NEC 2690WUXi (Prad.de User)

  • Nur kurz zum Huey: Nach dem, was ich so in diversen Foren zum Huey gelesen habe, würde ihn nicht unbedingt besser einstufen als ein Spyder II (hab aber selber keine Erfahrung mit dem Gerärt)... aber wirklich empfehlen kann man ab einem gewissen Anspruch wohl keins von beiden, weder Spyder II noch Huey ("Pest oder Cholera..." ;)).


    Eye-One Display LT gibts tatsächlich für 149 € im colorconfidence Shop:


    Weiss jemand, worin der Unterschied zwischen Display LT und Display 2 besteht? Messgerät? Software?

  • Quote

    Eye-One Display LT gibts tatsächlich für 149 € im colorconfidence Shop:


    Nettopreis...


    Quote

    Weiss jemand, worin der Unterschied zwischen Display LT und Display 2 besteht? Messgerät? Software?


    Das Messgerät ist identisch. Die Software ist beim LT Modell beschnitten.
    Beim LT kannst du nur unter 2.2 und 1.8 Gamma, oder zwischen 6500°C und 5000°C wählen. Freie Werte dazwischen (wie beim EyeOne Display 2) sind nicht möglich. Weiterhin fehlt beim LT die Möglichkeit eine Zielhelligkeit vorzugeben.

  • So jetzt hab ich mich mal durchgelesen, verstanden hab ich aber nur 50 %.


    Vielleicht kann mal jemand zusammen fassen, so dass es auch ein eher durchschnittlich intelligenter Mensch ohne Physik- o. Technikstudium versteht:


    1. Ist der WUXi jetzt ein empfehlenswerter Monitor speziell für Bildverarbeiter und Fotografen oder nicht?
    2. Lässt er sich hardwareseitig kalibrieren (mit deutscher Spectraview-Software?). Wenn nicht, ist eine softwareseitige Kalibrierung ausreichend?
    3. Lassen sich versch. Profile abspeichern und bei Bedarf auch laden?
    4. Welches Kalibrierungstool taugt etwas für diesen Monitor, von welchen ist abzuraten?


    Vielen Dank!

  • 1. Ist der WUXi jetzt ein empfehlenswerter Monitor speziell für Bildverarbeiter und Fotografen oder nicht?


    Für Bildbearbeiter und Fotografen: Ja.


    2. Lässt er sich hardwareseitig kalibrieren


    Ja.


    (mit deutscher Spectraview-Software?).


    Nein. Nur mit der amerikanischen Spectraview II Software.


    Wenn nicht, ist eine softwareseitige Kalibrierung ausreichend?


    Ausreichend...naja. Jedenfalls deutlich schlechter als eine hardwaremässige Kalibrierung. Wenn Du per Software i.V.m. mit der Graka kalibrierst, reissen die Farben eher ab...also keine so schönen Farb- bzw. Grauverläufe.


    3. Lassen sich versch. Profile abspeichern und bei Bedarf auch laden?


    Ja.


    4. Welches Kalibrierungstool taugt etwas für diesen Monitor, von welchen ist abzuraten?


    Eye One LT ist gut. Spyder ist schlecht.

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    Ausreichend...naja. Jedenfalls deutlich schlechter als eine hardwaremässige Kalibrierung.


    ...aber deutlich besser, als es jemand erwartet, der solche Fragen stellt.
    -Auch wenn er / sie eine gute Nikon verwendet. ;)
    Um's mal anders auszudrücken: Der NEC 2690 ist der T-Rex im Preisbereich bis ca. 2500,- Euro.


    Quote

    Wenn Du per Software i.V.m. mit der Graka kalibrierst, reissen die Farben eher ab...also keine so schönen Farb- bzw. Grauverläufe.


    Ich bin sicher kein EBV Profi. Aber selbst unter Laborbedingungen dürfte eine solche Vorführung dieser "Schwäche" mit einem 2690 schwer fallen. Habe ich Recht? :D

  • "...aber deutlich besser, als es jemand erwartet, der solche Fragen stellt."


