Gesundes OLED Umsatzwachstum bei starkem LCD-Gegenwind

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Der neu vorgestellte, beim texanischen Marktforschungsunternehmens DisplaySearch quartalsweise erscheinende, Rück- und Ausblick für OLED-Lieferzahlen konstatiert, dass der weltweite Umsatz mit OLED Displays im dritten Quartal 141 Millionen US-Dollar betrug. Dies entspreche einer Verringerung um 11 Prozent gegenüber dem Vorquartal und einer 60 prozentigen Steigerung gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres.

Den Angaben zufolge habe Chi Mei EL, zweitgrößter Hersteller von AMOLED-Displays, im dritten Quartal Rekordzahlen verbuchen können, während der in diesem Bereich nach wie vor führende Hersteller Samsung SDI gegenüber dem Vorquartal nur eine leichte Steigerung der Lieferzahlen verzeichnete.

Nachdem sich auch im PMOLED Bereich das zweite Quartal von seiner starken Seite gezeigt hatte, folgte im dritten Quartal ein 22 prozentiger Einbruch aufgrund von Bestellrückgängen bei Sub-Displays für Mobiltelefone. Die Abschwächung begrenzte sich jedoch auf das Segment monochromer PMOLEDs, – farbige PMOLEDs hingegen erfreuten sich in den Auftragsbüchern steigender Beliebtheit. In Folge stieg der durchschnittliche Verkaufspreis von OLEDs im dritten Quartal 2008 an.

Jennifer Colegrove, Leiterin für Display Technologies bei DisplaySearch, unterstreicht, dass OLED-Displays in vielen Aspekten eine attraktive Performance böten: weite Blickwinkel, großer Farbumfang bei allen Graustufen, schnelle Reaktionszeiten, niedriger Energieverbrauch leichtes Gewicht, geringe Dicke, und viel Spielraum bezüglich der Betriebstemperaturen. Auch die Lebensdauer der Dioden habe sich in den letzten Jahren „dramatisch verbessert“. Rot und Grün seien inzwischen langlebig genug für viele Unterhaltungselektronikgeräte. Trotz alledem, so Dr. Colegrove, sähen sich OLEDs starkem Preisdruck seitens TFT LCDs und PM LCDS ausgesetzt. „Die OLED-Display-Industrie verändert sich in rasantem Tempo, wobei ständig neue Firmen das Marktfeld betreten, bestehende Firmen ihre Kapazitäten erweitern, sich aus dem Markt zurückziehen, und andere Firmen ihre Schwerpunkte verlagern.“ fügt Dr. Colegrove hinzu.

Bezüglich der Gesamtzahl ausgelieferter OLEDs gelang es RiTdisplay bei 36 Prozent Marktanteil indessen Samsung SDI den ersten Platz abzuringen. Betrachtet man hingegen die gesamten mit OLED gemachten Umsätze, so ist Samsung SDI nach wie vor marktführend dank starker AMOLED-Lieferzahlen. TDK überholte Pioneer und schloss somit auf den dritten Platz auf. bei einem Marktanteil von 17 Prozent. Woraufhin Pioneer bei 12 Prozent Marktanteil auf Platz 4 abrutschte. Auf Platz 5 findet sich Univision. Die genannten Top 5 waren im dritten Quartal in der Lage 95 Prozent des OLED-Gesamtmarktes auf sich zu vereinigen.

Angesichts der rauen Wirtschaftslage und des von LCDs ausgehenden Wettbewerbsdrucks, hat DisplaySearch seine OLED Marktprognose für den Zeitraum von 2008 bis 2015 nach unten korrigiert. Es zeichnen sich jedoch bereits neue Anwendungen für AMOLEDs ab und in verschiedenen Bereichen rechnet man mit einem Zulegen an Fahrt in 2009 und Folgejahren.

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