LG startet erstes Smartphone mit eigenem Chip

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Nach vielen Gerüchten hat der Elektronikkonzern LG offiziell sein System-on-a-Chip „NUCLUN“ vorgestellt. Noch diese Woche startet in Südkorea das „G3 Screen“, das erste Smartphone mit einem hauseigenen Acht-Kern-Prozessor, der auf LTE-Datenraten von bis zu 225 Megabit pro Sekunde ausgelegt ist. Dazu, wann erste Modelle mit NUCLUN auch nach Europa kommen, macht LG noch keine Angaben. Dafür startet hierzulande in Kürze die neue Smartwatch „G Watch R“.

„NUCLUN“: Dieser Chip steckt im „G3 Screen“ (Foto: lg.com)

Bislang war LG beim Prozessor-Herz seiner Smartphones von Drittanbietern abhängig, gängig kam Qualcomms Snapdragon zum Einsatz. Nun bringt der Konzern ähnlich wie auch Apple und Samsung einen eigenen Chip an den Start. „NUCLUN schlägt ein neues Kapital in LGs Geschichte der Innovation in der Mobilfunkbranche auf“, meint dazu Jong-seok Park, CEO der LG Electronics Mobile Communications Company.

Der Chip soll letztlich eine vielseitigere Produktstrategie ermöglichen und LGs Position gegenüber der Konkurrenz stärken. Das erste entsprechende Modell ist nun eine für den koreanischen Markt entwickelte Variante des G3. NUCLUN umfasst insgesamt acht Prozessorkerne. Davon sind vier mit 1,5 Gigahertz (GHz) getaktet und sollen die nötige Leistung für ressourcenintensive Aufgaben bieten.

Vier 1,2-Ghz-Kerne wiederum kommen für einfachere Rechenaufgaben zum Einsatz. Der Chip unterstützt LTE-A Cat.6, was höhere Datenraten als die erste LTE-Generation verspricht. Das G3 Screen verbaut den neuen Chip in ein Smartphone mit 5,9-Zoll-Display, zwei GB RAM und 32 GB internem Speicher. Als Betriebssystem kommt Android 4.4 („KitKat“) zum Einsatz. Die Ausstattung umfasst unter anderem eine rückseitige 13-Megapixel-Kamera und eine 2,1-Mpx-Frontkamera.

Während das G3 Screen laut LG noch diese Woche in Südkorea auf den Markt kommt, muss der Rest der Welt noch etwas auf NUCLUN-Smartphones warten. Ein Trostpflaster ist da der Marktstart der auf der IFA Berlin enthüllten G Watch R. Die 1,3-Zoll-Smartwatch mit 1,2-Ghz-Snapdragon wird laut LG ab der ersten Novemberwoche zunächst in Europa in den Handel kommen, ehe sie auch in nordamerikanischen, asiatischen und anderen internationalen Märkten startet. Im Vergleich zur ursprünglichen G Watch soll das neue Modell dadurch punkten, dass beim Design eher Ästhetik als reine Funktionalität im Vordergrund steht. (pte )

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