    Was ist an den Fragen auszusetzen? Man kann ein technischer Idiot sein und dennoch hohe Ansprüche an Qualität haben und diese auch erkennen.


    In diesem Sinne, vielen Dank an ntl für die ausführliche Antwort und Danke auch
    Tiefflieger für die Meinung.


    Die Meinungen scheinen ja doch auseinanderzugehen, (nicht nur) was die Kalibrationsart angeht. Prad-Test sagt im Prinzip kein großer Unterschied
    in der Bildqualität, für ntl ist softwareseitig "deutlich schlechter".


    In diesem Zusammenhang noch eine unqualifizierte und einfache Frage: Wer weiss, wie man an die amerik. Spectraview-Software rankommt (ohne Bekannte in USA?)?

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    "...aber deutlich besser, als es jemand erwartet, der solche Fragen stellt."


    Was ist an den Fragen auszusetzen?


    Tiefflieger wollte dir doch die Fragen nicht verbieten, sondern nur klarstellen, dass der Unterschied kleiner ist, als du nach der Antwort von ntl annehmen könntest.

  • re: nikonforever


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    Ist der WUXi jetzt ein empfehlenswerter Monitor speziell für Bildverarbeiter und Fotografen oder nicht?


    Ja - und eine vergleichsweise kostengünstige Alternative zu den deutlich teureren NEC SpectraViews und EIZO ColorGraphics-Modellen ist er obendrein.



    Quote

    ist eine softwareseitige Kalibrierung ausreichend?


    Softwareseitig ist beim 2690WUXi speziell die Kalibration auf den kleineren sRGB-Farbraum relativ aufwendig und anfänglich mit vielen Versuchen, Geduld und Mühe verbunden - aber machbar.


    Die Hardwarekalibration hat vor allem den Vorteil, daß die SpectraViewII-Software dem Anwender die meiste Arbeit abnimmt und quasi alles selbsttätig erledigt.



    Quote

    Wer weiss, wie man an die amerik. Spectraview-Software rankommt (ohne Bekannte in USA?)?


    Wie man ohne Bekannte in den Staaten AUF LEGALEM WEGE an die Software rankommt, weiß hier wohl niemand. Das ist auch kaum machbar - für Deutschland hat NEC seine SpectraView-TFTs als hardwarekalibrierbare Lösung vorgesehen.



    An dieser Stelle eine kleine (aber feine) allgemeine Information betrefflich grundsätzlicher Verhaltensregeln im PRAD-Forum:


    Wenn gewisse User meinen, im PRAD-Forum allzu öffentlich illegale Softwarekeys verschieben zu müssen, dann hat/haben der/die 'Täter' mit Abmahnung und/oder Löschung ihres PRAD-Accounts zu rechnen.


    Das PRAD-Forum ist ein Diskussions- und Informationsportal für TFT-Interessierte und keine Plattform für illegale Handlungen jeglicher Art.




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    Was ist an den Fragen auszusetzen?


    Gar nichts. Ich find deine Fragen toll. =)




    Gruß

  • Aloha!


    Nach längerer Abwesenheit möchte ich mich auch mal wieder einmischen...
    Es geht um die Diskussion von corpser und ntl...
    Am ende des längeren Postings ist ein Lösungsvorschlag für Corpsers Problem.


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    Original von ntl
    Mit der normalen Einstellung (= voller Gamut) wirken alle Farben unnatürlich grell, es sei denn, Du verwendest eine Anzeigesoftware mit Farbmanagement UND dasjenige, was angezeigt werden soll, hat ein Farbprofil. Diese Voraussetzungen sind natürlich im realen Leben oft nicht erfüllt, da z.B. Browser idR kein Farbmanagement und Bilder im Web oft kein Farbprofil haben.


