Kleinformat-Displays im Kommen, Optimismus fürs Jahresendgeschäft

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Nicht nur die Verkaufszahlen von Großdisplays sind im Juli wieder gestiegen – kleine und mittelformatige LCD-Panels haben sich ebenfalls deutlich besser verkauft. Analysten der iSuppli Corporation sehen darin ein Signal für ein verkaufsstarkes drittes Quartal 2009. Verantwortlich für das Wachstum ist laut der Meldung von iSuppli die Nachfrage von OEM-Herstellern und Händlern, die sich bereits auf das Weihnachtsgeschäft vorbereiten.

Die meisten Panelhersteller gaben an, dass im Juli die Preise für viele Liquid Crystal Displays gestiegen seien. Zurückzuführen sei dies auf eine erhöhte Nachfrage, einhergehend mit Knappheit von Kernkomponenten wie Glassubstrat. Der Engpass solcher LCD-Gläser hat sich stärker auf den Markt für mittelgroße Panels ausgewirkt; mit einer Entspannung der Lage ist gegen Ende des dritten Quartals zu rechnen. Ebenfalls entspannen soll sich die Profitsituation der Panelhersteller. Die Preiserhöhung der Panels als auch der zu erwartende Nachfrageanstieg könnten erstmals seit dem letzten Quartal 2008 für Profitabilität bei den Fertigern sorgen.

Hersteller kleiner und mittelgroßer Displays planen zudem, die Kapazitätsauslastung für das dritte Quartal um fünf Prozent gegenüber Quartal zwei zu erhöhen. Bei allem Optimismus lassen sie jedoch Vorsicht walten: Jegliche Ausweitung werde behutsam unternommen. Obschon das dritte Quartal für Consumer- und Audio-Video-Märkte die verkaufsstärkste Periode des Jahres darstellt, wird die Kapazitätsauslastung lediglich zwei Drittel betragen. Das Verharren bei 75 bis maximal 80 Prozent Auslastung wird diktiert von der Knappheit des Glassubstrats.

Nur einige wenige Anbieter möchten im Quartal drei tatsächlich zur 100prozentigen Auslastung ihrer Kapazität zurückkehren. Im Gegensatz dazu planen viele Lieferanten, die Anlagenauslastung bereits im vierten Quartal noch weiter zu reduzieren. Das geschehe, so die Analysten von iSuppli, in Vorbereitung auf das schwache erste Quartal 2010, wenn sich alle relevanten Märkte verlangsamen. Diese Entwicklungen werden dafür sorgen, dass es in der zweiten Jahreshälfte 2009 zu Preisverfällen kommen wird.

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