Aufwind für Telefonieren via Handkurbel

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Auf der Internationalen Funkausstellung Berlin (IFA) 2012 hat US-Hardware-Hersteller Eton eine umweltfreundliche Methode zum Aufladen leerer Mobiltelefon-Akkus präsentiert. Mit dem »Boost Turbine Charger« können verzweifelte oder besonders gewissenhafte User ihr Handy über eine Kurbel in Handarbeit mit Energie versorgen. Das Gerät kann auch als Stromversorgung für andere Geräte dienen, die sich über USB-Kabel mit Energie versorgen lassen. Neben dem Kurbel-Modus verfügt der Akkupack auch über einen Anschluss zur Stromversorgung via Handy-Ladegerät.

Eton Scorpion (Bild: Eton)

Der Boost Turbine Charger ist als Notstromversorgung für Elektrogeräte gedacht. Nach dem Aufladen über die Steckdose fungiert das Gerät als normaler Zusatz-Akku, wenn alle Stricke reißen, kann die Stromversorgung manuell aufrechterhalten werden. Eine Minute Kurbeln bringt laut Hersteller genug Energie für einige SMS oder die Aktivierung von GPS oder Kamera in einer Notsituation. Dvice.com spricht von 30 Sekunden Gesprächszeit pro Minute Handarbeit. Der Kurbel-Generator besteht aus einem 180 Gramm schweren, 13 mal 5,5 mal 2,5 Zentimeter großen Alu-Gehäuse, in dem die Kurbel im Normalbetrieb verborgen wird.

Umweltbewusste Nutzer suchen sich besser andere Wege, um Energie zu sparen. »Im Hinblick auf den durchschnittlichen Stromverbrauch eines Haushalts ist der Verbrauch von Mobiltelefonen sehr gering. Kleinvieh macht zwar auch Mist und jede nicht verbrauchte Kilowattstunde ist zu begrüßen, aber in Privathaushalten gibt es bei TV, Kühlgeräten, Waschmaschinen, Computern und anderen Geräten viel größere Einsparungspotenziale. Die Hersteller der Smartphones senken den Verbrauch tendenziell sogar noch weiter«, sagt Heinrich Sigmund von der Österreichischen Energieagentur.

Das Ladegerät kommt in zwei verschiedenen Versionen. Die stärkere Variante verfügt über einen 2.000-mAh-Akku, der ein iPhone komplett aufladen kann, wenn er voll ist. Die schwächere 1.000-mAh-Variante kann den Apple-Akku lediglich zu 50 Prozent wiederbefüllen. Beide Geräte verfügen über einen Standard-USB-Anschluss, über den angeschlossene Gadgets geladen werden. Ein Micro-USB-Eingang ermöglicht das Aufladen des Akku-Packs mittels Handy-Ladegerät an der Steckdose.

Die Kurbel ist eigentlich nur zur Überbrückung kurzer Energieengpässe in absoluten Notfällen gedacht. Allerdings könnte die Zusatzbatterie theoretisch auch komplett durch schweißtreibende Handarbeit geladen werden. »Das würde allerdings einige Stunden dauern. In einem Notfall, wenn der Strom dringend gebraucht wird, wäre es aber durchaus möglich«, sagt ein Sprecher von Eton gegenüber gizmag.com. Der Strom fließt angeblich, sobald die Kurbel betätigt wird. Die beiden Versionen des Öko-Akkus sollen in den USA ab 1. Oktober erhältlich sein.

Die erwarteten Preise sind 49,99 Dollar für die schwächere und 59,99 Dollar für die stärkere Variante. (pressetext)

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