Eizo EV2436W: Erstklassiger Office-Monitor ohne PWM Steuerung (Prad.de)

  • Also ich sehe jetzt keinen richtigen Vorteil zum günstigeren Hp zr2440. Die Entspieglung scheint auch leider genauso aggressiv zu sein.


    Ist es ein 6bit oder eine 8bit Verarbeitung ? Die Farbraumabdeckung ist doch auch bei beiden Modellen etwa gleich.


    Hmmmmm schwierig.


    Grüße
    Pitman


  • Eizo: kein PWM (für mich kein Vorteil), mit Farbmanagement ist farbechtes Arbeiten möglich.
    HP: PWM, selbst mit Farbmanagement bleibt eine große Abweichung (deltaE 94 von 6,1) bei B.

  • uli22:
    Was mich noch interessieren würde, wenn wir einmal bei 24" und 19:10 die üblichen Verdächtigen unter 500,- € vergleichen:
    -Dell U2410,
    -Dell U2412M,
    -Eizo EV2436W,
    -HP ZR2440W.
    Welcher bietet nach Deiner Ansicht das beste Gesamtpaket?


    Und zum Thema Colorimeter-Aufpreis: Ist ja in Deinem Fall kein Negativpunkt, denn Du besitzt ja sowohl ein Colorimeter, als auch den EV2436W. ;)

  • meine Monitore laufen an DVI und am am wichtigsten ist mir die Farbechtheit. Anschlüsse wie HDMI, USB oder Audio und Videotauglichkeit spielen keine Rolle.


    als mein U2209, ein astreiner sRGB, sich verabschiedet hat, habe ich bei 24 Zoll auch nichts passendes gefunden. Ich habe dann den EV2335 gekauft, und nun den 2436.
    Ich gehe die Testberichte von Prad rückwärts durch, angefangen beim aktuellsten, zunächst für sRGB und LED-Backlight.
    zum HP habe ich schon geschrieben, große Abweichung bei Blau auch mit Farbmanagement.
    der Dell 2412 hat mit Farbmanagement eine zu hohe Abweichung bei Blau.
    der 2410 stand dann zur Auswahl, aber durch CCFL der Stromverbrauch zu hoch.
    Der 2335 und der 2436 ist ok für mich.

  • Sehe ich ähnlich, wobei meine Prioritäten eindeutig im Office-Bereich und bei Spieletauglichkeit liegen - ich zocke zwar nicht häufig, aber wenn, lege ich Wert auf gute Bildqualität. Wäre 16:10 für mich kein must have, hätte ich mich auch für den 2335 entschieden. Videotauglichkeit spielt für mich auch keine große Rolle. Den 2410 und den ZR2440 habe ich live gesehen; beide konnten mich im Vergleich zu meinem S1932er nicht überzeugen, der HP machte außerdem äußerlich den geringwertigsten Eindruck. Zum Preis, den sehe ich auch relativ: Ich habe vor knapp 5 Jahren für den 1932er 380,- Euro bezahlt und werde mit dem meinen 19" Augenbrenner @work ersetzen. Wenn ich jetzt 440,- € für einen 24" 19:10 mit ähnlichen Qualitäten auf den Tisch lege, der auch mindestens 5 Jahre überdauern wird, dann rechnet sich das für mich. Ein neues Colorimeter hätte ich mir ohnehin angeschafft; das kann ich dem EV2436 nicht als Nachteil ankreiden. Das einzige, was man bei Eizo als nachteilig ansehen kann (abgesehen vom Anschaffungspreis) ist die klare Trennung ihres Portfolios in unterschiedliche Anforderungsbereiche. Aber ehrlich gesagt kaufe ich mir an Stelle eines Allrounders, der alles ein bißchen kann, lieber einen Monitor, der die Kernkompetenzen gut bis sehr gut beherrscht. Jedenfalls scheint mir das Warten auf den perfekten Allrounder für unter 500,- € im 19:10-Segment als eben so aussichtsreich, wie das Warten auf Godot.


    [Edit:] Wie lange hattest Du den U2209, bevor er sich "verabschiedet" hat?

  • Sind im Testbericht folgende Punkte enthalten?


    - die PWM Frequenz (bzw. die Frequenz-Grafik) unterhalb von 20% der Helligkeit?
    - die Beschaffenheit der Paneloberfläche (Anti-Glare Coating glatt/grobkörnig)?