    Es bleibt Dir dann nur noch der Ausweg, auf den sRGB Modus umzuschalten. Der ist aber beim NEC ziemlich verhunzt (= nicht farbtreu, weicht stark vom echten sRGB Farbraum ab) und lässt sich auch nicht anständig per Hardware kalibrieren. (Der Samsung XL20 hat z.B. einen deutlich besseren sRGB Modus.) Du kannst den sRGB Modus durch eine Kalibrierung des Graka LUT (um den Preis abgerissener Farben) kalibrieren. Dann sieht es halbwegs "normal" aus. Dafür musst Du dann jedesmal, wenn Du richtige Bildbearbeitung machen willst, auf den anderen Modus (voller Gamut) umschalten UND zusätzlich das Farbprofil austauschen. Sehr komfortabel, nicht? ;)


    Aaaalso: Soweit ich weiß, kann man den Monitor auch auf sRGB hardwareseitig kalibrieren. Wenn man also einen sRGB Monitor haben möchte, dann kann man auch die Stärken dieses Gerätes sozusagen abschneiden. Der vorgefertigte sRGB-Modus ist damit jedoch nicht gemeint.


    Die Farben im AdobeRGB sind weder zu grell noch übersättigt! Das trifft vielleicht dann zu, wenn die Kalibration nicht stimmt. Nach dem, was ich hier gelesen habe, ist anscheinend genau das der Fall. Hier wird anscheinend erwartet, daß ohne Colorimeter der Monitor erraten kann, welche Grafikkarte angeschlossen ist, wie diese die Farben verbiegt und was der User für merkwürdige Einstellungen vornimmt.
    Wenn man schon semi-professionell EBV betreiben möchte, dann sollte einem klar sein, daß es keinen perfekten Weg gibt, der um ein Colorimeter herum führt.
    Die softwareseitige Kalibration mittels Colorimeter (also per LUT der Grafikkarte) liefert ein wirkliches gutes Bild, bei dem die Farben schonmal passen. Es ist auf jeden Fall besser als den Monitor per Hand einzustellen - außerdem verbietet einem ja keiner irgendwelche nachjustierungen zu versuchen, wenn man denn meint, daß man es besser als der Sensor sehen könnte.
    Die hardwareseitige Kalibration lässt dann jedoch keine Wünsche mehr übrig.


    Nochmal zu den grellen Farben:
    Genau DAS ist AdobeRGB! Schaut euch einfach mal an, wie die Farbräume liegen und was die Unterschiede der Farbräume sind!
    Es geht bei den Farbräumen nicht darum, daß mehr Feinabstufungen zwischen den "gewöhnlichen" Farben darstellbar sind sondern eben genau darum, daß man sich weiter an echtes Rot, echtes Grün und echtes Blau nähert.
    "Unnatürlich" ist dafür auch eigentlich der falsche Begriff. Wenn Du eine Bildquelle mit sRGB hast, dann ist diese Unnatürlicher, da sie ein vollständiges Rot wesentlich schlechter wiedergeben wird, als es Dein Monitor kann.


    Beim Surfen im Netz ist es eigentlich herzlich egal ob sRGB oder AdobeRGB. 99% der Seiten sind nicht farbkritisch. Ich surfe auf AdobeRGB, obowhl ich genau weiß, daß sRGB der Standard für Webseiten ist. Das Ergebnis: Schön bunt! ;) Nunja, etwas frischere Farben tun nicht weh und manchmal bringt es einen sogar zum lachen: Besucht doch mal die Seite von ProSieben!
    Disclaimer: Das Bundesministerium für Gesundheit warnt: Der Besuch von kann im AdobeRGB zu Augenkrebs führen. :]


    Vergleich zum Samsung LED-Monitor:
    Der Farbraum ist definitiv nicht viel größer. Ja, er ist größer. Aber man sollte sich nur mal hier den Vergleich zwischen NEC reference21 und WUXI angucken und wird feststellen, daß ein sichtbarer Unterschied vorhanden, dieser jedoch nicht umwerfend ist.
    Dennoch hätte ich nichts dagegen, wenn der Farbraum von meinem WUXI so groß wäre... Aber man kann halt nicht alles haben. Dafür kostet der Monitor auch nur einen Bruchteil dessen.
    Der Samsung hat andere Schwächen - die Größe ist ja auch nicht gerade zu vernachlässigen.


