Fujitsu startet mit Senioren-Smartphone in Europa

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Der japanische Elektronikhersteller Fujitsu hat heute, Dienstag, erstmals den Marktstart eines Smartphones in Europa angekündigt. Doch kommt zunächst kein Highend-Gerät, sondern mit dem „STYLISTIC S01“ ein Android-Modell, das sich speziell an ältere User richtet. Partner für Fujitsus Europa-Markteintritt mit dem Senioren-Smartphone ist der Mobilfunker Orange, der das Vier-Zoll-Gerät ab Juni zunächst in Frankreich anbietet. Es soll Kunden unter anderem mit einer taktileren Touch-Bedienung und Optimierungen, die das Verstehen von Sprachtelefonie erleichtern, locken.

Optimiert für Senioren: Fujitsus Europa-Erstling (Foto: fujitsu.com)

In Japan ist Fujitsu einer der wichtigsten Smartphone-Hersteller, der auch international immer wieder für Aufsehen sorgt, beispielsweise vor etwas mehr als einem Jahr mit dem ersten Quad-Core-Android-Gerät. Vor einem Jahr hatte der Konzern auf dem Mobile World Congress 2012 Pläne angekündigt, auch den internationalen Markt erobern zu wollen. Mit dem STYLISTIC S01 ist Fujitsus Europa-Erstling aber etwas überraschend kein spektakuläres Highend-Modell, sondern ein Gerät, das sich an Senioren und somit eher einen Nischenmarkt wendet.

Das Fujitsu-Modell bietet solide Spezifikationen ohne große Sprünge, wie beispielsweise eine WVGA-Auflösung von 800 mal 480 Pixel bei vier Zoll Diagonale. „Das Display ist vielleicht nicht so groß wie bei manchen anderen Smartphones, aber das piezoelektrische Feedback und das speziell gestaltete Benutzerinterface sind für Nutzer optimiert, die mit herkömmlichen Tochscreens Probleme haben könnten“, betont ein Orange-Sprecher gegenüber pressetext. Konkret soll sich das Betätigen der groß gehaltenen Buttons eher anfühlen wie das Drücken auf physische Tasten und so Probleme mit dem irrtümlichem Antippen falscher Symbole verhindern.

Zudem setzt das STYLISTIC S01 auf Hightech, um Sprachtelefonie komfortabler zu machen. Eine Technologie optimiert den Frequenzbereich abhängig vom Alter, damit die Stimme des Gegenübers leichter zu verstehen ist. Zudem gibt es eine Funktion, um die Worte von Schnellsprechern zu verlangsamen, was laut Fujitsu aber weder die Tonlage ändert noch Telefonate wirklich in die Länge zieht. Diese Features sind dem Konzern zufolge sehr bewährt. Sie kommen in Japan in der Produktlinie Raku-Raku zum Einsatz, von der der Mobilfunker NTT DoCoMo nach Fujitsu-Angaben seit 2001 über 20 Mio. Geräte verkauft hat.

Auch in Europa ortet Fujitsu großes Potenzial für Senioren-Smartphones, da eine immer älter werdende Bevölkerung dennoch die Vorteile moderner Telekommunikations-Technologien nutzen will. Orange wiederum sieht das Fujitsu-Gerät als ideal für dieses Marktsegment, da es wirklich von Grund auf für Senioren gebaut sei. Zunächst wird das Modell ab Juni in Frankreich angeboten, in weiterer Folge will Orange es auch in anderen Ländern, darunter wohl Spanien und Großbritannien, anbieten. Ob oder wann Fujitsu vergleichbare Geräte im deutschsprachigen Raum startet, bleibt indes abzuwarten. (pte)

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