LCD-TV-Weltmarkt: Top-fünf-Unternehmen kürzen Absatzprognosen für 2011

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207 Millionen Geräte, mehr gibt der Weltmarktabsatz auf dem TV-Markt 2011 voraussichtlich nicht her. Grund: Die fünf weltgrößten LCD-TV-Hersteller haben ihre Absatzvorgaben um 50 Millionen Einheiten gesenkt. Ende 2010 war das Quintett noch guter Dinge, man gab entsprechende Absatzerwartungen heraus. Weltmarktführer Samsung hatte 50 Millionen TVs angepeilt, Sony und LG jeweils 40 Millionen. Toshiba ging von 20 Millionen aus und Sharp legte sich auf 18 Millionen Einheiten fest.

Die Kürzungen der großen LCD-TV-Anbieter wirken sich auf den Absatz von Zulieferern wie Amtran Technology aus. (Bild: Amtran)

Vor dem Hintergrund der Naturkatastrophen in Japan, der Zinskrise in Europa und den USA sowie der Inflationsrate in vielen anderen Regionen der Erde stellten sich die Prognosen jedoch als unrealistisch heraus. Auch die gesättigten Märkte in Westeuropa, Nordamerika und Japan gaben Anlass für die Korrektur. Vor allem japanische Unternehmen waren gezwungen, ihre Absatzziele drastisch zu korrigieren: Sony reduzierte die hauseigene Vorgabe beinahe um die Hälfte auf 23 Millionen.

Südkoreas Riesenkonzerne bleiben ebenso deutlich hinter ihren ursprünglichen Vorgaben zurück: Samsung kürzte um ein Viertel auf etwa 37 Millionen, LG um 30 Prozent auf 27 Millionen TVs. Philips, Panasonic und Vizio senkten ihre Prognose für 2011 ebenfalls.

Auch Amtran Technology hängt hinter den selbst gesetzten Zielvorgaben hinterher: Nachdem das taiwanische Unternehmen vergangenes Jahr 4,2 Millionen LCD-TVs weltweit verkauft hatte, war für 2011 ein Absatzvolumen von fünf Millionen angepeilt. Brancheninsidern zufolge verfehlte man im ersten Halbjahr 2011 selbst die Zweimillionenmarke knapp. Zu gering war die Nachfrage von Hauptauftraggeber Vizio, der Nr. eins in Nordamerika.

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