LG startet MWC-Flaggschiff vorab in Korea

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Der Elektronikkonzern LG hat heute, Montag, den Verkaufsstart seines ersten Full-HD-Smartphones mit In-Plane-Switching-Technologie (IPS) in Südkorea bekannt gegeben. Das „Optimus G Pro“ bietet mit 5,5 Zoll Diagonale zudem das bislang größte Display des Herstellers. Damit haben die Koreaner auch gleich die Katze aus dem Sack gelassen, was ihr Flaggschiff für den Mobile World Congress (MWC) betrifft. Das LTE-fähige Android-Phablet dürfte ein Maßstab dafür sein, was uns in Barcelona bei Top-Modellen technisch erwartet.

LGs Flaggschiff: kommt mit einem starken 5,5-Zoll-Display daher (Foto: lg.com)

Wirklich Bahnbrechendes in Sachen Spezifikationen ist nämlich von der Konkurrenz kaum zu erwarten. „Mir fällt nicht wirklich viel ein, mit dem Anbieter im Highend-Bereich wirklich hervorstechen könnten“, meint Aapo Markkanen, Senior Analyst bei ABI Research. Denn Full-HD, NFC und LTE sind einfach keine großen Neuigkeiten mehr. Am ehesten sei wirkliche Produktinnovation im Bereich Kameras zu erwarten, hinzu kommen stabile und flexible Geräte. „Da freue ich mich auf Prototypen zumindest von Samsung“, so der Analyst.

Das Optimus G Pro verspricht dank IPS-Technologie klare Bilder aus fast jedem Blickwinkel und sticht mit 1920 mal 1080 Pixeln und 400 Bildpunkten pro Zoll das Retina-Display des iPhone 5 klar aus. Dabei liegt das Gerät mit 5,5 Zoll Bilddiagonale voll im Phablet-Trend, der sich schon auf der CES abgezeichnet hat. Auf dem MWC könnten zudem Geräte zu sehen sein, die Full HD auf kompaktere Displays packen und noch höhere Pixeldichten bieten. So wird aktuellen Gerüchten zufolge HTC beim seinem neuen Flaggschiff „One“ ein 4,7-Zoll-Display nutzen.

Das HTC-Gerät soll wie der LG-Konkurrent mit einer 13-Mpx-Kamera aufwarten, ein gängiger Wert für aktuelle Highend-Modelle. Doch gerade in diesem bereich könnte es beeindruckende Ausreißer nach oben geben. „Nokias PureView auf einem neuen Lumia wäre ein Beispiel“, so Markkanen. Es gibt bereits entsprechende Gerüchte, dass zum MWC-Lineup der Finnen das „Lumia 1000“ mit 41-Megapixel-Kamera zählt. Bei LG dagegen stehen nicht die technischen Spezifikationen der Kamera im Vordergrund, dafür aber das damit verbundene Nutzererlebnis.

Das Optimus G Pro bietet mit Dual Recording erstmals eine gleichzeitige Bild-in-Bild-Videoaufnahme mit der Hauptkamera und der 2,1-Mpx-Frontkamera. Mit Virtual Reality Panorama wiederum sind 360-Grad-Schnappschüsse möglich. So sucht LG eine Alleinstellung im Bereich Nutzererlebnis. Damit dieses ungetrübt ausfällt, verspricht das Top-Modell zudem eine lange Laufzeit dank vergleichsweise großem Akku mit 3.140 Milliamperestunden Kapazität, der noch dazu kabellos aufladbar ist.

Mit dem Quadcore-Prozessor setzt LG indes auf einen aktuellen Highend-Standard. Doch wird vorab spekuliert, dass zumindest Huawei in diesem Bereich mit dem „Ascend P2“ auftrumpfen will, das angeblich acht Prozessorkerne mit 1,8 Ghz Taktung haben soll. „Acht-Core-Prozessoren hätten die extra Kerne nur um der Kerne willen“, meint allerdings Markkanen. Denn einen wirklichen Bedarf an der zusätzlichen Leistung gäbe es bei Apps nicht wirklich.

Das neue LG-Flaggschiff startet jedenfalls schon diese Woche in Südkorea, zum recht stolzen preis von umgerechnet knapp 700 Euro. Wann und zu welchem Preis es hierzulande erscheint, ist noch nicht bekannt – Details dazu könnte es aber am MWC geben. (pte)

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