Digitalisierung: TV-Deutschland holt langsam auf

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Ein zähes Tempo hat Fernsehdeutschland bei der Ausbreitung des Digital-TVs bisher vorgelegt. Allmählich scheint die Bundesrepublik aber den Anschluss an Resteuropa zu finden. Obwohl die Umstellung vom analog-terrestrischen Signal bevorsteht, haben viele deutsche Haushalte nach wie vor nicht aufgerüstet. ASTRA-Chef Wolfgang Elsäßer sprach sogar von einem „digitalen Entwicklungsland“. Dabei steigt der TV-Konsum angesichts der Digitalisierung auch hierzulande.

Fernsehen: Zuschauer rüsten allmählich auf (Foto: flickr.com, Edwart Visser)

Nicht nur die eigenen Programme bescheren den europäischen Kanälen eine zunehmende Mediennutzung. Dazu tragen zweifelsfrei auch die neuen Technologien bei. Insbesondere der HDTV-Boom hat Inhalte in spürbar besserer Qualität in Europas Fernsehhaushalte gebracht. Im Schnitt sehen die Zuschauer mittlerweile um sechs Minuten länger fern als bisher, wie die RTL-Vermarktungstochter IP Network aufzeigt. Mit 226 Minuten kommen sie auf einen Rekordwert. Innerhalb eines Jahres ist die tägliche Sehdauer in 27 von 35 europäischen Ländern gestiegen – in Deutschland mit plus elf auf 223 Minuten sogar stark überdurchschnittlich.

Digitale Bilder empfangen mittlerweile 72 Prozent der Europäer. Die Niederlande, Spanien, Finnland und Schweden haben das analog-terrestrische Signal sogar bereits abgeschaltet. Den deutschen Haushalten bleibt hingegen noch eine Schonfrist bis 2012. Europaweit verfügen knapp 40 Prozent über HDTV. Etwa die Hälfte kann über Breitband auch Dienste wie On-Demand-TV oder IPTV nutzen. „Der Empfang weiterer Sender, die höhere Bildqualität und die Nutzung außer Haus, zeitversetzt oder über andere Plattformen, lassen die Sehdauer in allen Altersgruppen steigen“, so das IP Network. (pressetext.de)

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