LCD-Markt: Preise fallen, Produktion wird gedrosselt

Inflation, Ukraine-Krieg und chinesische Überproduktionen sorgen für günstigere LC-Displays, doch wollen Hersteller bald gegensteuern

Wie die Kollegen von WinFuture unter Berufung auf einen Paywall-Artikel von Digitimes berichten, habe das Marktforschungsunternehmen WitsView fallende Preise im LCD-Segment ermittelt. Display-Hersteller zahlen demnach bis zu 15 Prozent geringere Einkaufspreise für LCD-Panels, was sich letztlich auch beim Endkunden bemerkbar machen dürfte. Primär betreffe das LCD-basierte Fernseher, entsprechende PC- und Notebook-Bildschirme weniger stark.

EIZO FlexScan EV2760 (Bild: EIZO)
LCD-Angebot übersteigt Nachfrage, Preise fallen (Symbolbild: EIZO)

Als ursächlich sehen die Marktforscher die aktuelle Weltlage, die von hoher Inflation, dem Ukraine-Krieg und anderen Faktoren geplagt ist. Eine Rolle spiele auch die chinesische Überproduktion von LCD-Panels in den letzten Jahren. Die Lager der Hersteller seien gefüllt, zugleich sinkt die Nachfrage nach LCD-basierten Gerätschaften, da überlegene Panel-Technologien wie OLED auf dem Vormarsch sind und ebenfalls erschwinglicher werden.

Die LCD-Fertiger planen nun angeblich Gegenmaßnahmen und wollen die LCD-Panel-Produktion zurückfahren, damit sich die Lagerbestände sukzessiv leeren und das Überangebot langsam an die geringe Kundennachfrage anpasst. Nach dem Wunsch der Hersteller soll das letztlich wieder zu steigenden Preisniveaus für LCD-Produkte führen. WitsView geht allerdings davon aus, dass der ganze Prozess mehrere Monate in Anspruch nehmen werde, bevor sich ein Effekt zeige.

Während einige Unternehmen die LCD-Fertigung lediglich drosseln möchten, verabschiedet sich Samsung Display in Kürze komplett aus diesem Segment, um sich auf QD-OLED und Co zu konzentrieren (siehe PRAD-News Gerücht: Samsung will zeitnah LCD-Produktion beenden)

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Daniel Boll

… treibt den PRAD-Texten als Lektor die Fehler aus und kümmert sich außerdem um News sowie Top-10-Artikel. Seit 2015 gehört er zum Team und findet nach wie vor, dass ein flüssiger Schreibstil wichtig zum Verstehen komplexer Inhalte ist.

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