    Wenn Du zwischen EBV-Software und Excel hin und herschalten mußt und dabei IMMER ein anderes Farbprofil auswählen wollen würdest, dann müssten schon die Programme eigenständige Farbprofile aufweisen.


    ---------------------------


    Lösungsvorschlag


    Wie wäre es damit: Photoshop kann doch mit Farbprofilen umgehen...


    1. Kalibriere den Monitor Hardwareseitig über die Spectraview II Software mit EyeOne Display II oder LT auf AdobeRGB.
    2. Kopiere das unter Punkt 1 erstellte Farbprofil irgendwo hin.
    3. Erstelle Dir ein Softwareseitiges sRGB Farbprofil (sollte mit der Gretag Match Software funktionieren)
    4. Richte Dir Photoshop oder Deine sonstige EBV-Software so ein, daß es das AdobeRGB-Farbprofil verwendet.


    Das Ergebnis sollte dann so sein, daß Windows selbst, Browser, Excel, etc mit dem softwareseitig erstellten Farbprofil im sRGB arbeiten aber bei der Bildverarbeitung Photoshop das "große" Profil benutzt und alles korrekt darstellt.


    Ganz einfach, Du mußt nichtmal eine Taste drücken beim Wechseln der Anwendung UND es ist bestimmt genauer als die Lösung irgendeines anderen Monitors mit einer sRGB Voreinstellung.
    Allerdings solltest Du bei den Kalibrationen aufpassen, daß die Zielwerte ähnlich sind. Das sRGB Profil kannst Du natürlich nicht auf einen Weißpunkt von 6500K bei 160cd/m² einstellen, wenn Du den AdobeRGB auf 5000K und 120cd/m² eingestellt hast.
    Das wäre aber auch für Deine Augen alles andere als vorteilhaft, wenn Du es so benutzen wollen würdest. Also dürfte das wohl kein Problem sein.

  • Hallo,


    Wer kent die basICColor Display 4 Software von der Deutsche Firma für
    hardwaremäßige Monitorkalibration und Gebraucht diese software für die kalibration der NEC WUXi?


    Wie sind die Erfahrungen und wie ist diese Sofware in Vergleich mit NEC SpectraView II?


    Entschuldigung für meine schlechte Deutsch.


    Grüßen,


    Jan

  • Hi!


    Deine Frage kann ich so nicht beantworten, da ich die Software nicht kenne. Allerdings möchte ich etwas anmerken:


    Da steht, daß es "geeignete" Monitore für die Hardwarekalibration unterstützt, allerdings konnte ich keine Liste der "geeigneten" Monitore finden.
    Falls Du diese Software kaufen möchtest, solltest Du auf jeden Fall anfragen, ob der 2690WUXi überhaupt unterstützt wird. Das wäre genau die legale Software, die viele hier im Forum suchen!

  • Quote

    außerdem verbietet einem ja keiner irgendwelche nachjustierungen zu versuchen, wenn man denn meint, daß man es besser als der Sensor sehen könnte.


    Aber wenn man was verstellt, muss neu kalibriert werden. Sonst könnte mans ja auch gleich lassen...


    Quote

    Es geht bei den Farbräumen nicht darum, daß mehr Feinabstufungen zwischen den "gewöhnlichen" Farben darstellbar sind sondern eben genau darum, daß man sich weiter an echtes Rot, echtes Grün und echtes Blau nähert.


