LED-beleuchtete Panels: Der Boom kommt, der Preis geht

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Trotz globaler Finanzkrise und einiger Lieferengpässe auf dem weltweiten LED-Markt, scheinen sich Displays mit LED-Hintergrundbeleuchtung langsam aber sicher auf einem aufsteigenden Ast des globalen Marktes wiederzufinden. Sowohl Analysten als auch Produzenten erwarten in der Desktop- und Notebook-Sparte ein besonders rasches Wachstum für die nächsten Jahre, während man dagegen im Heimkinobereich ein etwas schleppenderes Wachstum prophezeit.

So geht beispielsweise der taiwanische Panel-Hersteller AU Optronics (AUO) davon aus, dass bis Ende des Jahres Panels mit LED-Beleuchtung rund fünf Prozent der eigenen Gesamtfertigung ausmachen werde. Für das Geschäftsjahr 2010 erwartet man sogar einen Anstieg auf bis zu zehn Prozent. Insbesondere bei kleineren Displays für Notebooks sieht man, nicht zuletzt wegen dem geringeren Stromverbrauch, großes Wachstumspotential. Hier plant man die Produktion von LED-Panels bis zum zweiten Quartal auf 80 Prozent der Gesamtproduktion dieser Sparte auszubauen. Den momentanen Lieferengpässen für LEDs wolle man durch eine Erweiterung der Kapazitäten bei den LED-herstellenden Tochterunternehmen entgegenwirken. Branchenweit beinhalten derartige Vorkehrungen auch zahlreiche Gründungen diverser Joint-Ventures.

Insgesamt wurden laut unabhängiger Analysen von DisplaySearch und iSuppli im ersten Quartal diesen Jahres schätzungsweise über 10,6 Millionen LED-beleuchtete Panels mit einer Größe von über zehn Zoll ausgeliefert, wobei Produzenten erwarten diese Zahlen bis zum Ende des Jahres auf gut 104,5 Millionen Stück zu steigern. Der Löwenanteil dieser Zahlen war bisher dem Notebook-Markt zu verbuchen.

Im Heimkinobereich konnten sich die neuen Panels dagegen bisher nur mäßig durchsetzen. Mit einer branchenweiten Auslieferung von gerade einmal 438.000 Panels und einem Marktanteil von mäßigen 3 Prozent, hofft man diesen Anteil bis 2013 auf etwa 90 Millionen Stück und somit auf etwa 39 Prozent zu steigern. Zu derartigen Zuwachsraten soll vor allem die Erhöhung des Ausbeutesatzes bei der Herstellung von LEDs verhelfen, welcher eine Senkung der Produktionskosten und somit eine baldige Annäherung an die Verkaufspreise aktueller Panels mit Kaltkathodenröhren ermöglichen soll. Liegt der Preisunterschied für Fernsehgeräte beider Beleuchtungsarten momentan noch um die 200 bis 500 Euro, plane man beispielsweise bei 40 Zoll Panels eine Preisannäherung in der zweiten Hälfte diesen Jahres auf weniger als 70 Euro anzustreben, um somit dem Wunsch der Gerätehersteller nach einer aggressiveren Preisgestaltungspolitik gerecht zu werden.

Neben der verbesserten Farbdarstellung und dem ästhetischen Aspekt der kompakteren Baugröße dieser LED-Panels, bildet das vornehmliche Verkaufsargument allerdings immer noch der Stromspar-Aspekt. Mit einer Energieeinsparung von gut 30 bis 50 Prozent gegenüber althergebrachten Panels mit Kaltkathodenröhren, würde sich der geringe Aufpreis eines solchen Gerätes spätestens bei der nächsten Stromabrechnung für den Kunden wieder bezahlt machen.

Es kommt also Bewegung in den Markt für LED-beleuchtete Panels. Aus diesem Grund ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass viele Fabrikanten eine Vielzahl an Vorkehrungen treffen, um eine ausreichende Versorgung mit geeigneten LEDs für die Panel-Produktion zu gewährleisten. Für den Kunden ist dies jedenfalls allemal erfreulich, da dieser mit einem raschen Preisverfall der LED-Geräte innerhalb der nächsten sechs Monate rechnen darf.

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