LCD-TVs: Q1/2011 nur mit neun Prozent Absatzsteigerung

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55,2 Millionen Fernseher haben im ersten Quartal 2011 weltweit einen Käufer gefunden, ein Prozent mehr als in Jahr zuvor. Saisonal bedingt, das stellten die Marktforscher von Displaysearch fest, gab es im Vergleich zu Quartal vier 2010 ein Minus von 29 Prozent.

Rangfolge der größten TV-Marken weltweit nach Umsatzanteil. (Quelle: Displaysearch)

Stark beeinflusst wurde das Gesamtergebnis vom LCD-Absatz, der in Quartal eins nur bei 44,253 Millionen Geräten lag und somit 30 Prozent niedrig war als im Vorquartal. Auf Basis des gleichen Zeitraums im Vorjahr entsprechen die Stückzahlen immerhin einer Steigerung von neun Prozent. Wie das Marktforschungsunternehmen den Zahlen entnimmt, ist das die niedrigste Zuwachsrate innerhalb des letzten Jahres. Die Ursache dafür sehen die Experten darin, dass das erste Quartal 2010 außergewöhnlich absatzstark gewesen ist.

Gute Nachrichten gibt es jedoch in Bezug auf die Stückzahlen: Hier hat sich der Absatz in Jahresfrist verdoppelt, was die Erwartungshaltung der Branche bestätigte, die Fußball-WM in Südafrika möge die Nachfrage nach LCD-TVs nachhaltig ankurbeln. Auch der Bedarf an Plasma-Geräten nahm um sechs Prozent auf 3,65 Millionen zu, eine Quote, die Displaysearch jedoch als verlangsamtes Wachstum interpretiert. Dafür spricht auch das 36-Prozent-Minus seit Ende 2010.

In Bezug auf die Gesamterlöse blieb Samsung mit einem Marktanteil von 22,2 Prozent die weltweite Nummer eins. 14,5 Prozent reichten LG Electronics , um den vorherigen Zweitplatzierten Sony auf den dritten Rang zu verdrängen. Displaysearch führt die Verluste der Japaner auf den sinkenden Absatz auf dem heimischen Markt zurück, ferner stellten die Experten im Nordamerika-Geschäft des Elektronikriesen ein Schrumpfen des Marktanteils fest.

Von allen Fernsehern, die im ersten Quartal des Jahres verkauft wurden, besaßen 81,1 Prozent ein LCD-Panel, 6,6 waren mit Plasma-Displays ausgestattet. Der Anteil von Röhrengeräten lag trotz 13-prozentigem Rückgang bei 13,2 Prozent bzw. 7,3 Millionen. Die geringsten Anteile hatten Rückprojektions- (45.000) und OLED-TVs (200).

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