Erstellung von selbstangepassten Android-Versionen spezialisiert haben. Dort hat man Mitte Januar einen neuen Meilenstein gesetzt, denn seitdem sind gleichzeitig mehr als eine Mio. Geräte mit der Community-Version des Google-Systems in Betrieb.

Nicht immer verhindert ein gesperrter Bootloader die Entwicklung von Custom-ROMs. Schon öfters ermöglichten Fehler in der Sicherheitsarchitektur oder Software der Geräte trotzdem das Bespielen mit alternativen Builds. So wird etwa das Milestone-Smartphone von Motorola dank eines Lecks bis heute mit einer angepassten Variante der CyanogenMod versorgt, die stetig um neue Funktionen erweitert wird. (pte.de)

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