Head-up-Display zeigt Position anderer Autos

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Forscher der Glasgow Caledonian University haben ein smartes Head-up-Display (HUD) für Autos entwickelt, das den Fahrer bei schlechtem Wetter über andere Autos auf der Fahrbahn informiert. Das Display ist bereits in einer 3D-Simulation eines BMW 5ers getestet worden und hat dabei überzeugt. In Zukunft könnte die vielversprechende Technologie sowohl in Zivil- als auch in Einsatzfahrzeugen integriert werden.

HUD: mehr Sicherheit durch 3D-Simulation (Foto: gcu.ac.uk)

„Gerade bei Fußgängern und Radfahrenden sowie bei Tieren und anderen überraschenden Hindernissen wäre es wichtig, diese besser erkennen zu können. Es darf aber nicht vergessen werden: Autolenkende sind ohnehin dazu verpflichtet, nur so schnell zu fahren, wie es Sicht und Anhalteweg erlauben“, erklärt Markus Gansterer, Experte des VCÖ. Leider werde das oft, gerade nachts und bei Nebel, nicht eingehalten.

„Daher besteht die Gefahr, dass mit diesem System bei schlechten Sichtverhältnissen schneller gefahren wird“, warnt der Experte. Das könne den Sicherheitsgewinn wieder zunichte machen oder die Gefahr sogar erhöhen, gerade wenn ein System zum Beispiel Fußgänger nicht erkennen kann. „Darüber hinaus werden nicht alle Fahrzeuge über ein solches System verfügen, weshalb es zu größeren Tempounterschieden zwischen den Fahrzeugen kommen könnte“, prognostiziert Gansterer.

Generell sei bei Head-up-Displays wichtig, dass dort nicht zu viele Informationen und Funktionen zu Ablenkung führen. „Aktuell werden immer mehr technische Funktionen und Spielereien in Autos eingebaut, die ein hohes Risiko zur Ablenkung bergen. Für notwendige Funktionen können Head-up-Displays besser sein als herkömmliche Anzeigen“, schildert der Fachmann. Werden Tempolimits und Verkehrszeichen jedoch über das Display angezeigt, müsse verhindert werden, dass sich die Fahrer nur noch darauf verlassen und selbst nicht mehr auf die Verkehrszeichen achten.

Das neue HUD zeigt dem Fahrer die exakte Position anderer Fahrzeuge auf der Windschutzscheibe an. Sogar bei dichtem Nebel und anderen extremen Wetterbedingungen wird der Fahrzeugführer auf potenzielle Gefahren aufmerksam gemacht, wodurch eine Kollision vermieden werden kann. Professor Vassilis Charissis und sein Forschungsteam haben das Hightech-Display entwickelt.

Die innovative Technologie ist in einem 3D-Fahrsimulator entwickelt und getestet worden. Die auf der Windschutzscheibe abgebildeten Straßenbegrenzungen erlauben es dem Fahrer, sich auch bei schlechten Wetterverhältnissen auf der Fahrbahn zu orientieren. Zusätzlich wird die Position anderer Fahrzeuge, die sich in einer Entfernung von bis zu 400 Metern befinden, projiziert. Der Lenker wird sogar darüber in Kenntnis gesetzt, ob derzeit ein Spurenwechsel sicher genug ist. (pte )

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