Aus für TV-Geschäft: Hitachi zieht den Stecker

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Nach 55 Jahren trägt Hitachi dem sich verschärfenden Wettbewerbsumfeld Rechnung und gibt die In-House-Produktion von TV-Geräten auf. Noch vor Ende des laufenden Geschäftsjahres im März 2011 will man sich vom aktiven Part des Geschäfts verabschieden.

Keine TVs mehr in Eigenproduktion – Hitachi lagert die TV-Produktion komplett aus. (Foto: Hitachi)

Zu schlecht ist Rentabilität der TV-Sparte, zu aufreibend der immer intensiver geführte Preiskampf gegen die südkoreanischen und andere ausländische Rivalen. Das schreibt die japanische Zeitung Yomiuri Shimbun unter Berufung auf Angaben des Unternehmens. Hat sich die Firma aus dem Markt zurückgezogen, verbleiben dort noch fünf Unternehmen, unter ihnen Panasonic, Sharp und Sony.

Rückblickend ist der Schritt die logische Konsequenz aus wenig erfolgreichen Sparmaßnahmen und dem sich verschärfenden Wettbewerbsumfeld: Bereits 2008 zog sich Hitachi aus einem Joint-Venture zur LCD-Panelherstellung zurück. Das Aus für die Plasma-Produktion kam wenig später im gleichen Jahr, im Herbst 2010 stellte man die Fertigung von TVs im Ausland ein.

Zwar werde man auch künftig TV-Geräte entwickeln, diese aber im Ausland produzieren lassen, namentlich in Taiwan. Die Fremdherstellung wird man den neuen Modellen nicht ansehen – sie sollen das Hitachi-Logo tragen.

In Minokamo, wo Hitachi das einzige Werk auf japanischem Boden betreibt, wurden bislang LCD- und Plasmageräte unter dem Markennamen Wooo gefertigt. 2010 rangierte das Unternehmen im einheimischen Markt auf Rang fünf der sechs bedeutenden japanischen TV-Hersteller. Allerdings kamen die Wooo-TVs nur auf einen Marktanteil von 4,6 Prozent.

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