HDR für Nerds: OLED vs. Neo-QLED (Video)

HDR-Experte Florian Friedrich lässt einen LG OLEDC1 und einen Samsung QN95A gegen einen 30.000 Euro teuren Sony-Mastering-Monitor antreten

4
2298

Die in Oberschleißheim angesiedelte und von Florian Friedrich gegründete Firma FF Pictures GmbH beschäftigt sich vornehmlich mit dem Thema HDR und entwickelt beispielsweise entsprechende Plugins für Softwarelösungen wie Adobe After Effects, Adobe Premiere und DaVinci Resolve. In den Bereichen HDR-Postproduktion und Bildkalibrierung von Studiomonitoren ist das Unternehmen ebenfalls tätig. Weitere Aufgabenfelder sind die Veranstaltung von Seminaren und das Erstellen von Testbildern/Testvideos. Im FF-Labor werden übrigens auch Monitore für PRAD-Testberichte gemessen.

HDR für Nerds: Mastering Monitor, OLED, NeoQLED, HDR10+ und Dolby Vision

Video abspielen: Das Video wird von YouTube eingebettet. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Sobald das Video abgespielt wird, werden Cookies von Dritten gesetzt, womit Sie sich einverstanden erklären.

HDR für Nerds: Mastering-Monitor, OLED, Neo-QLED, HDR10+ und Dolby Vision

HDR – und im Speziellen die dynamischen Formate Dolby Vision (IQ) und HDR10+ (Adaptive) – erfreut sich vor allem im TV-Konsumenten-Segment einer großen Beliebtheit und kann kompatible Inhalte optisch extrem aufwerten. Das Maß aller Dinge sind derzeit fraglos Oberklasse-Fernseher mit OLED-Panels, die dank selbstleuchtenden Pixeln eine hohe Farbbrillanz und starke Kontrastwerte bieten. Nicht minder interessant sind für HDR-Zwecke die neuartigen Neo-QLED-Modelle von Samsung, die Quantum-Dot- mit Mini-LED-Technologie kombinieren und ebenfalls mit einem exzellenten Kontrast samt sehr guter Bildqualität aufwarten.

Florian Friedrich hat neben seiner FF Pictures GmbH einen eigenen YouTube-Kanal am Start und veröffentlichte vor Kurzem ein über achtminütiges Video mit dem vielversprechenden Titel „HDR für Nerds“. Darin geht er in verschiedenen Kapiteln unter anderem auf HDR-Grading und HDR-Remastering ein, wirft einen Blick auf den drohenden Leuchtkraftverlust bei OLED-Panels und vergleicht die HDR-Darstellungsqualität von OLED- und Neo-QLED-TVs, namentlich LG OLEDC1 und Samsung QN95A. Die genannten Geräte müssen sich außerdem gegen den professionellen HDR-Mastering-Monitor Sony HX310 beweisen, der rund 30.000 Euro kostet.

35%
LG OLED55C17LB TV 139 cm (55 Zoll) OLED Fernseher (4K Cinema HDR, 120 Hz, Twin Triple Tuner, Smart TV) [Modelljahr 2021]
(261 Kundenrezensionen)
1.999,00 €
Preis: 1.306,90 €
(Stand von: 08.12.2021 06:26 - Details
×
Produktpreise und -verfügbarkeit sind zum angegebenen Datum / Uhrzeit korrekt und können sich ändern. Alle Preis- und Verfügbarkeitsinformationen auf https://www.amazon.de/ zum Zeitpunkt des Kaufs gelten für den Kauf dieses Produkts.
)

Preis inkl. MwSt., ggfs. zzgl. Versandkosten
Bei Amazon ansehen *
(* = Affiliate-Link) Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.
41%
Samsung Neo QLED 4K TV QN90A 65 Zoll (GQ65QN90AATXZG), Quantum HDR 1500, Quantum-Matrix-Technologie, Motion Xcelerator Turbo+ [2021]
(46 Kundenrezensionen)
2.799,00 €
Preis: 1.662,99 €
(Stand von: 08.12.2021 04:15 - Details
×
Produktpreise und -verfügbarkeit sind zum angegebenen Datum / Uhrzeit korrekt und können sich ändern. Alle Preis- und Verfügbarkeitsinformationen auf https://www.amazon.de/ zum Zeitpunkt des Kaufs gelten für den Kauf dieses Produkts.
)

Preis inkl. MwSt., ggfs. zzgl. Versandkosten
Bei Amazon ansehen *
(* = Affiliate-Link) Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Weiterführende Links zum Thema

Fernseher-Suche – finden Sie das perfekte TV-Gerät nach Ihren Vorgaben

Fernseher-Vergleich – vergleichen Sie bis zu 4 Modelle miteinander

Gefällt Ihnen dieser Beitrag ?

