Google: Erneut Probleme mit Android-Apps

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Google hat zum wiederholten Male Apps aus dem Android-Store entfernt, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Nach dem Hinweis einer Sicherheitsfirma musste der Konzern 27 schädliche Programme aus seinem Angebot entfernen, die von den Usern unbemerkt teure Kurznachrichten verschickt haben. Android kämpft bisher vergeblich gegen das wachsende Aufkommen von Schadsoftware. „Das Problem ist weniger das Betriebssystem selbst, als der Vertriebsweg der Apps. Wer sich nicht auskennt und sich Software aus zwielichtigen Quellen holt, kann schnell einen Schaden davontragen“, sagt Stefan Ortloff von den Kaspersky Labs.

Altes Telefon: Bietet absoluten Schutz vor Malware (Foto: pixelio.de, T. Born)

Die jüngste Generation von Schädlingen tarnt sich im Android-Store als harmlose Anwendungen. Horroskop-Apps oder Bilder von Filmen wie „Twilight“ zur Verschönerung des Handy-Bildschirms sind beliebte Verstecke für Malware. „Das ist das klassische Trojaner Prinzip. Im Vordergrund werden User abgelenkt, während versteckte SMS verschickt werden“, so Ortloff. Die Sicherheitsfirma Lookout kam der parasitischen Software auf die Spur und veröffentlichte eine Liste im Internet. Der Trick mit teuren Premium-SMS ist in Europa noch relativ unbekannt. In Russland, Osteuropa und Brasilien gibt es den Trick schon lange.

In den vergangenen Monaten hatte Android schon öfters mit negativen Schlagzeilen im Zusammenhang mit Malware zu kämpfen. Oft ging es darum, dass installierte Apps die Daten der Handynutzer ausspähten. Auch die Konkurrenz auf dem mobilen Betriebssystemmarkt ist nicht vor Sicherheitslücken gefeit, Android hat aber durch die mittlerweile enorme Verbreitung besonders große Probleme.

Android-Nutzer sind gut damit beraten, wenn sie sich vor der Installation von neuen Apps genau über die Software informieren. Hersteller und erforderliche Berechtigungen verraten oft schon einiges über die wahren Intentionen einer App. „User sollten ein gesundes Misstrauen an den Tag legen und nicht alles glauben. Externe Softwarequellen sind grundsätzlich gefährlicher. Bei extensiver Nutzung ist ein Schutzprodukt zu empfehlen“, sagt Ortloff. (pressetext.de)

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