HTC mit weiterem schwierigem Geschäftsquartal

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Der taiwanesische Mobiltelefonhersteller HTC stimmt seine Anteilseigner auf ein weiteres schwieriges Geschäftsquartal ein. Wie die Verwaltungsratschefin des Unternehmens, Cher Wang, heute, Montag, bekannt gegeben hat, würden die kommenden beiden Monate die „größte Herausforderung“. Damit setzt der Konzern womöglich seine suboptimale Ertragslage weiter fort. Auch das Flaggschiff-Modell HTC One konnte den Abwärtstrend nicht stoppen.

HTC One: Flaggschiff-Modell hilft wider Erwarten nicht (Foto: htc.com)

HTC hat wegen der anhaltenden Absatzschwäche im dritten Geschäftsquartal ein Minus von 2,97 Mrd. Taiwan-Dollar (über 74 Mio. Euro) zu verbuchen gehabt. Das war der erste Verlust seit der Gründung des Konzerns im Jahr 1997. Der Umsatz fiel im Jahresvergleich um fast ein Drittel auf 47,05 Mrd. Taiwan-Dollar (1,18 Mrd. Euro). Die geschäftlichen Probleme belasten HTC nun bereits seit einem Jahr. Selbst PR-Kampagnen mit Hollywood-Stars brachten nichts.

„Wir haben wirklich die beste Technologie und das beste Produkt“, sagte die HTC-Managerin in einem TV-Interview mit dem Nachrichtendienst Bloomberg und fügte hinzu: „Wenn wir besser kommunizieren, werden die Verbraucher das erkennen, weil sie spüren, dass unsere Geräte die besten sind.“ Die derzeitige Marktsituation sieht für HTC allerdings weniger rosig aus. Der Marktanteil der Taiwanesen liegt Expertenschätzungen nach bei knapp drei Prozent.

Der in Taoyuan beheimatete Technologieriese setzt bei seinen Smartphones auf das Google-Betriebssystem Android, das vor allem Branchengrößen wie Samsung Profite bringt. Erst in der vergangenen Woche wurde bekannt, dass Microsoft sein Betriebssystem Windows Phone HTC gegenüber Android zu einem günstigeren Preis anbieten würde. Lizenzgebühren würden gesenkt oder fallen gelassen. Microsoft will so sein Betriebssystem auf mehr Geräte bringen. (pressetext)

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