Google stellt auf Entwicklermesse „Nexus 7“-Tablet vor (Video)

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Google hat am Mittwochvormittag (Ortszeit) in San Francisco seine Entwicklermesse „Google I/O“ eröffnet. Im Rahmen der mehr als zweistündigen Keynote wurde ein Schwall an Neuerungen präsentiert. Neben dem erwarteten Launch für Android 4.1 „Jelly Bean“ und dem Startschuss für das „Nexus 7“-Tablet wird auch die Contentplattform Google Play mächtig aufgewertet.

Nexus 7: Hugo Barra präsentiert Googles erstes Tablet (Foto: Screenshot)

Eröffnet wurde das Event von Googles Senior Vice President of Engineering, Vic Gundotra. Dieser startete mit einigen Statistiken zum Erfolg des mobilen Betriebssystems Android. Innerhalb eines Jahres konnte die Anzahl der aktivierten Geräte mit dem OS von 400.000 auf eine Mio. steigern. In den meisten Industriestaaten konnte man ein Wachstum von 200 bis 300 Prozent verzeichnen, in vielen Schwellenländern lag dieses sogar bei 500 bis 600 Prozent. Weltweit laufen inzwischen über 400 Mio Devices mit Android.

Den technischen Kern der Neuerungen in Ausgabe 4.1 bildet „Project Butter“. Das System läuft nun allumfassend mit einer Framerate von 30 Bildern pro Sekunde und unterstützt Triple Buffering. Das soll durchgängig flüssige Navigation und Animationen erlauben. Demonstriert wurde dies anhand von Zeitlupenaufnahmen. Auch neue Energiesparfunktionen wurden implementiert, so wird der Prozessor eines Android-Gerätes im Ruhemodus frühestens dann in vollem Umfang beansprucht, wenn der Bildschirm berührt wird. Ein Prognosealgorithmus soll zudem den Zeitunterschied zwischen Touch-Erfassung und Reaktion des Systems durch intelligente Vorhersage ausmerzen und so noch präzisere Eingabe ermöglichen.

Google Nexus 7 Präsentation

Ansonsten liegt der Fokus auf neuen Interface-Features und Funktionen. Der Homescreen ist nun intelligenter. Icons ordnen sich bei der Vergrößerung oder Verschiebung von Widgets neu an. Beim Verschieben Letzterer auf einen anderen Startbildschirm wiederum passt sich das Widget auf den vorhandenen Platz an. Android Beam kann nun auch Multimediainhalte verschicken und mit Bluetooth umgehen. Die Notifications können mit interaktiven Elementen angereichert werden und erlauben etwa das schnelle Antworten auf E-Mails, ohne dafür eine eigene App aufrufen zu müssen. Für Blinde wurde eine neue Navigationsmethode integriert, die Gesten und Sprachausgabe kombiniert.

Die Marktplattform Google Play wurde massiv erweitert und bietet dank zahlreicher großer Contentpartner wie Disney, Sony Pictures, Paramount oder das NBC-Kabelnetzwerk nicht nur Apps und Musik, sondern auch TV-Serien und Filme. Neu dabei sind auch Magazine. Die Play-App wurde mit einer neuen Recommendation-Engine ausgestattet und kann über das Mikrofon des jeweiligen Geräts Songs erkennen und im Store aufstöbern.

Mit dem von ASUS präsentierten Nexus 7 hat Google auch gleich das passende Consuming Device parat. Die bereits vorher geleakten Spezifikationen bestätigten sich. Im Gerät werkt eine Tegra-3-Plattform mit Quadcore-CPU und einem 12-Kern-Grafikchip. Die Bildschirmauflösung des Gorilla-Glass-Displays beträgt 1.280×800 Bildpunkte. Mit dabei sind WLAN, Bluetooth und NFC. Der Akku soll neunstündiges Videoplayback überdauern und 300 Stunden Standby-Time bieten. Passend dazu hat Google auch Currents und die YouTube-App mit einem Tablet-optimierten Interface aufgestockt. Das Pad für 199 Dollar ist bereits vorbestellbar und wird ab Mitte Juli ausgeliefert, vorerst aber nur in den USA, Kanada, Australien und Großbritannien. (pressetext)

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