    "echtes" Rot/Grün/Blau? Und wie genau definierst Du das? Worauf ich hinaus will: Sowas gibts nicht :) Wenn man Farben wirklich exakt definieren will, dann über deren Koordinaten in Lab oder XYZ, bezogen auf eine bestimmte Farbtemperatur (bei ICC-Farbmanagement ist die interne Bezugs-Farbtemperatur, mit der die Color-Management-Module Farbumrechnungen vornehmen, immer D50 laut ICC-Spezifikation. Wohlgemerkt, die Farbtemperatur, auf die man einen Monitor kalibriert, darf - und in den meisten Fällen muss, dazu siehe meine Beiträge etwas weiter hinten - davon abweichen).
    Und bei Wide-Gamut-Monitoren gehts in erster Linie um die Verbesserung der Softproof-Darstellung in farbmanagement-fähigen Programmen. Genau dafür wurden sie entwickelt und genau dort spielen sie ihre Stärken aus. Bei Monitoren mit geringerem Gamut passen nämlich bestimmte Farbbereiche des jeweils zu simulierenden Farbraums (z.B. ISOcoated Cyan-Vollton 100%) nicht mehr in den Monitor-Farbraum: Entsprechende Farben werden auf die nächstliegende am Monitor darstellbare Farbe gemappt (geclippt). Die Folge: Diese Farbbereiche werden nur näherungsweise dargestellt und Farbabstufungen gehen verloren. Es geht also durchaus darum, mit einem Wide-Gamut-Monitor in ebendiesen Bereichen mehr Abstufungen zu haben und auch die Zielfarbe besser simulieren zu können.



    Quote

    Wenn Du eine Bildquelle mit sRGB hast, dann ist diese Unnatürlicher, da sie ein vollständiges Rot wesentlich schlechter wiedergeben wird, als es Dein Monitor kann.


    Siehe oben...
    Außerdem, wenn das Ausgangs-Bildmaterial tatsächlich vollständig in sRGB passt, ist das allein deshalb ja nicht schlecht (wobei der native Farbraum selbst von Consumer-Digitalknipsen wohl deutlich größer sein dürfte als das sRGB was sie standardmässig ausspucken, das ist aber ein andres Thema).


    Quote

    Disclaimer: Das Bundesministerium für Gesundheit warnt: Der Besuch von kann im AdobeRGB zu Augenkrebs führen.


    Volle Zustimmung ;)




    Zu dem sRGB-Lösungsvorschlag:
    Das wird so nicht funktionieren...


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    3. Erstelle Dir ein Softwareseitiges sRGB Farbprofil (sollte mit der Gretag Match Software funktionieren)


    Match kann soweit ich weiss keinen Zielfarbraum vorgeben, nur Farbtemperatur und Gamma. Bleibt also das Einstellen/Reduzieren der Farbkanäle übers Monitor-OSD. Das scheint laut ntl aber nur zu unbefriedigenden Ergebnissen zu führen.


    Quote

    4. Richte Dir Photoshop oder Deine sonstige EBV-Software so ein, daß es das AdobeRGB-Farbprofil verwendet.


    Photoshop verwendet immer das vom OS gewählte Monitor-Profil. Es besteht keine separate Möglichkeit, ein Monitor-Profil vorzugeben.


    Quote

    Das Ergebnis sollte dann so sein, daß Windows selbst, Browser, Excel, etc mit dem softwareseitig erstellten Farbprofil im sRGB arbeiten


    Hier liegt ein kleiner Denkfehler vor. Die genannten Programme unterstützen kein Farbmanagement, verwenden also nie irgendein Profil, sondern reichen die RGB-Werte immer 1:1 an die Grafikkarte/den Monitor.

  • Quote

    Original von fhoech


    Aber wenn man was verstellt, muss neu kalibriert werden. Sonst könnte mans ja auch gleich lassen...


    So sehe ich das auch, wobei dann die manuelle Einstellung automatisch wieder rückgängig gemacht wird.
    Also ist es Irrsinn etwas zu kalibrieren, dann per Hand etwas umzustellen, nur um es anschließend erneut zu kalibrieren.


    Es gibt aber offensichtlich Leute hier im Forum, die der Ansicht sind, daß sie mit manuellen Justierungen nach der Kalibration besser bedient sind.
    *schulternzuck*
    Da vertraue ich lieber dem Gretag Display II. Manuelle Einstellungen, die besser als die des Colorimeters sind, traue ich mir ehrlich gesagt nicht zu. Als ich meinen alten CRT mit Match kalibriert habe, war ich ja bereits stolz, daß ich relativ nah am Optimum lag. Im wesentlichen war nur mein Weißpunkt ca 200K zu hoch. (Ziel 6500K)



