Auferstehung: Sharp belebt die Elite-X5-Serie für allerhöchste Ansprüche

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Noch heute sehen anspruchsvolle Puristen KURO-Plasma-TVs von Pioneer als Geräte mit der besten Bildqualität an. Trotz der Popularität der Elite-Modelle gelang dem Hersteller der Schritt über die Gewinnschwelle nicht; 2008 musste die Produktion eingestellt werden. Nachdem sich zu Jahresbeginn eine Fortsetzung der Erfolgsgeschichte andeutete – Pioneer war sich mit Sharp einig geworden, die Elite-Serie unter Pioneers Markennamen wieder auferstehen sollte – ist die Zeit reif für den Marktauftritt.

Auf der IFA will Sharp die Auferstehung der Elite-X5-TVs feiern. (Foto: Sharp)

Für die Fertigung soll Sharp verantwortlich zeichnen, die bereits die Lizenz für Pioneers Plasma-Technologie übernommen haben. Allerdings sind die neuen Elite-LED-TVs mit Sharp-LCD-Panels ausgestattet, deren Vorgänger bereits früher in LCD-TV-Serien von Pioneer verbaut wurden und keine überragende Resonanz erhielten. Fraglich ist deshalb, wie Sharp an die Bildqualität der KURO-Plasmas heranreichen will.

Zunächst kommt die proprietäre RGB+Y-Technik zum Einsatz, deren zusätzliche gelbe Subpixel die Farbpalette deutlich erhöhen. Ferner sollen die Panel lichtstärker sein, obwohl sie weniger Energie verbrauchen, und aufgrund der in acht Millionen Bildpunkten resultierenden Subpixel-Anordnung detailreichere Bilder liefern.

Beleuchtet werden die Panel mittels Full-LED-Backlight, die gegenüber der Edge-lit-Technologie den Vorteil einer gleichförmigen, helleren Ausleuchtung haben. Zudem sind solche Displays local-dimming-fähig, was zu besseren Schwarzwerten und präziser Ausleuchtung führt. Für maximale Bildschärfe und weiche Übergänge implementiert Sharp Fluid-Motion-Technologie, die es mit 240-Hertz-Frequenz und Scanning Backlight auf 740 Hertz bringen soll.

Unter dem schlanken Gehäuse der Elite-TVs aus gebürstetem Aluminium steckt überdies eine Vielzahl aktueller Features, angefangen von aktiver 3D-Shutter-Technologie und Internetanbindung für kostenlose sowie bezahlpflichtige Premiumdienste. Von diversen AV-Modi soll einer sogar die Grundeinstellungen früherer Elite-Modelle replizieren. Auch eine optionales Kamera-Kit fürs Skypen wird erhältlich sein. Alle Geräte sind THX(3D)- und ISD-zertifiziert.

Vorerst kündigte Sharp zwei US-Versionen an . Für rund 6.000 US-Dollar wird der 60-Zöller PRO-60X5FD angeboten, das PRO-70X5FD getaufte Schwestermodell bietet eine Diagonale von 70 Zoll und soll circa 8.500 US-Dollar kosten. Beide Geräte verfügen über Full-HD-Auflösung, ein HDMI-Quintett und USB-Doppel. LAN-Anschluss und analoge PC- und Videoeingänge werden flankiert von etlichen Audioein- und Ausgängen. Laut Sharp können Besucher der diesjährigen IFA einen näheren Blick auf die Europa-Ausführung der neuen Elite-X5-TVs werfen.

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