Eizo EV2436W: Erstklassiger Office-Monitor ohne PWM Steuerung (Prad.de)

  • Vielen Dank Denis für die Infos!


    Ich weiss nicht, ob es in diesem Thread bereits erwähnt wurde, aber der Eizo EV2436W, der HP ZR2440W, der Dell U2412M, der Asus PA248Q und ev. auch der Lenovo LT2452p haben alle ein (letztjähriges) LG-Panel vom Typ LM240WU8. Von diesem Typ gibt es 2 Varianten, die sich bezüglich maximaler Helligkeit (300 cd/m2 resp. 350 cd/m2) unterscheiden.
    Panel-Liste bei TFTCentral


    Gruss, Globetrotter



    Habe ich mir fast gedacht :) Also nur die Elektronik macht dann den Unterschied aus


    uli22
    ok danke wieder was gelernt


    Aber warum zeigt tftcentral dann solche Werte ?



    Auch hier ist der Blau Wert gut !


    Grüße
    Pitman

  • Zum HP: da gibt es doch hier einen Test, ich meine der hat definitiv 8bit, also 6bit + 2bit FRC. Wenn dir PWM nichts ausmacht, dann ist er in jedem Fall eine Alternative zum Eizo, schon alleine wegen der viel besseren Verarbeitung des Gehäuses.



    Gruß, Diophant

    Wo versteckt sich diese denn ?

  • Bei Prad entsteht der Farbfehler bei Blau durch eine Unterabdeckung im 3D-Farbmodell. Das ist schlüssig und kann durch CMM nicht beseitigt werden.
    Tftcentral ermittelt eine Unterabdeckung bei Rot, die sogar durch CMM weggerechnet wird. Das geht eigentlich nicht und macht misstrauisch.
    Farben durch Unterabdeckung die der Monitor nicht darstellen kann, können auch durch CMM nicht herbeigezaubert werden.
    Aber entgültig kann nur PRAD zu den Unterschieden was sagen

  • Naja, tft Central misst auch eine srgb Farbraumabdeckung von 95,8% prad nur 92%. Der Eizo mit dem ähnlichen Panel wird auch mit 96 % festgelegt. Komisch


    Grüße
    Pitman

  • Der HP hat (nach Prad) aber auch eine (kleinere) Grünschwäche, welche sich anscheinend durch die Profilierung verkleinert hat. Das kann doch eigentlich auch nicht sein, oder?


    Wenn es einem Monitor auf irgendeinem Farbkanal (unprofiliert) fehlt, kann es nach einer Profilierung doch nur höchstens schlechter werden (per LUT beispielsweise wird der Blaukanal noch weiter beschränkt). Das zeigt auch schön die Profilierung: Vorher delta E blau = 5,1 / Nachher delta E blau = 6,1


    Bei Grün sieht es dann anders aus: Vorher 3,4 / Nachher 1,5 - macht doch dann genauso misstrauisch?



    -volker-

  • Überabdeckung: Korrektur durch CMM
    Unterabdeckung: nicht korrigierbarer Farbfehler


    der Wert von deltaE sagt leider nicht aus, wie er entstanden ist, durch Über- oder Unterabdeckung. Da hilft dann die 2D- oder 3D-Darstellung des Farbraumes.


    bei Grün geht der Monitorfarbraum über sRGB hinaus (Überabdeckung) und ergibt auch eine Farbabweichung. Diese wird aber durch CMM korrigiert. Es ist keine Grünschwäche, sondern besser eine Grünstärke.
    Unterabdeckungen, wie z.B. Blau vom HP nach Prad, kann durch CMM nicht korrigiert werden. Der Monitor kann die korrekte Farbe physikalisch nicht darstellen.
    Ob 92 oder 96% , muss man immer in Zusammnhang mir dem Balkendiagramm sehen. Die Angabe bezieht sich auf eine Fläche und berücksichtigt nicht die Überabdeckung, wo der Monitorfarbraum über sRGB hinausgeht und auch Farbfehler ergibt. Treffen die fehlenden % nur eine Farbe, ist die Farbabweichung groß. Verteilen sich die fehlenden % auf viele Farben, ist der einzelne Farbfehler geringer.


    Die Lut ist im allgemeinen in dieser Preisklasse nicht beteiligt, die ist zuständig für Gamma, Grauachse und Weißwert.

  • Quote

    Aber warum zeigt tftcentral dann solche Werte ?




