Kartellverfahren gegen Philips eröffnet, mögliche Bußgeldzahlung

0
18

Behinderung des freien Wettbewerbs mit illegalen Absprachen – mit diesem Vorwurf sieht sich der niederländische Elektronikkonzern Royal Philips Electronics derzeit konfrontiert. Wie das Handelsblatt berichtet, droht dem Unternehmen – wie auch weiteren, nicht genannten Bildschirmherstellern – ein hohes EU-Bußgeld. Gegen Philips sei ein Kartellverfahren eröffnet worden, teilte EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes am Donnerstag in Brüssel mit.

Der Philips-Tower in Hamburg (Foto: Philips)

Konkrete Einzelheiten zu den Absprachen oder Namen und Zahl der sonst noch beteiligten Unternehmen nannte sie nicht. Nur so viel wurde verlautbar: Es handele sich um zwei Kartelle, bestehend aus jeweils mehreren Firmen, die Kathodenstrahlröhren für Fernseher und Computer produzieren. Philips bestätigte auf seiner globalen Internetseite, ein Schreiben mit den Beschwerdepunkten der Kommission erhalten zu haben. Nach eigenen Aussagen werde man die Liste prüfen und eine Antwort vorbereiten.

Bereits im Jahr 2007 haben die Ermittlungen mit Razzien begonnen. Erhärtet sich der Verdacht der EU-Wettbewerbskommission , drohen den involvierten Unternehmen Bußgelder von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes. Es ist allerdings üblich, diesen Rahmen nicht vollends auszuschöpfen.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen