Displaysearch: Besitzer von Flachbild-TVs haben insgesamt mehr Fernseher

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Amerikanische Haushalte besitzen die meisten Fernseher, indische die wenigsten – keine Überraschung. Dass die Annahme zutrifft, Haushalte wohlhabender Länder besäßen mehr Fernsehapparate, verwundert auch kaum. Durchschnittlich verfügen Haushalte entwickelter Länder über 28 Prozent mehr TVs als die in Schwellenländern.

TVs pro Haushalt. Industrienationen: England, Deutschland, USA, Japan, Italien, Frankreich; Schwellenländer: China (Stadt/Land), Indien, Brasilien, Mexiko, Türkei, Russland, Indonesien. (Grafik: Displaysearch/eigene Darstellung)

Interessant ist jedoch, dass – regional unabhängig – Besitzer von Flatscreen-TVs generell mehr Apparate ihr eigen nennen als Haushalte mit Röhrengeräten, zumindest nach neuesten Ergebnissen einer Displaysearch-Studie. Seine stärkste Ausprägung hat der Trend zum Zweit- und Drittgerät bei Flachbild-Nutzern in Schwellenländern.

„Konsumenten, die offen sind für neue TV-Technologien, haben generell stärkeres Interesse daran, (einen) Fernseher im Haus zu haben. Sie verfügen über höhere Einkommen und können sich mehr Fernsehgeräte leisten“, stellt Paul Gagnon, Chef der TV-Marktforschung für Nordamerika, fest. Nennen Bewohner von Industrieländern einen Flatscreen ihr Eigen, sei die Wahrscheinlichkeit, dasss sie mehr als ein Gerät zu besitzen, gleich 30 Prozent. In Schwellenländern falle der Unterschied mit 37 Prozent deutlich höher aus, so Gagnon weiter.

In Mexiko (vierte Stelle) gibt es mehr TVs pro Haushalt als erwartet. Mit 3,8 Bewohnern je Haushalt im Vergleich zu 2,9 in den USA landet Mexiko bei den Fernsehern pro Person im Mittelfeld. Die Durchschnittsverteilung von TVs je Person zeigt die Industrienationen auf den vorderen sechs, Schwellenländer auf den acht letzten Rängen. „Hieran zeigt sich ein direktes Verhältnis zum sozio-ökonomischen Status: Indien und das ländliche China weisen die wenigsten TVs pro Person auf“, sagt Gagnon.

Schwach ausgeprägt ist das Verhältnis zwischen wirtschaftlicher Situation und Austausch-Frequenz: So waren Indonesien und China (Stadtbereich) sehr um Ersatz bemüht, wohingegen Indien und das ländliche China mit ähnlich niedrigem Haushaltseinkommen wenig Aktivität zeigten. Deren Bewohner sind genügsame TV-Besitzer, die ihre Geräte bis zum Versagen behalten.

Von den untersuchten Ländern waren Großbritannien und Japan in den letzten drei Jahren am austauschfreudigsten. Dass europäische Länder generell sehr aktiv waren, liegt in der Umstellung aufs Digital-TV begründet.

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