    Quote

    "echtes" Rot/Grün/Blau? Und wie genau definierst Du das? Worauf ich hinaus will: Sowas gibts nicht :) Wenn man Farben wirklich exakt definieren will, dann über deren Koordinaten in Lab oder XYZ, bezogen auf eine bestimmte Farbtemperatur (bei ICC-Farbmanagement ist die interne Bezugs-Farbtemperatur, mit der die Color-Management-Module Farbumrechnungen vornehmen, immer D50 laut ICC-Spezifikation. Wohlgemerkt, die Farbtemperatur, auf die man einen Monitor kalibriert, darf - und in den meisten Fällen muss, dazu siehe meine Beiträge etwas weiter hinten - davon abweichen).


    Als Physiker würde ich die Farben über ihre Wellenlängen definieren. Rot ist eben reines rot mit der dazugehörigen Wellenlänge und kein Mischmasch aus verschiedenen Wellenlängen. Oder anders: die Hintergrundbeleuchtungen geben kein reines weißes Licht ab, enthalten also nicht alle Wellenlängen, wodurch die Farbfilter größere Toleranzen aufweisen müssen, damit man überhaupt noch hinreichend viel Leuchtkraft erhält. Nachteil: Es werden nicht nur Wellenlängenanteile von rotem Licht durchgelassen, sondern eben auch andere Anteile.
    Je weniger einer Farbe im Licht der Hintergrundbeleuchtung enthalten ist, desto schlechter wird deren Darstellung auf dem Bildschirm und desto weiter ist die dargestellte Farbe vom Optimum entfernt. Das ist der Grund dafür, daß LED-Bildschirme einen größeren Farbraum abdecken: Bauartbedingt sind Rot, Grün und Blau (recht sauber) enthalten. Mit Lasern wäre es allerdings noch besser machbar.



    Quote


    Und bei Wide-Gamut-Monitoren gehts in erster Linie um die Verbesserung der Softproof-Darstellung in farbmanagement-fähigen Programmen. Genau dafür wurden sie entwickelt und genau dort spielen sie ihre Stärken aus. Bei Monitoren mit geringerem Gamut passen nämlich bestimmte Farbbereiche des jeweils zu simulierenden Farbraums (z.B. ISOcoated Cyan-Vollton 100%) nicht mehr in den Monitor-Farbraum: Entsprechende Farben werden auf die nächstliegende am Monitor darstellbare Farbe gemappt (geclippt). Die Folge: Diese Farbbereiche werden nur näherungsweise dargestellt und Farbabstufungen gehen verloren. Es geht also durchaus darum, mit einem Wide-Gamut-Monitor in ebendiesen Bereichen mehr Abstufungen zu haben und auch die Zielfarbe besser simulieren zu können.


    Nunja, mehr Abstufungen dadurch, daß die Farben, die sonst außerhalb liegen, hinzukommen. Es ist aber eben nicht so, daß im identisch kleinen Farbraum mehr hinzukommen. Vorher wurde ja nichtmal der kleinere Farbraum vollständig abgedeckt.
    Ich würde mal sagen, daß wir da beide Recht haben, es nur aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet haben.



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    Siehe oben...
    Außerdem, wenn das Ausgangs-Bildmaterial tatsächlich vollständig in sRGB passt, ist das allein deshalb ja nicht schlecht (wobei der native Farbraum selbst von Consumer-Digitalknipsen wohl deutlich größer sein dürfte als das sRGB was sie standardmässig ausspucken, das ist aber ein andres Thema).


    Es war nur als fiktives Beispiel gedacht. Wenn ein Bild perfekt in sRGB passt, dann ist es für sRGB Darstellung natürlich gut. Aber vergleiche doch mal den sRGB-Farbraum mit dem, was Du siehst, wenn Du an einem sonnigen Tag aus dem Fenster guckst. ;)



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    Zu dem sRGB-Lösungsvorschlag:
    Das wird so nicht funktionieren...



    Match kann soweit ich weiss keinen Zielfarbraum vorgeben, nur Farbtemperatur und Gamma. Bleibt also das Einstellen/Reduzieren der Farbkanäle übers Monitor-OSD. Das scheint laut ntl aber nur zu unbefriedigenden Ergebnissen zu führen.


