Glassubstrat weiterhin Mangelware bis 2010?

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Der kürzliche Produktionsstopp in einem japanischen Glassubstrat-Werk der Firma Corning, heizt erneut die Diskussion um einen möglicherweise länger anhaltenden Glassubstratmangel an. Ursprüngliche Schätzungen von Experten gingen davon aus, dass sich der Markt bis September wieder stabilisieren würde und erwarteten somit fallende Einkaufspreise für das vierte Quartal.

Da das betroffene Glassubstrat-Werk in Shizuoka jedoch viele japanische Panelhersteller wie beispielsweise Sharp, Sony, Toshiba, aber auch Philips beliefert, werden diese sich nun nach neuen Bezugsquellen aus Übersee umsehen müssen, um weiterhin ihre Produktionen am Laufen halten zu können. Sharps 8G-Fabrik wird es hierbei wohl am härtesten treffen, das neue 10G-Werk soll dagegen von den Lieferproblemen unberührt bleiben.

Insbesondere die taiwanische Konkurrenz wird etwaige Glassubstrat-Lieferungen der Firma Corning nach Japan sehr genau verfolgen. Sie befürchten eine Zuspitzung der schlechten Versorgungslage und weitere Preiserhöhungen aufgrund der Glassubstrat-Exporte, welche die Endgerätehersteller nach dem Preistrend der letzten Monate nur schwerlich verkraften könnten.

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