AUO-Vize senkt Absatzprognose für LCD-TVs, OLED-TVs vor 2014 zu teuer

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Paul Peng, Vizepräsident des taiwanischen Panelherstellers AU Optronics (AUO), hat seine Absatzprognose für LCD-TVs nach unten korrigiert. Während Peng vor Kurzem noch davon ausging, dass 2011 insgesamt 215 Millionen Flachbildfernseher verkauft würden, reduzierte er seine Vorhersage Ende Juli auf 205 Millionen Geräte.

Weil die Panelpreise die Preise für Endgeräte beeinflussen und umgekehrt, kann Paul Peng nicht an seiner vorherigen Absatzprognose festhalten. (Bilder: AUO)

Wie die Digitimes berichtet, hat Peng die Prognose mit Hinblick auf die gegenwärtige Preisentwicklung verändert. Das fortgesetzte Sinken der Preise für LCD-TVs im Einzelhandel hätte dazu geführt, dass die Panellieferanten gezwungen gewesen seien, ihre Panel ebenfalls günstiger anzubieten. Nach Darstellung des AUO-Oberen sei aufgrund dessen jeglicher Spielraum der Preise für TV-Panel nach unten bereits ausgeschöpft.

Folglich habe auch das Preisniveau für LCD-TVs einen Fixpunkt erreicht, von dem aus weitere Preiszugeständnisse unmöglich seien. Letztlich liege es darin begründet, wenn die Weltnachfrage nach Flachbild-Geräten die Prognose von einst nicht erreichen werde. Für 2011 hat sich Peng vorgenommen, den Anteil von LED-beleuchteten TVs bei AUO auf bis zu 45 Prozent zu steigern. Darüber hinaus soll jedes zehnt Modell 3D-fähig sein.

Auch zu der von LG Display geplanten Vorstellung von OLED-TVs mit Displaydiagonalen von 55 Zoll äußerte Peng sich. So sei die Herstellung von OLED-Panels in dieser Größenkategorie deutlich kostspieliger als die von LCD-TV-Panels, wird der von der Digitimes zitiert. In der Hauptsache sei das den Auslastungsraten geschuldet, die im OLED-Bereich noch viel zu niedrig sind – wie in vielen anderen Bereichen ermöglicht erst die Massenherstellung eine Anpassung der Preise. In der kommerziellen Nutzung sieht Paul Peng die neue Bildschirmtechnologie deshalb nicht vor dem Jahr 2014.

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