    UPS... Habe es gerade nachgeschaut und muß Dir leider Recht geben. Komisch, ich dachte, daß ich in einer Software irgendwie eine Auswahl zwischen AdobeRGB und sRGB gesehen hätte.


    Nunja, es gibt ja andere Software, die es kann. Es ist ja "nur" eine softwareseitige Justierung auf sRGB nötig. Das sollte also mit jeder Software, die das Colorimeter unterstützt und eine Kalibration auf sRGB als Option bietet, machbar sein.


    Janwerner hat da selbst etwas vorgeschlagen: basICColor Display 4. Dort steht zumindest ausdrücklich, daß eine Kalibration auf sRGB machbar ist. Selbst wenn diese Software also nicht in der Lage sein sollte den NEC hardwareseitig zu kalibrieren, wäre das genau die Funktion, die man bräuchte.



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    Photoshop verwendet immer das vom OS gewählte Monitor-Profil. Es besteht keine separate Möglichkeit, ein Monitor-Profil vorzugeben.


    Wie bitte? Ich bin entsetzt! Das kann doch nicht wahr sein... Selbst PaintShopPro, welches oft von Photoshop-Benutzern belächelt wird, bietet solch eine Auswahl an.
    Auch CorelDraw! hat schon vor fast 10 Jahren ein Farbprofil laden können. Bist Du Dir wirklich 100%ig sicher?



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    Hier liegt ein kleiner Denkfehler vor. Die genannten Programme unterstützen kein Farbmanagement, verwenden also nie irgendein Profil, sondern reichen die RGB-Werte immer 1:1 an die Grafikkarte/den Monitor.


    Bei mir verändern sich die dargestellten Farben in den Programmen aber 1:1 in Abhängigkeit vom ausgewählten Windows-Farbprofil. Würden sich die Programme selbst um ein Farbprofil kümmern, was sie ja eben nicht tun, dann müssten die dargestellten Farben wohl unabhängig davon bleiben.
    Die Programme kümmern sich nicht darum, ob und welches Farbprofil aktiviert ist, aber wenn die nun ein Rot (html-farbe: 255,0,0) ausgeben, dann hängt es doch von der Windowsfarbverwaltung ab, wie es ausgegeben wird.
    Abgesehen von irgendwelchen Video-Overlay Anwendungen und eben Grafikprogrammen kann ich nicht bestätigen, daß sich die Farben nicht verändern, also jegliche Voreinstellungen von Windows umgangen werden.


    Wenn ich ntl & Corpse richtig verstanden habe, dann ging es ihnen darum eine Darstellung zu erhalten, die einem sRGB-Monitor entspricht. Das sollte dem doch sehr nahe kommen und ein besseres Ergebnis liefern als ein sRGB-preset im Monitor.

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    Als Physiker würde ich die Farben über ihre Wellenlängen definieren.


    Sicher, spektral geht natürlich auch. Wahrscheinlich hab ich einfach eine berufsbedingte Abneigung gegen benannte Farben ;)


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    Nunja, mehr Abstufungen dadurch, daß die Farben, die sonst außerhalb liegen, hinzukommen. Es ist aber eben nicht so, daß im identisch kleinen Farbraum mehr hinzukommen.


    Jau :)


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    Aber vergleiche doch mal den sRGB-Farbraum mit dem, was Du siehst, wenn Du an einem sonnigen Tag aus dem Fenster guckst.


    Ja, jetzt verstehe ich, was Du meintest. Nebenbei: Einen wirklich realitätsgetreuen Kontrast- und Helligkeitsumfang für einen Monitor wünsche ich mir eher nicht - wer direkt in die Sonne schaut, kann immerhin erblinden ;)


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    (...) Auch CorelDraw! hat schon vor fast 10 Jahren ein Farbprofil laden können. Bist Du Dir wirklich 100%ig sicher?