100%
gefällt es

4 KOMMENTARE

  1. Ich möchte an dieser Stelle gerne ein paar Kommentare adressieren, weil ich sie gerade zufällig gesehen habe:
    Dual-Panel dieser Qualität für ein paar hundert Dollar? Sehr unwahrscheinlich, und selbst wenn muss ein Display und die Ansteuerung drumherum entwickelt werden. Je höher die Genauigkeit sein soll, desto mehr Selektion ist nötig und die Ansteuerung erfolgt zusätzlich wesentlich genauer mit 12 Bit, statt bei Fernsehern meist üblichen 8Bit plus Dithering. Den Aufwand hinter der Entwicklung eines solchen Displays zu beschreiben, wäre ein eigener, langer Artikel für sich. Das Gerät ist seinen Preis wert, da es schlichtweg nichts besseres auf dem Displaymarkt gibt. Diese Verbindlichkeit bei der Signaldarstellung benötigen aber nur ganz wenige und deshalb ist der Markt auch nicht allzu groß. Ist doch klar, dass ein Gerät mit hohem Entwicklungsaufwand und geringen Absatzzahlen teuer sein muss, oder?
    Das tiefe Schwarz, besonders von der Seite beim OLED wurde erwähnt. Ich wollte hier bewusst ein Video machen, dass die wichtigen Infos in weniger als 10 Minuten zusammenfasst, mir ist aber klar dass so etwas immer polarisiert. Wenn man Automarken vergleicht, kann man es auch nie jemandem Recht machen. Wichtig ist, dass das Video meine persönliche Meinung wiederspiegelt und es sich dabei sicher um eine andere als die übliche Perspektive handelt. NeoQLED ist eine Technologie, die mit LCD-Panel auskommt – das ist richtig. Allerdings kommen eben auch weitere wichtige Elemente zum Einsatz, welche die Bildqualität bestimmen – beispielsweise eben die Quantum Dots. Außerdem wollte ich hier kein Video LCD gegen OLED machen – das wäre viel zu weit gegriffen und viel zu unpräzise. Die Aussagen lassen sich ja nicht auf LCD ummünzen und ich stelle weder einen Anspruch auf Komplettheit noch will ich einen Überblick über den gesamten Markt bieten. Es ging einfach darum, zwei aktuell in der Fachpresse gelobte Geräte in den Vergleich zum Mastering-Monitor zu stellen. Zum Glück hat mich auch schon einiges positives Feedback erreicht. Deshalb denke ich und hoffe für alle weiteren Zuschauer, dass man in den paar Minuten, die das Video dauert, doch einiges an Informationen mitnehmen kann.
    Zum Thema HDR und Fotografie hätte ich auch einiges zu sagen, das den Umfang hier sprengt. Aber vielleicht so viel: Echtes HDR bekommt man durch RAW-Fotografie und entsprechendes Postprocessing hinterher. Anfangs war HDR in der Fotografie eher Tonemapping mit Belichtungsreihen und nachträglicher Kompression des Dynamikbereichs für das Display. Das wirkte sehr oft sehr künstlich.
    Heute geht das zum Glück besser, die saubere Darstellung von HDR erfordert aber nicht nur einen guten Kontrast, sondern eben auch die ordentliche Durchzeichnung von Details in besonders hellen und dunklen Bereichen. Bei einer Bittiefe von 8 bis 10 Bit und hoher Bilddynamik werden aber genau da Quantisierungsartefakte sichtbar, wenn man keine HDR-EOTF verwendet. Wer will, kann sich dazu ja mal einlesen, Stichwort „Barten Curve“. Wenn wir alle Displays mit 16Bit ansteuern und die Signale entsprechend liefern würden, bräuchten wir kein gesondertes „HDR“ um den Dynamikbereich des Displays gut auszunutzen.
    Ich hoffe, diese Erklärungen helfen ein wenig und bitte um Verständnis, wenn ich auf weitere Kommentare aus Zeitgründen möglicherweise nicht antworten kann.

