DisplaySearch: Absatz aus Quartal eins verheißt Erholung für globalen TV-Markt

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Laut neusten TV-Absatzzahlen des Marktforschungsunternehmens DisplaySearch hat sich der Gesamtabsatz von Fernsehgeräten im ersten Quartal 2010 gegenüber Quartal eins 2009 um 25 Prozent auf 55 Millionen Stück erhöht. Im LCD-Bereich betrug die Verbesserung innerhalb des gleichen Zeitraums sogar 50 Prozent – mit mehr als 40 Millionen Geräten lag das Absatzergebnis sehr dicht am erwarteten Niveau.

Die fünf umsatzstärksten TV-Hersteller des ersten Quartals 2010, ermittelt im Rahmen des „Quarterly Advanced Global TV Shipment and Forecast Report“ (Quelle: DisplaySearch)

Aber auch andere Technologien zeigten starke Ergebnisse: Die Gesamtmenge von 3,4 Millionen verkauften Plasmafernsehern birgt einen Zuwachs von 21 Prozent. Selbst Röhrengeräte, die im Gesamtverlauf des Vorjahres durchschnittlich 40 Prozent Absatzverlust hinnehmen mussten, zeigten beim Vergleich des Erstquartals 2010 lediglich ein Minus von 21 Prozent gegenüber 2009. Unterstützung kam hierbei von den Märkten aus Schwellenländern, wo starke Nachfrage im Vorfeld des Turniers zur Fußballweltmeisterschaft 2010 der schwindenden Technologie wieder mehr Leben einhauchte.

Gute Ergebnisse waren während der ersten drei Monate des Jahres auch in reifen Märkten für Flachbildfernseher zu verzeichnen, beispielsweise in Japan. Obschon dort die Umstellung von Röhrenbildschirmen auf Flachbildgeräte bereits seit einigen Jahren als abgeschlossen gilt, zeigte die LCD-Sparte ein jährliches Absatzplus von 93 Prozent, während die Lieferzahlen im Plasma-TV-Bereich um 38 Prozent nach oben kletterten. Die Initiative der „Grünen Umwelt-Punkte“, ein staatlich gefördertes Konjunkturprogramm, welches bald abläuft, stachelt japanische Konsumenten zum Aufrüsten an.

33 Prozent Absatzwachstum in Europa, die DisplaySearch für das erste Quartal ermittelt hat, gehen laut dem Marktforscher auf die bevorstehende Weltmeisterschaft und auf die sich in einigen Ländern vollziehende Umstellung auf das digitale Fernsehen zurück. Europäische Konsumenten konnten aus dem Vollen schöpfen, da Markenhersteller und Einzelhändler auf den gestiegenen Bedarf vorbereitet waren. „Obwohl die Nachfrage im ersten Quartal deutlich starker zu sein schien als das Angebot, hat nicht in allen Regionen ein solch starkes Wachstum stattgefunden: In Nordamerika verbesserten sich die quartalsweisen Absatzzahlen von Fernsehern in Jahresfrist nur um ein Prozent“, stellte Paul Gagnon fest, der bei DisplaySearch die Markforschung für diese Region leitet.

„Weil die TV-Marken sich angesichts einer angespannten Versorgungslage behaupten mussten, fällten einige unter ihnen knallharte Entscheidungen zur Produktallokation, und wählten somit die stärker gewinnbringenden Regionen wie Europa und Japan, wo die Wettbewerbssituation und der Margendruck nicht so intensiv sind.“ Im Bestreben um höhere Durchschnittspreise und Gewinnanteile stellen die Fernsehhersteller ihre Produktaufstellungen geradezu aggressiv von CCFL-Beleuchtung auf LED-Hintergrundlicht um. Die meisten von ihnen sehen sich dabei mit einer unreifen LED-Versorgungskette konfrontiert, deren Glieder sich bemühen müssen, mit dem Bedarf Schritt zu halten. Infolgedessen kommt es zu Lieferengpässen, wodurch die Preise für wesentliche Bauteile auf hohem Niveau bleiben. Hinzu kommt der marktseitige Zuschlag, der sich für LED-TVs im Unterschied zu konventionell beleuchteten Modellen ergibt.

Ungeachtet dieser Umstände verdoppelte sich der Anteil LED-beleuchteter Fernseher an den Lieferzahlen nahezu auf acht Prozent und machte bereits 17 Prozent am Umsatz aus. Die große Mehrheit der verkauften Geräte war von der Edge-Type-Bauart. Am höchsten war die Durchdringung mit der neuen LED-Technologie im Bereich der TVs mit größeren Bildschirmen: Hier stehen 35 Prozent LED-Beleuchtung bei Modellen ab 50 Zoll gerade einmal vier Prozent in den Geräten bis 40 Zoll Bildschirmdiagonale gegenüber.

Obwohl Samsung den Rekordanteil am Weltmarkt für Fernseher aus dem vierten Quartal 2009 nicht erreichen konnte, hatte das Unternehmen mit 21,9 Prozent an den globalen TV-Umsätzen einen gesunden Vorsprung vor allen anderen Marken. Der südkoreanische Konzern setzt sein Bemühen, Spitzenplätze in neuen Technologien zu besetzen, weiter fort – 2009 im LED-Bereich und 2010 in Sachen 3D. Dieses Vorgehen ließ die Unternehmensumsätze dank hoher durchschnittlicher Verkaufspreise ansteigen. Außerdem führte es zu einer starken Zunahme der Stückzahlen, was der Marke Samsung den zweiten Rang im Plasmabereich und die Top-Position im LCD-Geschäft einbrachte.

LGE war weltweit Nummer zwei; der Konzern erwirtschaftete 14,8 Prozent mehr Umsatz mit dem Verkauf von Fernsehern und stellte ein Rekordergebnis auf. Unter den fünf besten Markenherstellern war LGE derjenige mit dem größten Umsatzwachstum innerhalb eines Jahres. Außer in den Märkten von Osteuropa und Japan, wo der Konzern nicht präsent ist, konnten in beinahe jeder anderen aktiven Region Marktanteile hinzugewonnen werden. Rang drei der weltweit umsatzstärksten TV-Hersteller im ersten Quartal des Jahres belegt Sony , obwohl die Japaner nach dem kräftigen Anstieg Ende 2009 einen etwa zehnprozentigen Einbruch verkraften mussten. 34 Prozent Umsatzverlust gegenüber dem ersten Quartal 2009 stellten innerhalb der besten fünf Unternehmen den höchsten Wert dar. Auf Platz vier landete Panasonic , gefolgt von Sharp .

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