  • Quote

    Wie lange hattest Du den U2209, bevor er sich "verabschiedet" hat


    3 Jahre. ich musste öfters die Helligkeit erhöhen und es dauerte immer länger, bis die Helligkeit erreicht wurde.

  • 3 Jahre. ich musste öfters die Helligkeit erhöhen und es dauerte immer länger, bis die Helligkeit erreicht wurde.

    Das ist auch ärgerlich. Und ohne hier Klugscheißern zu wollen: Für mich sind auch aus Gründen der Nachhaltigkeit 5 Jahre oder 30.000 h Betriebsgarantie (einschließlich Hintergrundbeleuchtung) schon gewichtige Kaufargumente, die den höheren Anschaffungspreis eines Eizo erheblich relativieren. Meinem 1932er mit knapp 8800 Betriebsstunden traue ich durchaus noch weitere 5 Jahre zu.

  • Sind im Testbericht folgende Punkte enthalten?


    - die PWM Frequenz (bzw. die Frequenz-Grafik) unterhalb von 20% der Helligkeit?
    - die Beschaffenheit der Paneloberfläche (Anti-Glare Coating glatt/grobkörnig)?


    Wir testen die Monitore bei 100 % und bei 140 cd/m². Das ist auch beim Eizo EV2436W nicht anders als sonst auch.

  • Die Überschrift "Erstklassiger Office-Monitor ohne PWM Steuerung" stimmt doch dann gar nicht!!!


    bin mal gespannt, wann die Hersteller sich auch auf Werte einlassen, die unterhalb der Norm sind - also für die vielen User hier, die liebend gern bei funzeligem Licht arbeiten. Die Hersteller sind bei solcher Kritik noch nicht offen genug. Der Hersteller von Office-Monitoren verweißt auf anständige Arbeitsplatzverhältnisse, nach denen der Monitor optimiert wird. Und der Hersteller von farbkalibrierten Monitoren verweisen auf farbkalibrierte Umgebungen. Schön wäre es, wenn auch mal getestet wird, ob auch weit unterhalb der immer wieder erwähnten 140 cd/m² ein erholsames Arbeiten möglich ist, oder ob der Monitor das überhaupt schafft diesen Bereich gescheit anzusteuern (auch wenn mir in diesem Bereich die Farbbrillianz ein wenig flöten geht - who cares, ich dreh hier mein Umgebungslicht nur dann hoch, wenn ich tatsächlich Bildbearbeitung mache. Der Rest ist abends entspanntes Lesen am funzeliegen Monitor - die 140cd/m² sind dabei entschieden zu hell.


    Von daher halte ich die Frage nach dem Bereich "unter 20% Helligkeit" für vollkommen nachvollziehbar (ich selbst bin abends unter 0% unterwegs - habe aber keinen Eizo)



    -volker-

  • Apropos Kalibrierung:


    Ist ein Colorimeter tatsächlich ein Muss, oder erhält man bereits mit den im Test angegebenen Einstellungen (R100%,G98%,B96%) eine vernünftige "Kalibrierung"? ...wenn die Serienstreuung der Farbwiedergabe nicht allzu gross ist- was ich bei Eizo mal vermute - dürfte ein solches Vorgehen für Hobby-Photoshoper doch reichen, oder?

  • Ich kann den Wunsch von Volker S nur unterstützen. Was zählt, ist die Eignung bei tatsächlicher Nutzung, und auch bei mir läuft der Monitor nicht nur im taghell erleuchteten Büro.


    Es fällt auf, dass so viel von der Eignung für farbkritischen Anwendungen die Rede ist. Verständlich, denn welcher Hobbyfotograf möchte nicht gerne auf die teuere Anschaffung eines dafür spezialisierten Monitors verzichten, zugunsten eines passablen Allrounders?


    Nehmen wir aber den Titel des Beitrags ernst, genauso wie die Zielgruppe von Eizo: "Office", stellen sich für mich folgende Fragen:


    Welcher Office-Nutzer zieht schon die Anschaffung eines Geräts zur Hardware-Kalibrierung in Betracht? Hier widerspricht der Titel dem Fazit.


    Die für die Office-Nutzung optimale Bildqualität hätte man vermutlich mit einem PVA-Panel und ohne LED-Backlight mit entspr. PWM-Problem, zum Beispiel mit dem zweijährigen S2433W, allerdings um den Preis eines um das zweieinhalbfache höheren Stromverbrauchs.