    Auch tftcentral nutzt eine einfache Profilvalidierung für die Tests, d.h. die Pattern werden ohne Farbtransformationen angezeigt und dann mit den farbmetrischen Daten verglichen, die sich aus dem Profil ergeben. Den Wirkzusammenhang hat man dort leider nicht ganz verstanden, denn man vergleicht diese Werte immer noch direkt mit den Abweichungen, die man bei einem Durchlauf der Validierung vor der Kalibration erhalten hat (gegen welches Profil auch immer – sofern kein Profil in Windows hinterlegt ist, sRGB), siehe "Default DeltaE Average Comparison" (ohne Angabe des Ziels) vs. "Calibrated DeltaE Average Comparison".


    Grundsätzlich ist eine Profilvalidierung schon ein wichtiges Instrument. Gerade mit einem Matrix-Profil kann man so gut Linearitäts- und Neutralitätseigenschaften überprüfen und auch erkennen, wann es Zeit für einen erneuten Durchlauf von Kalibration und Profilierung ist. Auch wenn wir sie derzeit nicht immer explizit aufführen (was wir in Zukunft wieder grundsätzlich tun werden, ohne die Messungen mit Farbtransformationen zu verwerfen), bildet sie eine entscheidende Grundlage für die "Nach der Kalibration" Bewertung.


    Quote

    Wenn es einem Monitor auf irgendeinem Farbkanal (unprofiliert) fehlt, kann es nach einer Profilierung doch nur höchstens schlechter werden (per LUT beispielsweise wird der Blaukanal noch weiter beschränkt). Das zeigt auch schön die Profilierung: Vorher delta E blau = 5,1 / Nachher delta E blau = 6,1


    Siehe die Anmerkungen von uli. Das ist auch erstmal völlig losgelöst von der Kalibration, mit der ja "lediglich" Weißpunkt, Gradationseigenschaften und die Graubalance sichergestellt werden. Daran schließt sich die Profilierung an, die den aktuellen Zustand farbmetrisch chakterisiert. Ein Farbrechner kann dann in gemangter Umgebung – auf Grundlage der beteiligten Profile – die notwendigen Farbraumtransformationen vornehmen. In diesem Fall immer mit relativ farbmetrischem Intent: Farben außerhalb des Monitorfarbraums werden bestmöglich auf seine Farbraumgrenze verschoben, während alle anderen Tonwerte ohne Verschiebungen transformiert werden können. Genau daraus ergibt sich die von dir beobachtete Charakteristik. Das ist, wie gesagt, nicht mit einer Profivalidierung vergleichbar.


    Die Messungen vor der Kalibration gegen sRGB werden natürlich ohne jegliche Anpassungen durchgeführt, das ist auch im PDF in der Kopfzeile vermerkt. Die Farbabweichungen geben in diesem Falll also wieder, wie präzise sRGB-Inhalte ohne Farbmanagement angezeigt würden. Interessant werden diese Werte insbesondere bei der Vermessung von fixen sRGB-Modi oder Farbraumemulationen mit entsprechendem Ziel. Ansonsten zählt hier eher die Graubalance.


    Quote

    Naja, tft Central misst auch eine srgb Farbraumabdeckung von 95,8% prad nur 92%. Der Eizo mit dem ähnlichen Panel wird auch mit 96 % festgelegt. Komisch


    Bitte das Bezugssystem beachten. Unsere Abdeckungen beziehen sich auf das Volumen in Lab (D50), während die anderen Werte sich auf die CIE-Normfarbtafel-Abbildung beziehen.

  • Hi Uli und Denis,


    dann habe ich Prad natürlich unrecht getan und der Fehler lag auf meiner Seite, da ich das 3D-Farbmodell wohl fehl interpretiert habe. Ich dachte immer, dass der ganze Rombus den jeweilen Farbraum markiert - und danach würde auch bei grün was fehlen. Ohne jetzt mal nachgelesen zu haben erkläre ich mit das Modell nun so:


    schwarze Gitterlinien = Unterabdeckung
    weiße Gitterlinien = Überabdeckung


    ...stimmt das so (mit den 2D-Modellen komme ich irgendwie besser klar :) )?



    -volker-

  • nein, aber die die Erklärung steht auch irgendwo auf PRAD. manchmal im Testbericht auch der Link dazu.


    Weißes Volumen: Bildschirmfarbraum
    Schwarzes Volumen: Referenzfarbraum
    Buntes Volumen: Schnittmenge


    Erklärung

  • Ich als Laie habe da schon längst den Überblick verloren. Wenn ich Farbraumabdeckung lese dachte ich das srgb eben srgb ist. Daher auch 92% zu 95,8 %


    Wenn der Eizo tatsachlich das gleiche LG Panel hat wie kann der Farbraum dann um 4% ansteigen. Ist hier tatsächlich die Elektronik der Schlüssel zum Erfolg ?


