Korea: ganz dick im OLED-Geschäft

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Nachdem AMOLED-Technologie Einzug in den Markt für Smartphones gehalten hat, haben führende Anbieter wie Samsung Electronic und Nokia OLED-Displays in etliche Handys implementiert. Samsung Mobile Display (SMD) und LG Display weiten ihre OLED-Kapazitäten verstärkt aus und arbeiten parallel an der Entwicklung von AMOLED-TVs. Mittlerweile ist auch die Konkurrenz aus Taiwan und China auf den Zug aufgesprungen und versucht gegenüber den südkoreanischen Mitbewerbern Boden gutzumachen.

Wird noch nicht über ein AMOLED-Display verfügen – Apples nächstes iPad. (Foto: Apple)

Während SMD bereits einen 30-Zoll-AMOLED-Fernseher vorgestellt hat, präsentierte LG Display auf der FPD International 2010 in Japan ein gleichartiges Gerät mit einer Bilddiagonale von 31Zoll. Aktuell führt SMD den AMOLED-Markt an; Mitte 2011 wird der Konzern voraussichtlich die Produktion in seiner 5,5G-AMOLED-Fertigungsstrecke aufnehmen. Darüber hinaus ist von einem 8G-Piloten zur AMOLED-Herstellung die Rede.

Mit der Ausweitung von Kapazität in seiner 4,5G-AMOLED-Strecke folgt LG Display dicht auf. Marktkennern zufolge will das Unternehmen im zweiten Halbjahr 2011 AMOLED-TVs in 30 Zoll auf den Markt bringen und so die Großformat-Sparte besetzen. Mit den zwei konkurrierenden Schwergewichten am AMOLED-Markt steht zu erwarten, dass die Gesamtinvestitionen aus Korea zwischen 2011 und 2015 die Höhe von 17,27 Milliarden US-Dollar erreichen. Das Engagement dürfte entscheidend dazu beitragen, dass AMOLED zur Mainstream-Display-Technologie wird.

Aufgrund bestehender Lieferverträge, unter anderem mit BLU-Lieferant Coretronic, bekommt das iPad zwei wieder ein LCD-Retina-Display statt eines AMOLED-Panels. Hauptgrund dafür, dass Apple auf AMOLED-Panels verzichten muss, ist Panelherstellern zufolge aber das unzureichende Lieferangebot. Momentan kann SMD mit seinem Produktionsvolumen an 2- bis 4,2-Zoll-AMOLEDs nicht einmal die Nachfrage für das Samsung Galaxy S, Googles Nexus S, geschweige denn für Nokia und HTC befriedigen. Für die Massenfertigung von Tablet-PC-Panels von sieben bis elf Zoll eignet sich aktuelle AMOLED-Technik sowieso nicht. Darüber hinaus liegen die Kosten für die Massenherstellung deutlich über den für LCD-Panels.

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