    Will man diesen höheren Stromverbrauch nicht, stellt sich für den anspruchsvollen Office-Nutzer mit empfindlichen Augen die Frage, ob sich das IPS-Panel wirklich antun möchte, mit der umstrittenen Entspiegelung, oder ob er mit dem hochwertigen TN-Panel des EV2416W nicht genauso gut fährt.


    Schade nur, dass dieses Modell kein Thema für einen Test zu sein scheint:


    pvtjoker: "Ich wäre dankbar für einen Test des Eizo EV2416W, da ich hier schon ewig
    keine 24" TN-panels mehr getestet wurden. Bin ich denn der einzige der
    immer noch nen TN haben will ?("


    Ansonsten: Danke für den interessanten Test!
    Andi: "Ich fürchte ja ;-)"

  • Ah ok, danke.


    Jetzt wäre nur noch das Glitzern (im Vergleich zum hp zr2440 oder Eizo 2333) zu klären und ob es eine 6bit oder 8 Bit Verarbeitung ist.


    Grüße
    Pitman

  • Ja, der neue Eizo könnte wohl für die Arbeitswelt ein guter Monitor sein. Allerdings für die auf die (Anschaffungs-)Kosten schauenden Großunternehmen wohl in der Regel auch zu teuer. Und das trotz der Eco-Features. Da ich seit fast 15 Jahren als IT-Administrator in einem 500-Mitarbeiter Unternehmen arbeite, weiß ich wovon ich spreche.


    Aufgrund beruflicher, als auch privater Neuanschaffung von Monitoren, lese ich mir in den letzten Wochen recht viele Testberichte und Forenbeiträge durch. Der hier angesprochene und nun durch Prad getestete EV2436wfs war, zumindest vor dem Studium des Testberichtes, auch mein persönlicher Favorit für den privaten Einsatz. Bei dem Vergleich der Testdetails und Kennlinien mit anderen von Prad getesteten Monitoren, kommen mir jedoch Zweifel an der Objektivität des Testfazits, bzw. der "Bewertung". Die vergebenen Noten in den einzelnen Kriterien scheinen mir dann doch ein wenig zu euphorisch gewesen zu sein.


    Sieht man sich nur genügend Testberichte jüngeren Datums bei Prad durch und vergleicht sie mit den Details zum EV2436wfs, so führen sehr ähnliche Messwerte zu einer doch durchaus unterschiedlichen Bewertung. Gut, eine Bewertung in die neben Fakten auch eine subjektive Einschätzung einfließt, hängt halt auch immer von der Testperson ab. Ich möchte hier ja keinem auf die Füße treten, aber ein wenig seltsam finde ich das schon.


    Speziell beim EV2426wfs sehe ich durchaus Schwächen in der Ausleuchtung (siehe Langzeitbelichtung). Die Farbabdeckung von ~96% sRGB ist ein guter, jedoch kein sensationeller Wert. Die Verwendung eines Standard IPS-Panels mit 6bit + FRC gibt es auch bei anderen Herstellern, jedoch zu wesentlich günstigeren Preisen. Und die Farbgenauigkeit im Werkszustand..., naja, reden wir nicht darüber. Auch über die Einschätzung der Spieletauglichkeit kann man hinsichtlich der gemessenen Werte durchaus auch zu anderen Schlüssen kommen (dies ist bei vergleichbaren, von Prad getesteten Monitoren auch so geschehen). Die starken Einschränkungen in der Zuspielung von externen Quellen und die ebenso starke Einschränkung in der Skalierung sind nun auch kein Glanzstück. Kommt dann auch noch ein Firmwarefehler hinzu, frage ich mich schon nach der Grundlage für die erteilte Bestnote.


    Der EV2436wfs liegt preislich deutlich über dem Angebot anderer Hersteller von "Office-Monitoren". Da sollte dann doch schon ein deutlicher Mehrwert erkennbar sein. Für mich bleibt als Fazit die, zumindest in einem weiten Bereich, PWM-freie Steuerung der Hintergrundbeleuchtung und ein ansonsten guter Monitor, für den Office-Bereich. Ob dies jedoch den hohen Preis des Eizos wirklich rechtfertigt? Und wieviele Anwender suchen privat schon einen reinen Office-Monitor?


    Ach ja, zum Thema Ausleuchtungsproblematik findet man durchaus auch bei Eizo-Monitoren enttäuschte Benutzer (in anderen Internet-Foren). Die Kosteneinsparung hat wohl auch vor dem Haus Eizo nicht halt gemacht...


    Ich wünsche allen Kaufinteressierten viel Erfolg bei der Monitorwahl !


    Rolf