    Nur dass hier nicht der Eindruck entsteht, Photoshop könne keine Farbprofile laden :) RGB-, CMYK-, Graustufen- und Spotfarben-Profile lassen sich festlegen, aber beim Monitor-Profil greift PS auf die Einstellung des OS zurück. Nicht dass mich das je gestört hätte, aber für diesen speziellen Fall wärs sicherlich praktisch ein abweichendes Monitor-Profil in PS festlegen zu können...


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    Bei mir verändern sich die dargestellten Farben in den Programmen aber 1:1 in Abhängigkeit vom ausgewählten Windows-Farbprofil. Würden sich die Programme selbst um ein Farbprofil kümmern, was sie ja eben nicht tun, dann müssten die dargestellten Farben wohl unabhängig davon bleiben.


    Ich bin mir ziemlich sicher, dass der von Dir beobachtete Effekt durch in die Monitor-Profile integrierte Gamma-Kurven hervorgerufen wird, die beim Auswählen des jeweiligen Profils in die Grafikkarte geladen werden (bei i1 Match durch den "Calibration Loader". Im Anzeige-Kontrollfeld von Windows selbst lässt sich zwar auch das Profil wechseln, enthaltene Gamma-Kurven werden aber ignoriert [zumindest unter Windows XP]). Es findet aber mit ziemlicher Sicherheit darüber hinaus keine ICC-Farbanpassung statt, solange es das jeweilige Programm nicht unterstützt. Windows stellt nur die ICC-Funktionalität (ICM) bereit.

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    Original von fhoech


    Ja, jetzt verstehe ich, was Du meintest. Nebenbei: Einen wirklich realitätsgetreuen Kontrast- und Helligkeitsumfang für einen Monitor wünsche ich mir eher nicht - wer direkt in die Sonne schaut, kann immerhin erblinden ;)


    Gut, ein paar Sicherheitsvorkehrungen wären dann nicht falsch. :)


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    Ich bin mir ziemlich sicher, dass der von Dir beobachtete Effekt durch in die Monitor-Profile integrierte Gamma-Kurven hervorgerufen wird, die beim Auswählen des jeweiligen Profils in die Grafikkarte geladen werden (bei i1 Match durch den "Calibration Loader". Im Anzeige-Kontrollfeld von Windows selbst lässt sich zwar auch das Profil wechseln, enthaltene Gamma-Kurven werden aber ignoriert [zumindest unter Windows XP]). Es findet aber mit ziemlicher Sicherheit darüber hinaus keine ICC-Farbanpassung statt, solange es das jeweilige Programm nicht unterstützt. Windows stellt nur die ICC-Funktionalität (ICM) bereit.


    Ich würde mir nun gerne ein total verdrehtes Profil installieren, bei dem Rot auf Grün, Grün auf Blau und Blau auf Rot gemappt wird. Müsste doch möglich sein (fürchterlich aussehen) und sofort zeigen, ob es einen Einfluß hat oder nicht.
    Wenn wir beide nun sagen: "Ich glaub nicht" oder "Bin mir ziehmlich sicher", dann stehen wir im Endeffekt vor dem gleichen Problem: Unwissenheit.

  • Im Fall von Windows XP und Mac OS X (10.4) glaube ich nicht nur, da weiss ich defintiv, dass vom OS selbst keine Monitor-ICC-Profile für Farbumrechnungen in nicht-farmanagementfähigen Programmen verwendet werden (z.B. im Windows Explorer oder Mac OS Finder). Nur zu Vista kann ich nichts sagen, wette aber, da ist es genauso. Zum Testen hier ein ICC-Profil.


    *edit* da ich nicht weiss, ob das von mir ursprünglich verlinkte Microsoft-ICC-Profil frei weiterverbreitet werden darf, habe ich ein eigenes gebastelt (diesmal mit dem vorgeschlagenen BRG-Mapping) und stelle es hier zur Verfügung: BRG.icc

  • Habe diese Frage auch in einem anderen Thread gestellt, aber ich hoffe es ist ok, wenn ich sie hier nochmal stelle!


    Wie weit sitzt ihr vor diesem Monitor?
    Und wie nah ist schon zu nah?
    Danke schon mal für eure Antworten!