  2. So ein kleines Gerät kostet 40000 € weil der Hersteller die Kundschaft ausnehmen kann.
    Die Kundschaft sind affluente Unternehmen die gar keine Wahl haben als nur solche Geräte zu kaufen und da es nur wenige Hersteller in diesem Bereich gibt, machen die alle den gleichen Preis.
    Wenn Hersteller A 30000 € verlangt, warum sollte Hersteller C weniger verlangen?
    Eizo Mastering-Monitor kostet auch 30k €, die Dual-LCD Panel von Panasonic aber nicht mehr als einige Hundert Dollar; Sony ebenso.
    Weder Herstellungs- oder Materialkosten, Aufwand, Logistik etc. rechtfertigen den Preis. Auch die geringeren Stückzahlen als bei anderen Geräten rechtfertigt keine 40000 €.
    Das nennt sich dann „faire“ Marktwirtschaft aka „der Markt regelt“.

    Apropos, beim Thema: Danke für das Video und die Erklärung von Hr. Friedrich.
    Fällt mir aber gleich auf wie Sie von prad und Florian gar nicht das Wort „LCD“ in den Mund nehmen möchten und nur Neo-Qled benutzen.
    Gleiche Masche wie bei Samsung und beim Marketing? Soll dem Betrachter nicht auffallen das er weiterhin LCD-Produkte mit alle ihren Schwächen und Samsung LCD-miniLed mit schlappen 400 – 792 Dimming-Zonen kauft?
    Und im Text hat der OLED nur „starke Kontrastwerte“ und der LCD-miniLED plötzlich ein besseres, „exzellenten Kontrast“. Aha.

    Immer noch das gleiche Thema bei Ihnen bei prad. Schwenken sie als ganze Redaktion doch auf das Testen von Fernsehern um. Aber erstmal die Haltung und Glaubwürdigkeit ändern. Produkte in den Himmel loben und fehlende Kritik nur weil sie Testsamples erhalten, sollte verschwinden.
    Danke! Dann lohnt sich das Besuchen der Webseite endlich wieder. Sonst ist hier tote Hose.
    Ziemlich schade das know-how der Redaktion und Tester auf altbackene Dekstop-LCD Monitore zu beschränken.

  3. Ich muss leider zugeben, dass ich HDR immernoch nicht verstanden habe und das obwohl ich fotografiere und ein wenig schon darüber gelesen habe:
    Ich habe doch einen Monitor, der immer den gleichen Kontrast und immer die gleiche maximale Helligkeit hat. Nehmen wir mal an, ich hätte zwei Monitore, die exakt identisch sind, außer dass einer für HDR zertifiziert ist und der andere nicht.

    Sehe ich das nun richtig: Wären diese Monitore, wie im Video dargestellt Referenzmonitore, dann hätte der eine keinen Nutzen von HDR, weil es nur die Balance zwischen maximaler Helligkeit und Durchzeichnung in Tiefen und Lichter vornimmt, was auf einem Referenzmonitor ohnehin exzellent ist.
    Nur, wenn die Monitore eklatante Fehler, wie geringe Maximalhelligkeit, oder schlechter Kontrast, auf Grund von schlechter Dimmingfunktion hätten, dann würde HDR ein etwas stimmigeres Resultat bringen?

    • Fotografie hat Beschränkungen bei Aufnahmen mit Dynamikbereich, Unter-/Oberbelichtung der Szene.
      Sie umgehen dies halt indem Sie mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichem Dynamikbereich machen, mit den Blenden experimentieren, ein Stativ benutzen und am Ende die verschiedenen Fotos mit Software zusammensetzen.
      Für HDR-Fotografie benötigt es keine HDR-Geräte. Diese sind für HDR-Videos gedacht.

      Ja, der eine SDR-Monitor kann mit HDR nichts anfangen.
      Im altbackenen LCD-Monitorbereich finden Sie eh nichts gescheites was nicht blöde überteuert ist und nur lächerliche 1000 Dimming-Zonen bieten. Wie das eine Gerät von Asus für 5000 €.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen

* Sie müssen das Kästchen aktivieren, ansonsten können Sie keinen Kommentar erstellen. Sollten Sie dennoch versuchen Ihren Kommentar zu posten, ohne akzeptiert zu haben, wird eine neue Seite geöffnet und Sie erhalten einen Hinweis. Alle eingetragenen Daten, inklusive des Kommentars, gehen dabei verloren!