    Hmmm schwierig, evtl. lohnt sich ja doch der Umsteig auf den Eizo, bisher sind mir die Vorteile etwas zu wenig erneut 450 Euro auszugeben.


    Grüße
    Pitman

  • Umstieg woher, vom HP ?
    Wegen der Farbdarstellung wohl kaum, für 100 Euro mehr gibt es eine kaum bis wenig sichtbare Verbesserung von Blau. Außerdem ist der 2436 sehr spartanisch mit Eingängen ausgestattet, gerade mal das Minimum.

  • Ja habe ich gedacht. Leicht bessere srgb Ausbeute und etwas besserer Blaukanal + etwas bessere Spieleigenschaften. Komme aber mit meinem HP sehr gut beim Spielen klar.


    Grüße
    Pitman

  • Moin,

    Wo versteckt sich diese denn ?

    Das frage ich mich auch! Es sei denn, die Verarbeitung des EV 2436 hätte im Vergleich zu früheren Eizo-Modellen deutlich nachgelassen. Ich hab' den HP auf dem Tisch gehabt und für mich sah der "billig" aus - so unterschiedlich sind die persönlichen Eindrücke! ^^


    Pitman : Mit Serienstreuungen muss man in dieser Preisklasse wohl bei jedem Hersteller rechnen, in Deinem Fall und dem HP ZR2440W war das aber eine schwere Geburt, bis zur Zufriedenheit mit dem Monitor. Ich jedenfalls hätte auch bei einem 330,- Euro Panel keine Lust wochenlang Herumkalibrieren zu müssen, um halbwegs zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen. :rolleyes:


    @HP ZR2440W vs. Eizo EV2436W:
    Vermutlich gleiches Panel, nach Diophant aggressiveres Coating beim Eizo, PWM-Flimmern beim HP, beim Eizo erst <20% Helligkeit, Spieletauglichkeit scheint mir nach allen Berichten beim Eizo besser zu sein, gut umgesetzte Overdrive-Funktion, externe Zuspielung mit deutlichen Vorteilen für den HP, 100,- Euro Preisdifferenz zu Gunsten des HP.
    Und nochmal, wo wir gerade schon vergleichen: Rechnet man bei nomineller Gleichwertigkeit beider Monitore die 3 Jahre Herstellergarantie des HP auf die 5 Jahre des Eizo hoch, müsste der EV 2436 550,- Euro kosten! Tatsächlich bekommt man ihn aber für aktuell 430,- Euro. Kalibrieren sollte man beide, wenn ich die Erfahrungen von Pitman richtig gelesen habe. ;)


    @Topic: Als 16:10 Office-Monitor für Gelegenheitsspieler würde ich daher unterm Strich den Eizo vorziehen, wenn die externe Zuspielung kein KO-Kriterium ist und man generell kein Problem mit dem IPS-Glitzern beider Panels hat. Umsteigen vom HP auf den Eizo würde ich aber wohl nicht. Ich habe zum EV dann auch genug gelesen, denn die wertvollsten Infos aus einem Testbericht und zwei Threads sind online und jedes Mehr macht für mich an diesem Punkt wenig mehr Sinn.

  • Ich selbst besitze ja den HP zr2440 hatte aber auch schon den Dell 2412 hier stehen.


    Von der Verarbeitung find ich den HP sehr gut, kann mir da kaum eine wesentliche Steigerung vom Eizo vorstellen.


    Beide Monitore haben aber diese etwas zu starke Entspieglung oder auch Coating genannt ? Dadurch wird auch der Schärfeeindruck ziemlich gedämpft. Mein vorheriger Dell 2209 ist mir da nicht so aufgefallen, hier war die Entspieglung optimal. Ich denke mal das der Eizo da genauso einzustufen sein wird. Es wird eine gewisse Serienstreuung hier ausschlaggebend sein, mal minimal weniger oder mehr sein.


    Ich warte mal ein paar weitere Testberichte ab.


    Grüße
    Pitman

  • Der S1910 wurde damals mit 16 ms für einen schwarz/weiß und 12 ms für einen grey-to-grey Wechsel angegeben.
    Der EV 2436W wird mit 13/6ms angegeben. Mit meinem 1910 bin ich bis Dato sehr gut zurechtgekommen, also sollte der EV24 da sogar noch schneller sein. Wenn die Bildqualität und das Schwarz auch passt, dann hätte ich vielleicht endlich einen neuen Monitor gefunden.

  • Hallo Denis,


    Können Sie die Excel-Tabelle entsprechend dem Diagramm von Teil 7 der Überprüfung? Ich meine die Helligkeit / Kontrast Korrelationsgraphen, weil Ich mag würde, um die genaue Kontrastverhältnis für jede Helligkeitsstufe gemessen kennen.


    Vielen Dank